"Es ist unglaublich schwer"Deutscher Tennisprofi verzweifelt fast an der Gluthitze der French Open

Fast zur gleichen Zeit beenden zwei deutsche Tennisspielerinnen ihre Erstrundenpartien bei den French Open in Paris - mit unterschiedlichem Ausgang. Die Hitze stellt die Profis vor große Herausforderungen.
Tennisspielerin Eva Lys hat zum zweiten Mal in ihrer Karriere die zweite Runde bei den French Open erreicht. Die 24-Jährige setzte sich in ihrem Auftaktmatch in Paris gegen die Kroatin Petra Marcinko mit 6:3, 6:0 durch. Ihre nächste Gegnerin ist die an Nummer 18 gesetzte Rumänin Sorana Cirstea.
Für Tatjana Maria kam dagegen beim zwölften Start in Roland Garros zum zehnten Mal das Aus in der ersten Runde. Die 38-Jährige musste sich der favorisierten Belgierin Elise Mertens mit 5:7, 0:6 geschlagen geben.
Fast mehr noch als mit ihrer Gegnerin hatte Lys mit der Hitze zu kämpfen. "Es ist unglaublich schwer. Ich glaube, alles, was man trinkt, schwitzt man wieder aus", sagte die Hamburgerin: "Ich habe mir im Kopf immer gesagt: Du wirst nicht diejenige sein, die wegkippt. Aber von rechts nach links laufen - man schwitzt sich da einen ab, der Schläger bleibt nicht in der Hand. Es ist auf jeden Fall nicht einfach."
Für Lys war es der vierte Sieg im zwölften Match in diesem Jahr. Sie hatte sich in ihrem ersten Auftritt Anfang Januar eine Knieverletzung zugezogen. Eine wochenlange Zwangspause nach den Australian Open und anschließende Probleme mit dem Spielrhythmus waren die Folge. Lys war in der Weltrangliste zuletzt auf Rang 81 abgerutscht. Der Sieg beim Grand-Slam-Auftakt ist für sie umso mehr ein wichtiges Erfolgserlebnis.
Bei ihrem Erstrundensieg in Paris zeigte sich die Australian-Open-Achtelfinalistin des Vorjahres vor allem im Returnspiel bei Marcinkos Aufschlag stark. Bei ihrem eigenen Service wackelte Lys im ersten Satz, steigerte sich aber in Durchgang zwei. Außerdem profitierte die Deutsche von vielen Fehlern ihrer Gegnerin.