Politik

"Nur der Beginn unseres Kampfes" Trump verspricht "geordnete Amtsübergabe"

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Donald Trump sieht die "größte erste Amtszeit in der Geschichte des Präsidenten" enden.

(Foto: imago images/UPI Photo)

Der US-Kongress bestätigt Joe Biden als neuen US-Präsidenten. Donald Trump akzeptiert die Entscheidung und sichert eine "geordnete Amtsübergabe" zu. Das Wahlergebnis will er allerdings weiterhin nicht akzeptieren und gibt sich kämpferisch.

Der abgewählte US-Präsident Donald Trump hat Wahlsieger Joe Biden eine "geordnete Amtsübergabe" zugesagt. In einem offiziellen Statement erkannte er die Bestätigung Bidens im US-Kongress an, mit dem Wahlergebnis sei er aber weiterhin nicht einverstanden. "Selbst wenn ich mit dem Ergebnis der Wahl absolut nicht übereinstimme und die Fakten mich bestätigen, wird es trotzdem am 20. Januar eine geordnete Amtsübergabe geben", so Trump. Da Trumps Twitter-Konten nach dem Sturm auf den Kongress lahmgelegt wurden, verbreitete Vize-Stabschef Dan Scavino die Mitteilung.

Trump sagte, dass die Entscheidung "das Ende der größten ersten Amtszeit in der Geschichte des Präsidenten" darstelle. "Ich habe immer gesagt, wir würden unseren Kampf fortsetzen, um sicherzustellen, dass nur legale Stimmen gezählt werden", heißt es in dem Statement weiter. "Es ist nur der Beginn unseres Kampfes, Amerika wieder großartig zu machen."

Der Kongress hatte zuvor die Wahl Bidens zum nächsten Präsidenten der Vereinigten Staaten bestätigt. Vize-Präsident Mike Pence erklärte, dass der Kongress Biden als Sieger der Präsidentenwahl bestätigt hat. Damit ist der Weg zur Amtseinführung am 20. Januar frei.

Die Abstimmung war begleitet von beispiellosen Ausschreitungen. Proteste von Anhängern des scheidenden US-Präsidenten Trump gegen Bidens Wahlsieg waren in einen Sturm auf das Parlament eskaliert. Scharenweise durchbrachen Trump-Anhänger am Mittwoch Polizeiabsperrungen und drangen in das Kapitol ein, während dort die Senatoren und Abgeordneten dabei waren, Bidens Sieg formell zu bestätigen. Die Sitzungssäle mussten evakuiert werden. Beamte zückten ihre Waffen und setzten Tränengas ein. Vier Menschen kamen im Zuge der Proteste ums Leben, mehr als 50 wurden festgenommen.

Biden hatte im November die Wahl gegen Trump mit einem Vorsprung von rund sieben Millionen Stimmen gewonnen. Zahlreiche Versuche Trumps, vor Gericht die Ergebnisse in mehreren Bundesstaaten anzufechten, scheiterten.

Quelle: ntv.de, mba/rts