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"Es klingt schlimm"Ex-Darts-Weltmeister erhält Krebs-Diagnose

07.05.2026, 15:11 Uhr
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Mark Webster ist inzwischen als Darts-Experte tätig. (Foto: IMAGO/Action Plus)

Eine seltene Form von Krebs bremst den früheren Darts-Weltmeister Mark Webster aus. Der Waliser lässt seinen Job als Experte seit Monaten ruhen, nun erklärt er erstmals warum.

Der frühere Darts-Weltmeister Mark Webster ist an einer seltenen Form von Krebs erkrankt. Dies sagte der 42 Jahre alte Waliser in einem Interview auf dem YouTube-Kanal von Darts World. Im Januar dieses Jahres sei bei dem früheren Weltklassespieler eine Haarzellleukämie diagnostiziert worden. Webster unterzieht sich deshalb einer Chemotherapie.

"Es klingt schlimm, wenn man Leukämie sagt, aber die Prognose ist gut, 95 Prozent der Fälle werden erfolgreich behandelt", sagte Webster, der nach seinem Karriereende im Jahr 2019 zum TV-Experten wurde und zahlreiche Darts-Turniere für den Sender Sky Sports begleitet.

Seit Februar lässt er sämtliche Aktivitäten ruhen. Lange hatte er nicht über seine Diagnose gesprochen, "weil ich davon ausging, viel früher zurück zu sein". Allerdings verlaufe seine Genesung nicht wie erhofft. "Meine weißen Blutkörperchen erholen sich noch nicht richtig, daher ist mein Immunsystem momentan nicht gut, weshalb ich noch nicht zurück zur Arbeit kann. Es ist nicht das Worst-Case-Szenario, aber es ist frustrierend. Ich komme aber zurecht und gehe gut damit um."

Webster hofft, schon bald ans Mikrofon zurückkehren zu können. "Ich fühle mich gut und würde gerne wieder arbeiten, aber meinem medizinischen Team gefällt die Umgebung, in der ich arbeite, nicht", sagte Webster. Vor der Diagnose habe er sich "erschöpft" gefühlt und sei "sehr müde geworden", berichtete Webster.

Im Jahr 2008 hatte er beim inzwischen insolventen Verband BDO den WM-Titel gewonnen. Bei der PDC, die heute für alle bedeutenden Darts-Turniere verantwortlich ist, erreichte er 2010 das Halbfinale, das er mit 0:6 gegen Rekord-Champion Phil Taylor aus England verlor. Mit Blick auf seine Diagnose ist Webster zuversichtlich. "Im Moment heißt es: Anweisungen befolgen und Geduld haben. Es ist frustrierend, weil ich gerne beschäftigt bin, aber hoffentlich dauert es nicht mehr lange", sagte Webster.

Quelle: ntv.de, ara/dpa/sid

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