Wenig Aussicht auf Erfolg

Berlin will Olympia-Bewerbung zurückziehen

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Berlins Bewerbungsunterlagen bekamen bereits ein eher maues Zeugnis. (Foto: picture alliance / robertharding)
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23.09.2026 | 15:46 Uhr
Das deutsche Bewerberfeld für die Olympischen Spiele schrumpft. Wenig überraschend zieht sich die Hauptstadt zurück. Nachdem schon die Bewerbung schlechte Noten bekommen hat, dürfte der Wahlsieg der Linken dem Projekt endgültig den Stecker gezogen haben.

Berlin zieht sich offenbar aus dem Rennen um die Vergabe der Olympischen Spiele zurück. Noch vor der Vergabeentscheidung will die Hauptstadt ihre Bewerbung zurücknehmen. Zuvor hatten der Olympia-Beauftragte Kaweh Niroomand zusammen mit dem Regierenden Bürgermeister Kai Wegner und Sportsenatorin Iris Spranger beraten. Für Donnerstagvormittag ist eine Pressekonferenz "zur Bewerbung Berlins für Olympische und Paralympische Spiele" anberaumt.

Berlin hatte sich zusammen mit Brandenburg, Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern neben München und der Rhein-Ruhr-Region um den Zuschlag für die Bewerbung der Spiele 2036, 2040 oder 2044 beworben. Der DOSB wird seine Entscheidung bei der Mitgliederversammlung am Samstag in Baden-Baden bekanntgeben. Berlin gilt inzwischen als krasser Außenseiter. Auch, weil die DOSB-Prüfer den anderen Bewerbern ein besseres Zeugnis ausstellten.

Hinzu kommt, dass der schwarz-rote Senat, der die Pläne vorangetrieben hatte, abgewählt wurde. Die Linke als Gewinnerin der Abgeordnetenhauswahl will das Thema Olympia nicht weiter verfolgen und hatte bereits im Wahlkampf ihre Ablehnung zum Programm gemacht. Spitzenkandidatin Elif Eralp hatte nach der Wahl zum Thema Olympische Spiele gesagt, "dass sich die Entscheidung erledigt hat". Ihrer Meinung nach hätten die Berliner bei der Wahl auch gegen Olympia gestimmt. Auch die Grünen, die voraussichtlich Teil einer Regierung werden, lehnen die Pläne ab. Beide Parteien argumentieren, dass Berlin das Geld an anderen Stellen dringender brauche.

Eralps Aussagen sorgten unter den Olympia-Befürwortern für großen Ärger. Niroomand warf der Politikerin vor, dass sie "innerhalb von 45 Sekunden die ganze Bewerbung vom Tisch gewischt hat, dadurch eine enorme Verunsicherung unter die Verbände gebracht hat, damit auch absolut unsere Chancen richtig verringert hat". Auch ein Gesprächsangebot habe sie abgelehnt. 

Verwendete Quellen: ntv.de, jwu