Nächste Speerwurf-Medaille

Julia Ulbricht wuchtet sich völlig überraschend zu EM-Silber

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Damit hatte niemand gerechnet: Julia Ulbricht holt Silber. (Foto: picture alliance / Eibner-Pressefoto)
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16.08.2026 | 22:15 Uhr
Mit Julia Ulbricht hätte wohl vor einigen Wochen noch niemand im Kampf um die EM-Medaillen gerechnet. Nun feiert die Speerwerferin einen großen Erfolg.

24 Stunden nach dem Doppelsieg von Julian Weber und Nick Thumm hat völlig überraschend auch Julia Ulbricht (Rostock) bei der Leichtathletik-EM eine Medaille im Speerwurf gewonnen. Die 25 Jahre alte deutsche Meisterin kam bis auf fünf Zentimeter an ihre Bestleistung heran und sicherte sich mit ihren 61,53 Metern Silber. "Ich wollte schon immer eine Medaille auf internationaler Bühne und ich bin einfach nur happy", sagte Ulbricht in der ARD: "Oh mein Gott, ich kann es immer noch nicht fassen. Ich bin ein bisschen sprachlos."

Gold ging an Rio-Olympiasiegerin Sara Kolak, die Kroatin setzte sich mit 62,43 Metern durch. Bronze gewann Adriana Vilagos aus Serbien (60,93). Luisa Tremel (München) wurde Zwölfte (53,19). Topfavoritin Sigrid Borge (Norwegen) blieb nur Platz vier. Titelverteidigerin Victoria Hudson (Österreich) war wegen ihrer Babypause nicht am Start. Als bisher letzte deutsche Speerwerferin hatte Christin Hussong 2018 eine Medaille geholt - damals in Berlin sogar Gold.

Ulbricht galt vor der EM trotz ihrer kurz zuvor aufgestellten Bestleistung als Außenseiterin. Aber schon in der Qualifikation deutete sie an, dass sie in den Medaillenkampf eingreifen kann. Mit 60,86 Metern landete sie auf dem zweiten Platz. Im Finale legte sie dann noch einmal mehr als einen halben Meter drauf.

Verwendete Quellen: ntv.de, ses/sid/dpa