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Ölanlagen angegriffen Saudi-Arabien meldet Drohnen-Attacken

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(Foto: Videos obtained by Reuters)

Am Morgen brechen in zwei saudi-arabischen Ölanlagen Feuer aus. Das Land geht davon aus, dass sie mit Drohnen angegriffen wurden. Wer dafür verantwortlich ist, bleibt unklar.

In Saudi-Arabien brennen nach Angaben von Staatsmedien zwei Öl-Anlagen nach einer Drohnenattacke. Die Feuer seien in den Einrichtungen des Staatskonzerns Aramco in Abkaik und Churais am frühen Morgen ausgebrochen, meldete die saudiarabische Nachrichtenagentur SPA unter Berufung auf das Innenministerium in Riad. Inzwischen seien die Brände unter Kontrolle. Zu den mutmaßlichen Anschlägen im Osten des Königreichs bekannten sich die schiitischen Huthi-Rebellen aus dem Nachbarland Jemen.

Zum Umfang der Schäden wurde nichts mitgeteilt, auch nicht, ob es möglicherweise Opfer gegeben hat. Von Saudi Aramco war keine Stellungnahme zu erhalten. Der weltgrößte Ölkonzern bereitet derzeit seinen Börsengang vor.

Immer wieder Attacken

In den vergangenen Monaten hatten die schiitische Huthi-Rebellen aus dem Nachbarland Jemen, die von Riads Erzfeind Iran unterstützt werden, mehrfach Ziele in Saudi-Arabien bombardiert. In einer Erklärung des Huthi-Fernsehsenders al-Massirah wurde über "eine große Operation gegen Raffinerien in Abkaik und Churais" gesprochen.

Im August reklamierten sie einen Drohnen-Angriff auf ein Ölfeld im Osten Saudi-Arabiens für sich. Bereits Mitte Mai hatten die Huthis nach eigenen Angaben zwei Ölpumpstationen in der Nähe von Riad mit Drohnen attackiert. Aramco setzte daraufhin aus Sicherheitsgründen vorübergehend den Betrieb seiner Ost-West-Pipeline aus. Die Drohnen-Angriffe erfolgten zwei Tage nach Sabotageakten gegen zwei Öltanker aus Saudi-Arabien. Die Vorfälle verschärften die Spannungen in der Golfregion.

Die Huthis bezeichneten ihre Angriffe als Vergeltung für den von Riad angeführten Militäreinsatz im Jemen. Dort herrscht seit 2015 Krieg zwischen den von Saudi-Arabien, den Vereinigten Arabischen Emiraten und anderen arabischen Staaten unterstützten Truppen von Präsident Abd Rabbo Mansur Hadi und den Huthi-Rebellen, hinter denen der Iran steht.

Quelle: n-tv.de, sba/AFP

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