Politik

Vor G7-Gipfel in Frankreich Drei deutsche Aktivisten müssen in Haft

Im französischen Biarritz beginnt der G7-Gipfel und mit ihm die Proteste dagegen. Die Polizei nimmt dabei drei deutsche Männer fest, denen geplante Gewalttaten vorgeworfen werden. Jetzt müssen sie mehrere Monate in Haft. Zudem kommt es zu Zusammenstößen der Polizei mit G7-Gegnern.

Kurz vor dem G7-Gipfel im französischen Biarritz sind drei junge Deutsche zu Haftstrafen verurteilt worden. Ein Gericht in Bayonne verhängte für die drei Männer im Alter zwischen 18 und 22 Jahren wegen geplanter Gewalttaten zwei bis drei Monate Haft. Vom Vorwurf des Waffenbesitzes wurden sie freigesprochen.

Die drei waren am Mittwoch an einer Autobahn-Mautstelle bei Biarritz festgenommen worden. In ihrem Auto fanden Polizisten eine Tränengasgranate, Sturmhauben, einen Eispickel sowie laut Staatsanwaltschaft Dokumente "der extremen Linken". Den Ermittlern sagten die Deutschen, sie seien nicht auf dem Weg nach Biarritz, sondern zum Campen nach Spanien. Neben der Haftstrafe erließ das Gericht gegen die drei ein fünfjähriges Wiedereinreiseverbot für Frankreich.

Nahe einem Protestcamp von G7-Gegnern kam es derweil zu Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften. Nach Behördenangaben wurden dabei vier Polizisten leicht verletzt. 17 Menschen wurden wegen Verstoßes gegen das Versammlungs- und Vermummungsverbot festgenommen.

Frankreich kündigt 13.000 Sicherheitskräfte an

In dem Dorf Urrugne hatten am Freitagnachmittag mehrere Dutzend Demonstranten versucht, in Richtung der Autobahn zwischen Biarritz und der spanischen Grenze vorzudringen. Sie wurden von Polizisten zurückgedrängt, dabei wurden die Beamten nach Polizeiangaben mit Gegenständen beworfen.

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron empfängt am Samstag die Staats- und Regierungschefs aus den übrigen großen Industrienationen in Biarritz. Globalisierungskritiker, Klimaschützer und andere Aktivisten planen Proteste am Rande des Gipfeltreffens. Die französische Regierung will Chaos-Szenen mit aller Macht verhindern. Sie hat den Einsatz von mehr als 13.000 Sicherheitskräften während des Gipfels angekündigt.

Quelle: n-tv.de, aeh/AFP

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