Politik

Ende Juni ist Schluss Nordirlands Regierungschefin tritt zurück

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Arlene Foster zieht Konsequenzen.

(Foto: imago images/Xinhua)

Die Regionalregierungschefin Nordirlands, Arlene Foster, steht wegen ihrer Rolle beim Brexit-Austritt in der Kritik – sogar innerhalb ihrer eigenen Partei. Nun gibt die 50-Jährige bekannt, nicht nur dieses Amt niederlegen zu wollen, sondern auch das als Vorsitzende der DUP.

Die Regierungschefin von Nordirland, Arlene Foster, tritt zurück. Sie werde auch den Vorsitz ihrer Partei DUP abgeben, teilte Foster in einer von ihrer Partei verbreiteten Erklärung mit. Foster sah sich mit einem Aufstand in ihrer Partei wegen der Folgen des Brexits für Nordirland konfrontiert.

Die 50-Jährige kündigte an, dass sie den Parteivorsitz Ende Mai und ihr Amt als Chefin der Regionalregierung Ende Juni abgeben werde. Foster und ihr pro-britische Unionisten-Partei hatten bei den Brexit-Verhandlungen zum Austritt Großbritanniens aus der EU eine Schlüsselrolle gespielt.

Zuletzt war der Unmut in Teilen der nordirischen Bevölkerung über die Regelungen rund um den EU-Austritt aber so groß, dass es wiederholt zu gewalttätigen Ausschreitungen kam. Die Unionisten lehnen die Vereinbarung zwischen London und Brüssel ab, wonach aus Großbritannien nach Nordirland eingeführte Waren kontrolliert werden müssen.

Die Regelung soll verhindern, dass es zwischen Nordirland und der zur EU gehörenden Republik Irland wieder eine geschlossene Grenze gibt, da dies das Karfreitagsabkommen in Gefahr bringen würde. Dieses war 1998 geschlossen worden, um den jahrzehntelangen gewaltsamen Konflikt zwischen pro-britischen Protestanten und den nach Unabhängigkeit von London strebenden Katholiken zu beenden.

Quelle: ntv.de, nan/AFP

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