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Großes Tennis in Stuttgart "Fertige" Görges scheitert, Siegemund strahlt

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Julia Görges fand nie zu ihrem Spiel - und schied verdient aus.

(Foto: imago/Michael Weber)

Nach dem bitteren Halbfinal-Aus im Fed Cup will Julia Görges beim Porsche Tennis Grand Prix wieder Schwung holen - und scheitert schon in Runde 1 an einer Qualifikantin. Viel besser läuft es für Titelverteidigerin Laura Siegemund bei ihrem Lieblingsturnier.

Julia Görges hat beim WTA-Turnier in Stuttgart eine herbe Enttäuschung erlebt und ist in ihrer Auftaktpartie an einer tschechischen Qualifikantin gescheitert. Stuttgart (SID) Kopflos gegen die Wand: Für die deutsche Nummer eins Julia Görges ist das WTA-Turnier in Stuttgart bereits nach der ersten Runde beendet. Die Weltranglistenelfte unterlag nach einem Fehlerfestival der 62 Positionen niedriger notierten tschechischen Qualifikantin Marketa Vondrousova 2:6, 2:6. Für die 29-Jährige aus Bad Oldesloe war es nach dem Halbfinal-Aus mit der deutschen Fed-Cup-Mannschaft die nächste bittere Enttäuschung in der Schwabenmetropole.

"Ich bin einfach fertig von den letzten Tagen hier, körperlich aber auch mental", sagte Görges nach der überraschenden Pleite: "Ich habe mich heute nicht gut auf dem Platz gefühlt, bin mit den Beinen nicht hinterhergekommen. Solche Tage gibt es einfach." Wie am Sonntag, als sie gegen die tschechische Spitzenspielerin Karolina Pliskova mit dieser Taktik den einzigen Punkt bei der 1:4-Niederlage im Mannschaftswettbewerb geholt hatte, ging Görges viel Risiko.

Sie versuchte, ihre 18 Jahre alte Kontrahentin früh unter Druck zu setzen, leistete sich dabei aber diesmal extrem viele einfache Fehler. Auch die immer verzweifelteren Anfeuerungsrufe der Zuschauer in der Porsche-Arena halfen am Ende nicht mehr. Nach nur 66 Minuten verwandelte Vondrousova ihren ersten Matchball.

Siegemund hat wieder "Spaß"

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Laura Siegemund sorgte für den einzigen deutschen Sieg am ersten Turniertag.

(Foto: dpa)

Als erste Deutsche schaffte anschließend Laura Siegemund den Sprung ins Achtelfinale. Die zuletzt lange verletzte Titelverteidigerin setzte sich nach einer couragierten Leistung 6:4, 6:3 gegen Barbora Strycova (Tschechien) durch und trifft nun auf die Siegerin der Begegnung zwischen Coco Vandeweghe und US-Open-Siegerin Sloane Stephens (Nr. 7/beide USA).

"Ich habe einfach Spaß mit euch", sagte die 30-Jährige. 2017 hatte sie gewonnen, 2016 stand sie im Finale. "Ich bin sehr, sehr glücklich, dass ich wieder Tennis spielen darf und hier sein kann", sagte sie. "Jedes Match, das ich gewinne, hilft mir Selbstvertrauen zu tanken. Dann ist vieles möglich hier. Hat man ja gesehen in den letzten Jahren."

Scharapowa schon raus

Zuvor war beim mit 816.000 Dollar dotierten Sandplatzturnier neben Görges auch Antonia Lottner in ihrem Auftaktmatch gescheitert. Die Düsseldorferin verlor gegen die erst 15-jährige Ukrainerin Marta Kostjuk 4:6, 1:6. Der Lohn für Supertalent Kostjuk, seit dem Drittrundeneinzug bei den Australian Open 2018 einer der größten Shootingstars der Branche, ist nun ein Achtelfinalduell mit Caroline Garcia (Frankreich/Nr. 6), die Superstar Maria Scharapowa mit 3:6, 7:6 (8:6), 6:4 ausschaltete.

Für die fünfmalige Grand-Slam-Siegerin Scharapowa war die Niederlage ein weiterer Rückschlag auf dem Weg zurück zu alter Form. "Ich kann daraus immerhin viel mitnehmen", bilanzierte die Russin nach dem Krimi über 2:47 Stunden etwas zerknirscht.

Kerber will Kvitova-Revanche

Die frühere Weltranglistenerste Angelique Kerber greift erst am  Mittwoch ins Geschehen ein. Die 30-jährige Kielerin trifft in ihrer  Erstrundenpartie auf die an Position acht gesetzte zweimalige  Wimbledonsiegerin Petra Kvitova. Erst am Sonntag hatte Kerber gegen  die Tschechin im Fed-Cup-Halbfinale an selber Stelle eine deutliche 2:6, 2:6-Pleite einstecken müssen.

Beim traditionsreichen Event in der Schwabenmetropole, von den Spielerinnen zuletzt neunmal zum besten Turnier der Tour gewählt, winkt der Siegerin ein Preisgeld in Höhe von 140.193 Dollar sowie ein roter Sportwagen des Hauptsponsors. Zum Favoritenkreis im hochkarätigen Starterfeld zählen unter anderem die Weltranglistenerste Simona Halep (Rumänien) und Wimbledonchampion Garbine Muguruza (Spanien), die in Runde eins Freilose besitzen.

Quelle: ntv.de, cwo/sid