Sport

Reaktionen auf Winklers Tod "Ein großer Verlust für den Springsport"

"Danke": Springreit-Legende Hans Günter Winkler war bis zu seinem Tod "interessiert an den Entwicklungen des deutschen Springsports".

(Foto: picture alliance / dpa)

Hans Günter Winkler hatte keine Angst vor dem Tod. "Ich hatte meine Zeit, es war meine Zeit, und es war eine wunderbare Zeit. Der liebe Gott war gut mit mir", war bis zuletzt das Credo des erfolgreichsten Springreiters aller Zeiten.

"Mit Bestürzung" hat Präsident Alfons Hörmann vom Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) die Nachricht vom Tod des deutschen Reiter-Idols Hans Günter Winkler aufgenommen. "Mit seiner Wunderstute Halla bildete er ein unvergleichliches Team, das eindrucksvoll demonstriert hat, was Mensch und Tier gemeinsam im Sport zu leisten in der Lage sind", erinnerte Hörmann an Winklers legendären Ritt auf Halla zu Olympia-Gold 1956 in Stockholm.

Winkler war in der Nacht zum Montag im Alter von 91 Jahren nach einem Herzstillstand gestorben. Durch seine fünf goldenen und zwei weiteren Medaillen ist der zweimalige Weltmeister aus Wuppertal der erfolgreichste Springreiter in der Olympia-Geschichte. Präsident Breido Graf zu Rantzau von der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) würdigte "HGW", wie Winkler oft genannt wurde, als "großen Sportler". Winkler habe "auch nach seiner aktiven Zeit unendlich viel für unseren Sport, besonders für den Reiter-Nachwuchs getan". Der Reitsport verliere "einen Mann, der mit großer Disziplin und Leidenschaft sein Leben gemeistert hat". Rantzaus Erinnerungen seien "untrennbar damit verknüpft, dass er und seine Mannschaftskameraden Fritz Thiedemann, Alfons Lütke-Westhues und Alwin Schockemöhle den Reitspor durch ihre Olympia-Siege in der Nachkriegszeit wieder an die Weltspitze geführt haben."

Otto Becker, Bundestrainer im Springreiten, sprach von einem "großen Verlust" für den deutschen Springsport. "Seine Erfolge sprechen für sich. Er hat sich stets unglaublich für seinen geliebten Sport eingesetzt, sei es während seiner aktiven Karriere oder danach. Seine beiden Nachwuchsserien haben den Sport sehr vorangebracht. Er hat mich damals darin bestärkt, die Funktion des Bundestrainers zu übernehmen und war für mich immer ein wichtiger Ansprechpartner. Er war ja auch bis zum Schluss immer voll im Thema und interessiert an der Entwicklung des deutschen Springsports."

Auch Ludger Beerbaum, der ihm mit vierfachem Olympischem Gold am nächsten kam, trauert: "Er war eine große Reitsportpersönlichkeit, die den Pferdesport mitgeprägt hat. Bis ins hohe Alter haben wir Pferdegeschäfte miteinander gemacht und ich kann verraten: Es war nicht einfach, mit ihm zu feilschen." Carl Meulenbergh, der Präsident des CHIO-Veranstalters Aachen-Laurensberger Rennverein, sagte: "Es ist eine Ehre, diesen großartigen Sportsmann gekannt zu haben. Wie kein Zweiter hat Hans Günter Winkler für Erfolg als Ergebnis von Wille, Leidenschaft und Einsatzbereitschaft gestanden. Mit ihm haben wir nicht nur eine Legende und den prominentesten Botschafter unseres Sports verloren, sondern auch einen großen Freund des Aachener Turniers."

Quelle: ntv.de, psa/sid

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