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Mecklenburg-Vorpommern Bündnisse rufen zur Demo gegen AfD-Flügeltreffen in Binz auf

Protest gegen die AfD in Binz. Foto: Stefan Sauer/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

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Binz (dpa/mv) - Gegen ein Treffen des rechtsnationalen Flügels der AfD im Ostseebad Binz auf Rügen wollen am heutigen Samstag zwei Bündnisse gegen Rechts sowie evangelische Kirchgemeinden der Region protestieren. Mehrere hundert Teilnehmer werden erwartet. Die AfD-Politiker tagen hinter verschlossenen Türen.

Das Bündnis "Rügen für alle - gemeinsam gegen rechts" ruft zu einem bunten "GeFlügelfest" statt "braunem AFD-Flügeltreffen" auf. Nach Angaben der Polizei sind 300 bis 500 Teilnehmer angemeldet. Das Bündnis "Greifswald für alle" will mit 30 Anhängern dazukommen. Der Pommersche Evangelische Kirchenkreis kündigte zudem zahlreiche Bläser an, die die Aktionen musikalisch begleiten wollen.

Geplant sind eine Demonstration durch Binz und zwei Kundgebungen nahe des Arkona Strandhotels mit Musik, Statements und vielem, was ein buntes und nicht hasserfülltes Leben zu bieten habe, teilte das Bündnis "Rügen für alle" mit. Für das Bündnis, dem Einzelpersonen und Gruppen sowie Vertreter von Grünen, Linken und SPD angehören, steht das "Königsstuhltreffen" der AfD für die Verbreitung von Hass und Hetze, für die Verherrlichung des Nationalsozialismus, die Leugnung des Holocausts und den Aufruf zur Radikalisierung.

Pastoren des Rügener Pfarrkonvents verfassten eine gemeinsame Erklärung. Die Kirche stehe an der Seite derjenigen, die sich für den Erhalt der freiheitlichen und solidarischen Gesellschaft engagieren, sagte die Stralsunder Pröpstin Helga Ruch. "Wenn Menschenfeinde unsere Freiheit bedrohen (...), werden wir Christen nicht still sein."

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