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Angelique Kerber dominiert über die junge Lettin Ostapenko.
Angelique Kerber dominiert über die junge Lettin Ostapenko.(Foto: imago/Paul Zimmer)
Donnerstag, 12. Juli 2018

In nur 68 Minuten zum Sieg: Kerber stürmt ins zweite Wimbledon-Finale

Angelique Kerber steht zum zweiten Mal seit 2016 im Finale des legendären Tennis-Turniers von Wimbledon. Die 30-Jährige besiegt die Lettin Jelena Ostapenko 6:3, 6:3. Am Samstag muss sie gegen Serena Williams bestehen.

Nervenstark, geduldig und nahezu fehlerfrei: Angelique Kerber ist mit einer bemerkenswert abgeklärten Leistung zum zweiten Mal ins Finale in Wimbledon eingezogen. Die 30-Jährige gewann gegen die letztlich viel zu riskant agierende Lettin Jelena Ostapenko in nur 68 Minuten 6:3, 6:3. Kerbers Gegnerin am Samstag ist Superstar Serena Williams (USA/Nr. 25). Gegen sie hatte Kerber 2016 im Endspiel verloren.

"Es war ein hartes Match, Jelena kämpft immer bis zum letzten Punkt", sagte Kerber nach ihrem deutlichen Sieg. "Den musst du gewinnen, anders geht es nicht. Ich bin wirklich glücklich und stolz, hier wieder im Finale zu stehen. Das war mein Traum, seitdem ich ein Kind war."

Kerber wartet geduldig auf Fehler

Für Kerber geht es um ihren dritten Grand-Slam-Titel. Ostapenko hatte auf dem Centre Court der altehrwürdigen Anlage von Wimbledon von Beginn an beeindruckendes Angriffstennis geboten. Die 21-Jährige, die im Vorjahr sensationell zum French-Open-Titel gestürmt war, ging hohes Risiko in fast jedem Ballwechsel und streute außerdem mehrere anspruchsvolle Stopps ein. Ostapenko sorgte mit ihrer Spielweise für viele "Ohs" und "Ahs" beim Publikum.

Kerber jedoch agierte zumindest in den eigenen Aufschlagspielen extrem souverän. Ansonsten wartete sie geduldig auf Fehler ihrer Gegnerin. Und davon machte die junge Lettin im ersten Satz einige. Insgesamt 19 "Unforced Errors" standen letztlich zu Buche, gegenüber 18 Gewinnschlägen. Beim Stand von 3:3 glückte Kerber, die nur zwei vermeidbare Fehler machte, das erste Break, anschließend marschierte sie souverän zum Satzgewinn. Es war Ostapenkos erster Satzverlust im Turnierverlauf.

Auch im zweiten Durchgang ging das Duell der unterschiedlichen Spielsysteme weiter. Ostapenko versuchte sich an einem kunstvollen Tennis-Menü und scheiterte, Kerber bot vergleichsweise einfache Hausmannskost und war damit klar überlegen. Schnell führte sie mit 5:1, musste trotz des Breaks kurz nach ihrem ersten Matchball letztlich nicht mehr zittern. Die Bilanz von 7:36 leichten Fehlern aus Sicht Kerbers sprach am Ende Bände.

Quelle: n-tv.de