Panorama

Ermittler vermuten Beziehungstat Zwei Tote durch Schüsse in Wiesbaden

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Am Tatort in der Wellritzstraße konnten zwei Menschen nicht mehr gerettet werden.

(Foto: picture alliance/dpa/KEUTZ TV-NEWS)

In Wiesbaden kommen in der Nacht zwei Menschen durch Schüsse ums Leben, eine weitere Frau wird schwer verletzt. Erste Ermittlungen ergeben, dass der Schütze erst seine Frau und danach sich selbst tötete.

In Wiesbaden sind in der Nacht zum Montag ein Mann und eine Frau durch Schüsse tödlich verletzt worden. Eine weitere Frau habe schwere Verletzungen erlitten und werde im Krankenhaus behandelt, sagte ein Polizeisprecher. Es handele sich wohl um eine Tat mit familiärem Hintergrund, die Beteiligten stünden in familiärer Verbindung zueinander.

Die Tat hat sich laut Polizei auf offener Straße im Stadtzentrum Wiesbadens ereignet. Nach bisherigen Erkenntnissen habe ein 56-jähriger Mann vermutlich auf die beiden Frauen geschossen und sich schließlich selbst gerichtet, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Wiesbaden. Bei der Frau, die ihren schweren Verletzungen erlag, handelt es sich den Angaben zufolge um die 49 Jahre alte Ehefrau des Mannes. Beide lebten getrennt. Erst vier Wochen zuvor sei es zur Trennung gekommen.

Kurz vor der Tat seien die beiden Frauen vermutlich gemeinsam in der Wiesbadener Innenstadt unterwegs gewesen und dort auf den Mann getroffen. Dieser habe dann nach bisherigen Ermittlungen die Schüsse abgegeben. Wie viele Schüsse fielen, war in der Nacht noch unklar. Die verletzte Frau habe eine Schusswunde am Kopf erlitten, sei aber außer Lebensgefahr, sagte ein Sprecher der Wiesbadener Polizei. Die Frau sei mit dem Opfer verwandt gewesen.

Ein erster Notruf hatte die Polizei den Angaben zufolge am frühen Morgen gegen 3.45 Uhr erreicht - mit dem Hinweis auf Verfolgungsszenen und Schüsse. Am Tatort in der Wellritzstraße, eine beliebte Einkaufsstraße in der hessischen Landeshauptstadt, hätten Einsatzkräfte dann noch erfolglos versucht, den Mann und die Frau zu reanimieren.

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  • Eine Übersicht über Selbsthilfegruppen zur Depression bieten die örtlichen Kontaktstellen (KISS).

Quelle: ntv.de, ter/dpa

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