Politik

Auch Ausländer unter den Opfern Dutzende Tote bei Hotel-Anschlag in Somalia

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In Somalia verübt die Al-Shabaab-Miliz immer wieder Anschläge. (Archivbild).

(Foto: REUTERS)

Während einer Konferenz attackieren islamistische Terroristen ein Hotel in der somalischen Stadt Kismayo und richten ein Blutbad an. Unter den zahlreichen Todesopfern befindet sich auch mindestens ein EU-Bürger.

Bei einem Angriff der Islamisten-Miliz Al-Shabaab auf ein Hotel in Somalia sind den örtlichen Behörden zufolge mindestens 26 Menschen getötet worden. Unter den Todesopfern seien auch zwei US-Bürger, ein Chinese, ein Brite, ein Kanadier, drei Tansanier und drei Kenianer, erklärte der Präsident der teilautonomen Region Jubaland im Süden Somalias. Zudem seien bei dem über mehrere Stunden andauernden Angriff von Islamisten mindestens 56 Menschen verletzt worden.

In der Hafenstadt Kismayo hatten Kämpfer der mit Al-Kaida verbündeten Miliz am Freitagabend ein Hotel gestürmt, in dem Lokalpolitiker über die anstehenden Regionalwahlen berieten. Zunächst habe sich ein Selbstmordattentäter in einem Auto vor dem Hotel in die Luft gesprengt. Danach stürmten andere Angreifer das Hotel. Sicherheitskräfte hätten sich die Nacht hindurch Kämpfe mit ihnen geliefert. Die vier Angreifer seien erschossen worden, sagte ein Polizeivertreter. Er hatte die Zahl der Toten zuvor mit 13 beziffert.

Die Al-Shabaab-Miliz wurde zwar schon vor Jahren aus der Hauptstadt Mogadischu vertrieben. Sie kontrolliert aber noch Teile der Region um Kismayo im Süden Somalias und verübt immer wieder Anschläge auf Sicherheitskräfte und Zivilisten. Die sunnitischen Fundamentalisten kämpfen in dem verarmten Land am Horn von Afrika um die Vorherrschaft. Die US-Streitkräfte und eine Friedenstruppe der Afrikanischen Union (AU) unterstützen die Regierung im Kampf gegen die Gruppe.

Quelle: n-tv.de, jpe/AFP/rts

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