Panorama

Retter als Vorbild Zwei Thai-Fußballer wollen Taucher werden

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Ein Junge gedenkt des ehemaligen Marinetauchers Saman Gunan.

(Foto: picture alliance/dpa)

Das einzige Todesopfer bei der Rettung der thailändischen Fußballmannschaft vor einem Jahr ist ein ehemaliger Marinetaucher. Ihr Retter sei "wie ein zweiter Vater" für alle, sagt einer der Überlebenden jetzt. Zwei von ihnen wollen später sogar in seine Fußstapfen treten.

Nach ihrer dramatischen Rettung aus einer Höhle vor fast einem Jahr wollen zwei der jungen thailändischen Fußballer nun selbst Marinetaucher werden. Die zwölf Jungen und ihr Co-Trainer sprachen in ihrer Heimatstadt Mae Sai erstmals auf einer Pressekonferenz. Zwei von ihnen kündigten an, später als Taucher in eine Spezialeinheit der thailändischen Marine gehen zu wollen. Der 15-jährige Prajak Sutham sagte: "Ich will dem Land etwas zurückgeben. Und außerdem sehen diese Offiziere so cool aus."

Die U16-Mannschaft des örtlichen Vereins Moo Pah ("Wildschweine") war am 23. Juni vergangenen Jahres nach dem Training bei einem Ausflug zu einer Höhle von Wassermassen überrascht worden. Erst nach 17 Tagen konnten die Letzten gerettet werden. Bei der Aktion, an der auch viele Taucher aus dem Ausland beteiligt waren, kam der ehemalige Marinetaucher Saman Kunan ums Leben.

Inzwischen war die Höhle schon Ziel von mehr als 1,3 Millionen Touristen. Demnächst kommt in Thailand ein Film ("The Cave") über das Schicksal der Jungen in die Kinos. Der US-Streamingdienst Netflix dreht darüber gerade eine Serie.

Der 15-jährige Adul Sam-On sagte, der getötete Taucher sei "wie ein zweiter Vater für uns alle". Der Jüngste der Gruppe, der zwölfjährige Chanin Vibulrungrueng, sagte: "Mein Leben hat sich sehr verändert. Viele Leute erkennen uns jetzt."

Quelle: n-tv.de, jki/dpa

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