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Kampf um Abfahrts-Kugel hält anAicher robbt sich auch ohne Sieg an Vonns Weltcup-Führung ran

27.02.2026, 13:05 Uhr
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Verpasste das Podest in Soldeu zwar knapp, kämpft aber weiter um den Abfahrtsweltcup: Emma Aicher. (Foto: IMAGO/GEPA pictures)

Nur wenige Tage nach den Olympischen Spielen in Italien geht es für die Skirennfahrerinnen schon wieder auf die Piste. Beim Weltcup in der Abfahrt kämpfen Emma Aicher und Co. um wichtige Punkte. Die deutschen Athletinnen fahren zwar am Podest vorbei, die Weltcup-Wertung bleibt dennoch umkämpft.

Die Olympischen Spiele sind erst ein paar Tage vorbei und schon duellieren sich die besten Skirennfahrerinnen um wichtige Weltcuppunkte. Für die beiden DSV-Starterinnen Emma Aicher und Kira Weidle-Winkelmann wurde es statt des erhofften Podests am Ende der vierte und elfte Rang. Aicher hatte nach einer soliden Fahrt 53 Hundertstelsekunden-Rückstand auf Siegerin Corinne Suter. Etwas schlechter lief es für die zweite Deutsche, die 1,43 Sekunden langsamer war als die Siegerin und die Top Ten verpasste.

Dass diese Abfahrt für die junge Aicher Neuland war, wollte die Olympia-Zweite nicht als Ausrede für die paar Wackler gelten lassen. "Am Renntag spielt's keine Rolle, wie oft man schon hier war oder runtergefahren ist", sagte sie und betonte: "Ich hatte meine zwei Trainings." Eine sichtlich enttäuschte Weidle-Winkelmann meinte knapp: "Ich habe heute nichts zu sagen".

Aicher in Soldeu erneut beste Deutsche

Siegerin wurde die Schweizerin Suter, die die Abfahrt knapp vor Nina Ortlieb (+0.11s) aus Österreich und der Italienerin Sofia Goggia (+0.24s) gewann. Es war der erste Saisonsieg der 31-Jährigen. Die Abfahrts-Olympiasiegerin von 2022 aus Peking setzte die beste Zeit des Tages bereits als vierte Läuferin, keine der darauffolgenden Athletinnen war in Andorra schneller. Auch nicht das deutsche Duo, das zuletzt bei der Olympia-Premiere der Team-Kombination die Silbermedaille gewann.

Drei Abfahrten vor dem Ende des Weltcup-Winters liegt die 22-jährige Aicher in der Abfahrtswertung auf einem starken zweiten Platz hinter Lindsey Vonn. Die US-Amerikanerin hatte sich bei Olympia allerdings schwer verletzt, zwischendurch drohte sogar eine Amputation ihres Beines. Durch den vierten Platz sammelte Aicher 50 Punkte (306) und rückte auf unter 100 Punkte auf Vonn (400) heran. Weidle-Winkelmann (256) behauptete trotz des elften Platzes ihren dritten Rang hinter Vonn und Aicher.

Über den möglichen Gesamtsieg in der Königsdisziplin, meinte Aicher trocken, "werde ich überhaupt nicht nachdenken, weil es bis nach dem letzten Rennen egal ist. Ich muss mich auf meins fokussieren und mein Skifahren gut machen, sonst gibt es eh keine Möglichkeit." Das nächste Abfahrtsrennen findet am 7. März im italienischen Val di Fassa statt.

Quelle: ntv.de, jbä

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