Politik

Ermittler fahnden mit Foto Bombenleger von Lyon weiter auf der Flucht

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Das Polizeiaufgebot in Lyon ist groß. Behörden suchen mit einem Fahndungsfoto nach dem Verdächtigen.

(Foto: imago images / PanoramiC)

Nach der Bombenexplosion in Lyon suchen die französischen Behörden weiter nach einem Tatverdächtigen. Zumindest bei den Menschen, die durch den Anschlag verletzt wurden, gibt es positive Nachrichten.

Einen Tag nach dem Bombenanschlag in Lyon ist der mutmaßliche Attentäter weiter auf der Flucht. Das teilte die französische Anti-Terror-Staatsanwaltschaft mit. Auch der Hintergrund der Tat war noch unklar. Es habe sie noch niemand für sich beansprucht, sagte Staatsanwalt Rémy Heitz in einem Statement. Aber allein die Tatsache, dass jemand mitten am Tag in einer belebten Straße eine solche Tat verübe, reiche für Anti-Terror-Ermittlungen aus. Die Staatsanwaltschaft ermittle wegen versuchten Mordes im Zusammenhang mit einem terroristischen Hintergrund.

Am Freitag war es in Lyon zu einer Explosion gekommen, durch die 13 Menschen verletzt wurden. Die Polizei sucht nach einem Verdächtigen, der nach Aufzeichnungen von Überwachungskameras im Zentrum der südostfranzösischen Stadt kurz vor der Detonation einen offenbar mit Schrauben gefüllten Koffer oder Beutel deponiert hatte. In Polizeikreisen hieß es, die Person sei mit einem Fahrrad zum Tatort gekommen und habe ihr Gesicht durch eine Kapuze, eine Sonnenbrille und einen Schal verhüllt. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron sprach von einem "Angriff".

Nach Angaben des Bürgermeisters der französischen Großstadt werden nur noch drei Verletzte in einem Krankenhaus behandelt. Zwei von ihnen hätten leichte Verletzungen, einer etwas schwerere erlitten, sagte das Stadtoberhaupt und ehemaliger französischer Innenminister Gérard Collomb nach einem Besuch in der Klinik dem Fernsehsender BFMTV. Die Menschen hätten bei der Explosion einen Schock erlitten. Sie könnten das Krankenhaus bald verlassen. Collomb zeigte sich angesichts der geringen Zahl an Verletzten erleichtert: "Es hätte schlimmer kommen können."

Quelle: n-tv.de, mba/dpa/rts

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