Nur Niederlande besser

Kurz nach Hochzeit: Mabry holt Deutschlands erste EM-Medaille

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Yemisi Mabry gewann Bronze für Deutschland. (Foto: IMAGO/Eibner)
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10.08.2026 | 21:23 Uhr
Bei Olympia gibt es Gold, nun folgt Bronze: Yemisi Mabry gewinnt Deutschlands erste Medaille bei der Leichtathletik-EM. Eine Niederländerin dominiert den Wettkampf in Birmingham nach Belieben.

Erst die Hochzeit, dann die nächste Medaille: Kugelstoß-Olympiasiegerin Yemisi Mabry hat ihrem Traumjahr das nächste Highlight hinzugefügt. Die 27-Jährige gewann in Birmingham mit 19,50 Metern wie vor zwei Jahren EM-Bronze und bescherte dem deutschen Team damit einen Start nach Maß in die Titelkämpfe.

Während ihr Ehemann Tyler auf der Tribüne mitfieberte, musste sich Mabry im Alexander Stadium nur der alten und neuen Europameisterin Jessica Schilder aus den Niederlanden (20,73 Meter) und deren Landsfrau Jorinde van Klinken (19,64) geschlagen geben. Weltmeisterin Schilder holte mit der größten EM-Weite seit 28 Jahren zum dritten Mal in Folge kontinentales Gold.

Schon in der Qualifikation am Morgen hatte Mabry mit einem Stoß auf 19,25 Meter ihre Ambitionen unterstrichen und war als Beste in den Showdown um die Medaillen eingezogen. "Wie weit es im Finale geht? Lassen wir uns überraschen", hatte die Mannheimerin danach gesagt. Dann reichte es für Mabry zwar nicht mehr zum Titel, für den sie deutlich persönliche Bestleistung hätte stoßen müssen, aber immerhin zur nächsten Medaille.

Mabrys dritte große Medaille

Auch privat erlebte Mabry in diesem Jahr bereits einen ganz besonderen Moment. Im März heiratete die gläubige Christin den früheren Football-Profi Tyler Mabry und nahm anschließend dessen Nachnamen an. Die Hochzeit machte sie mit Bildern in den sozialen Medien öffentlich, bei der EM trat die Kugelstoßerin erstmals bei einem Großereignis als Yemisi Mabry an.

Olympia-Gold hatte sie vor zwei Jahren noch unter ihrem Mädchennamen Ogunleye gewonnen, mit EM-Bronze holte Mabry bereits ihre dritte Medaille bei einer großen internationalen Freiluft-Meisterschaft: Auf dem Weg zu ihrem Coup von Paris war sie bei der EM in Rom Dritte geworden.

Katharina Maisch (LV 90 Erzgebirge/18,39) und U23-Europameisterin Nina Ndubuisi (Schorndorf/18,21) wurden Siebte und Achte.

Verwendete Quellen: ntv.de, dbe/sid