Politik

"Freiheitspreis der Medien 2021" Kurz wird für Bemühungen um Verständigung geehrt

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Sebastian Kurz wird beim Ludwig-Erhard-Gipfel ausgezeichnet.

Als Österreichs Integrationsminister tritt er für Pluralität ein. In seiner Funktion als Außenminister ist er auf europäischer Ebene um Ausgleich bemüht, als Kanzler führt er lange verfeindete Lager zusammen. Nun wird Sebastian Kurz als "Brückenbauer Europas und Kommunikator der Freiheit" ausgezeichnet.

Österreichs Kanzler Sebastian Kurz wird mit dem "Freiheitspreis der Medien" ausgezeichnet. Die Ehrung wird dem 34-Jährigen bei einem Festakt während des Ludwig-Erhard-Gipfels am 11. Mai überreicht. Kurz habe sich "in seiner politischen Laufbahn immer wieder als Brückenbauer erwiesen", hießt es in der Begründung der Jury. Innenpolitisch habe er "lange verfeindete politische Lager in unterschiedlichen Regierungskoalitionen demokratisch konstruktiv" eingebunden. Als "außergewöhnlichem Kommunikator" gelinge es Kurz, "Dialoge offen zu halten, Ausgrenzungen zu vermeiden und selbst in Krisensituationen wie Terrorattacken oder der Pandemie offen zu kommunizieren und die versöhnenden Kräfte der Gesellschaft zu stärken". Die Laudatio wird Griechenlands Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis halten.

"Mit Sebastian Kurz würdigen wir einen Brückenbauer Europas und Kommunikator der Freiheit", sagten die Verleger Christiane Goetz-Weimer und Wolfram Weimer der Weimer Media Group. Als einer der jüngsten Spitzenpolitiker Europas stelle sich Kurz "klar gegen die Verächter von Demokratie und Pluralität", begründet die Jury ihr Votum weiter. Bereits als Integrationsminister habe er sich für eine ausgleichende Migrationspolitik eingesetzt und den Österreichischen Integrationsfonds gegründet. In seinem späteren Amt als Außenminister suchte er als engagierter Europapolitiker "einen Ausgleich der zunehmenden Spannungen innerhalb der Europäischen Union". Dabei agierte er als Versöhner unterschiedlicher Interessen und weltpolitischer Anschauungen. Kurz habe sich als "offener Mittler, dem ein geeintes Europa nicht nur Vision, sondern gelebte Realität sein soll", erwiesen.

Mit dem Preis waren in den vergangenen Jahren unter anderen der frühere sowjetische Staatschef Michail Gorbatschow, Bundesbank-Chef Jens Weidmann, der frühere EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker und Fürst Albert II. von Monaco geehrt worden. Der "Freiheitspreis der Medien" wird an Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens verliehen, die sich in besonderer Weise für die freie Meinungsäußerung, das gesellschaftliche Miteinander, den politischen Dialog und die Demokratie einsetzen.

Der Ludwig-Erhard-Gipfel zählt zu den wichtigsten Meinungsführertreffen Deutschlands. Unter dem Motto "Der Aufschwung-Gipfel - Wie wir jetzt mit Sozialer Marktwirtschaft aus der Krise kommen" diskutieren im Mai internationale Redner Themen der Zeit. Eröffnet wird der zweitägige Gipfel in diesem Jahr von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder.

Als Redner werden unter anderen Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer, SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil, Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus und FDP-Chef Christian Lindner erwartet. Zudem kommen Grünen-Fraktionsvorsitzende Katrin Göring-Eckardt, SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach, die Wirtschaftsweise Monika Schnitzer sowie die Präsidentin des Verbandes der Automobilindustrie, Hildegard Müller und der Aufsichtsratsvorsitzende von Continental und Chairman von Linde, Wolfgang Reitzle.

Der diesjährige Ludwig-Erhard-Gipfel der Weimar Media Group findet pandemiebedingt am 11. und 12. Mai als Fernseh- und Streamingformat statt. Der Nachrichtensender ntv ist Medienpartner und begleitet den Gipfel umfassend. Weitere Partner sind unter anderen die Mediengruppe RTL Deutschland, Focus Online und Finanzen100.

Quelle: ntv.de, jwu

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