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Verletzter Superstar in MünchenHumpelnder Draisaitl klingt gar nicht zuversichtlich

22.03.2026, 10:57 Uhr
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Leon Draisaitl spielt in dieser Saison womöglich kein Eishockey mehr. (Foto: IMAGN IMAGES via Reuters Connect)

Die Verletzung nach einem harten Check in der NHL ist offenbar doch schlimmer als erwartet: Eishockey-Superstar Leon Draisaitl lässt sich in München behandeln. Ob er in dieser Saison noch einmal aufs Eis zurückkehrt, ist ungewiss.

Leon Draisaitl bekam zum rot-weißen Trikot des Rekordmeisters auch Fotos mit Joshua Kimmich und Serge Gnabry. Doch ausnahmslos glücklich wirkte der deutsche Eishockey-Star bei seinem Ausflug in die Allianz Arena zum FC Bayern nicht. Wie auch?! Nach München war Draisaitl ja nicht gekommen, um Fußball zu schauen, sondern zur Behandlung bei Promi-Arzt Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt.

Seine nach einem harten Check nicht näher benannte "Unterkörperverletzung" bremst den gebürtigen Kölner in der NHL aus, bis zum Ende der Hauptrunde haben ihn die Edmonton Oilers auf die Verletztenliste gesetzt. Am Rande des Bayern-Spiels gegen Union Berlin (4:0) gab Draisaitl am Sky-Mikrofon zu: "Es wird mit Sicherheit ein paar Wochen dauern." Die eigene Prognose für ein Comeback in den Playoffs klang dabei nicht besonders zuversichtlich, dazu humpelte Draisaitl sichtbar durch die Katakomben der Arena. "Ich hoffe, dass wir lange genug spielen können, damit ich irgendwann noch mal aushelfen kann", sagte der 30-Jährige.

Oilers sind völlig außer Form

Nun sind die Oilers seit Wochen außer Form, und ohne Draisaitl, neben dem Kanadier Connor McDavid der Führungsspieler in Edmonton, läuft noch weniger zusammen. Am Samstag verloren die Oilers 2:5 gegen das Top-Team Tampa Bay Lightning. Das Edmonton Journal konstatierte: "Der Unterschied zwischen einem echten Stanley-Cup-Anwärter und dem, was auch immer die Oilers gerade sind, war deutlich zu erkennen."

Die Saison hatte sich Draisaitl ganz anders vorgestellt. Nach den Finalniederlagen 2024 und 2025 sollte der Stanley Cup in diesem Jahr her. Dazu schossen die Erwartungen vor der Olympiareise nach Mailand in unrealistische Höhen. Nach der Eröffnungsfeier, bei der Draisaitl die deutsche Mannschaft mit der Fahne in der Hand ins San-Siro-Stadion geführt hatte, folgten sportliche Enttäuschungen.

Dass er überhaupt noch die Hoffnung hat, vor der Sommerpause aufs Eis zurückzukehren, verdankt Draisaitl dem Umstand, dass die Oilers in der Pacific Division noch immer aussichtsreich im Rennen um die Playoffs liegen. Dort müssten sie sich aber ohne Draisaitl schnell steigern, sonst bleibt der Deutsche auch in Edmonton bis zum Saisonende in der Rolle des Zuschauers.

Quelle: ntv.de, tno/sid

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