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Thüringen Trauergottesdienst für frühere Landtagspräsidentin

Bodo Ramelow (Linke), Thüringens Ministerpräsident, nimmt beim Trauergottesdienst in der St. Jakobuskirche Abschied von Dagmar Schipanski, die am 7.September 2022 verstorben ist.

(Foto: Michael Reichel/dpa)

Ilmenau (dpa/th) - Bei einem Trauergottesdienst in Ilmenau haben am Samstag knapp 400 Menschen von der gestorbenen früheren Thüringer Landtagspräsidentin und Ministerin Dagmar Schipanski Abschied genommen. An dem Gottesdienst nahmen auch zahlreiche aktive und frühere Politiker sowie Persönlichkeiten aus Wissenschaft und Gesellschaft teil, wie ihr Sohn Tankred Schipanski mitteilte. Die frühere CDU-Politikerin war am 7. September im Alter von 79 Jahren nach kurzer, schwerer Krankheit in Ilmenau gestorben. Die Urnenbeisetzung soll im engsten Familienkreis folgen.

Thüringens langjähriger Regierungschef Bernhard Vogel (CDU), der sie beim Einstieg in die Politik gefördert hatte, würdigte in einer Rede die Verdienste der Verstorbenen. Unter den Trauergästen waren unter anderem auch Ministerpräsident Bodo Ramelow und Landtagspräsidentin Birgit Pommer (beide Linke) und der frühere Bundespräsident Horst Köhler.

Die promovierte Physikerin und gebürtige Thüringerin hatte 1999 für das Bundespräsidentenamt kandidiert, war aber dem späteren Amtsinhaber Johannes Rau (SPD) unterlegen. Sie war Abgeordnete, Wissenschaftsministerin und Landtagspräsidentin in Erfurt. Als erste Frau hatte sie zuvor an der Spitze des Wissenschaftsrates der Bundesrepublik und Rektorin einer Technischen Universität gestanden. Schipanski gehörte viele Jahre dem Bundespräsidium und bis 2022 dem Bundesvorstand der CDU an. Von 2000 bis 2009 war sie zudem Präsidentin der Deutschen Krebshilfe.

Ramelow hatte im Gedenken an die Politikerin für Samstag Trauerbeflaggung auf öffentlichen Dienstgebäuden des Freistaats angeordnet. Am 5. Oktober ist im Thüringer Landtag eine Trauerfeier für dessen frühere Präsidentin geplant.

Quelle: dpa

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