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Sachsen Umweltministerium prüft Einsatz von Carbonbeton

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Dresden (dpa/sn) - Das Umweltministerium prüft, bei eigenen Bauvorhaben künftig Carbonbeton zu verwenden. Der Vorteil sei ein wesentlich geringerer Materialeinsatz von Sand und Zement, da im Vergleich zur üblichen Stahlbetonbauweise bis zu 80 Prozent weniger Beton nötig seien, sagte Umweltminister Thomas Schmidt am Freitag bei einem Forum zum weltweit größten Bauforschungsprojekt in Dresden. Damit könne der CO2-Ausstoß um bis zur Hälfte gesenkt werden. Das Ministerium unterstützt die von der TU Dresden initiierten Forschungen zu dem innovativen Material, weil sie einen Beitrag Ressourcenschonung leisten.

Nach Ministeriumsangaben werden weltweit pro Jahr etwa 1,6 Milliarden Tonnen Zement, zehn Milliarden Tonnen Sand und Kies und eine Milliarde Liter Wasser im Betonbau verwendet. Allein aus der Zementherstellung resultierten etwa fünf Prozent der weltweiten CO2-Emission. Der auf Kohlenstofffasern, die dünner als ein menschliches Haar sind, basierende Carbonbeton trage somit zum Klimaschutz bei, ermögliche aber auch Konstruktionsdicken von nur einem Zentimeter. Das Material eigne sich für die Instandsetzung von Bauwerken, auch Neubauten entstünden wirtschaftlicher, umweltschonender und filigraner.

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