Politik

Rauchsäulen über Stadt zu sehen Explosionen und Brände in Odessa

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Die Metropole ist der größte Hafen der Ukraine und zentral für die Wirtschaft des gesamten Landes.

(Foto: IMAGO/Agencia EFE)

Am Morgen melden Reporter aus der Küstenstadt Odessa mehrere Explosionen. Ob es sich um Beschuss durch russische Kampfflugzeuge oder um Raketen gehandelt hat, ist nicht sofort klar. Der Berater des ukrainischen Innenministers erklärt, einige Raketen seien abgeschossen worden.

Aus der strategisch wichtigen ukrainischen Küstenstadt Odessa sind mehrere Explosionen gemeldet worden. Die Detonationen in der Stadt am Schwarzen Meer im Südwesten des Landes waren am frühen Morgen zu hören, wie ein AFP-Reporter berichtete. Zudem waren mindestens drei schwarze Rauchsäulen und Flammen, vermutlich über einem Industriegebiet, zu sehen.

Die Metropole ist der größte Hafen der Ukraine und zentral für die Wirtschaft des gesamten Landes. Es war nicht sofort klar, ob es sich um Beschuss durch russische Kampfflugzeuge oder um andere Raketen handelte. "Odessa wurde aus der Luft angegriffen", erklärte der Berater des ukrainischen Innenministers, Anton Heraschtschenko. "In einigen Gebieten wurden Brände gemeldet. Ein Teil der Raketen wurde von der Luftabwehr abgeschossen. Es wird empfohlen, die Fenster zu schließen".

Das Verteidigungsministerium in Moskau teilte mit, dass von Schiffen und Flugzeugen aus Raketen auf eine Ölraffinerie und drei Treibstofflager abgefeuert worden seien. Nach russischen Angaben wurden in der Nacht zum Sonntag in der Ukraine insgesamt 51 Militäreinrichtungen getroffen, darunter vier Kommandoposten und zwei Raketenabwehrsysteme. Diese Angaben ließen sich von unabhängiger Seite nicht überprüfen.

Am Samstag hatte die ukrainische Armee nach eigenen Angaben nach wochenlangen Kämpfen die Region um die Hauptstadt Kiew und weitere Gebiete im Norden wieder vollständig unter ihre Kontrolle gebracht. Die Militärführung ging davon aus, dass sich die russischen Truppen in der Folge mehr auf den Süden und Osten des Landes konzentrieren würden.

Von der Krimhalbinsel ostwärts bis zur russischen Grenze kontrolliert Russland bereits die gesamte ukrainische Küste am Asowschen Meer, bis auf die Hafenstadt Mariupol. Westlich der Krim war Cherson zunächst eingenommen worden, wird aber wieder umkämpft. Auch die Stadt Mykolajiw stand einem Angriff auf die Metropole Odessa auf dem Landweg weiter im Weg. Seit dem Beginn des russischen Einmarschs in das Nachbarland am 24. Februar wurden nach ukrainischen Schätzungen über 20.000 Menschen getötet. Fast 4,14 Millionen Menschen flohen nach UN-Angaben vor den Kämpfen in der Ukraine ins Ausland.

Quelle: ntv.de, jki/AFP

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