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Thüringen DLRG: Ein Ertrunkener in Thüringen seit Jahresbeginn

Ein Blaulicht leuchtet auf dem Dach eines Polizeiwagens. Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/ZB/Symbolbild

(Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/ZB/Symbolbild)

Erfurt/Berlin (dpa/th) - Mindestens ein Mensch ist in Thüringen seit Jahresbeginn ertrunken. Das war auch in den ersten sieben Monaten des vergangenen Jahres so, wie aus einer am Donnerstag veröffentlichten Zwischenbilanz der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) hervorgeht.

Im Juni ertrank laut Polizei ein fünfjähriger Junge im heimischen Pool in Donndorf (Kyffhäuserkreis). Trotz sofortiger Reanimierungsversuche und dem Einsatz eines Rettungshubschraubers starb das Kind im Krankenhaus. Im Juli trieb ein 54 Jahre alter Urlauber aus Thüringen beim Baden in der Ostsee vor Rügen ab und kam dabei ums Leben. An der Nordspitze der Insel bilden sich häufig gefährliche Strömungen.

Deutschlandweit gingen die Zahlen leicht zurück: Ertranken 2020 bis Ende Juli noch 188 Menschen, waren es in diesem Jahr im gleichen Zeitraum 184. Die in den westdeutschen Hochwassergebieten Ertrunkenen sind allerdings nicht Teil der aktuellen Zwischenbilanz, da der DLRG dazu bisher noch keine Daten vorlagen.

"Die Zahl der Ertrunkenen ist zumeist sehr wetterabhängig. Das spiegelt sich in den erfassten Zahlen besonders mit Blick auf den Sommer wider", erklärte DLRG-Präsident Achim Haag in Bezug auf die deutschlandweiten Zahlen. Demnach seien im Juni und Juli vergangenen Jahres mindestens 95, in diesem Jahr mindestens 116 Menschen ertrunken. Laut DLRG sind das rund zwei Drittel aller bisherigen Ertrinkungsfälle des Jahres.

Nach DLRG-Angaben starben mehr als 75 Prozent der Ertrunkenen in Seen und Flüssen. Dort seien in den wenigsten Fällen Rettungsschwimmer im Einsatz. Als Hauptgründe für das Ertrinken führt die DLRG das Baden an unbewachten Abschnitten, Leichtsinn, Selbstüberschätzung und den Einfluss von Alkohol an.

Früheren DLRG-Angaben zufolge sind in Thüringen im vergangenen Jahr fünf Menschen ertrunken - und im Jahr 2019 neun Menschen.

© dpa-infocom, dpa:210805-99-720849/4

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