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Unesco appelliert und fordert 42.000 Lehrer für Flüchtlingskinder fehlen

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"Alle verlieren, wenn Zuwanderer und Flüchtlinge keinen Zugang zur Bildung haben", erklärte Unesco-Generaldirektorin Audrey Azoulay.

(Foto: picture alliance/dpa)

Integration beginnt früh. Ein Bericht der Unesco lässt daher aufhorchen: Ihm zufolge fehlen hierzulande mehr als 40.000 Lehrer, um Kinder von Flüchtlingen in Schulen zusätzlich zu versorgen.

Die Unesco hat von der internationalen Gemeinschaft deutlich größere Anstrengungen zur Integration von Flüchtlingskindern in Schulen gefordert. Alleine in Deutschland würden rund 42.000 Lehrer zusätzlich benötigt, heißt es in einem Bericht der Kultur- und Bildungsorganisation der Vereinten Nationen.

"Alle verlieren, wenn Zuwanderer und Flüchtlinge keinen Zugang zur Bildung haben", erklärte Unesco-Generaldirektorin Audrey Azoulay. Dem Bericht zufolge ist die Zahl der betroffenen Kinder im schulpflichtigen Alter seit dem Jahr 2000 weltweit um 26 Prozent auf 18 Millionen gestiegen. Sie würden aber häufig nicht ausreichend in das Bildungssystem der Gastländer integriert. Auch an Sprachunterricht mangele es.

In den Ländern der Europäischen Union ist demnach die Wahrscheinlichkeit, dass ein Kind aus einer Flüchtlingsfamilie vorzeitig die Schule abbricht, doppelt so hoch wie bei Kindern von Einheimischen.

Quelle: n-tv.de, bad/AFP

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