Nächster Aussetzer

MotoGP-Star Rossi schubst Ministerin

image
Valentino Rossi wird an Rennwochenenden praktisch ständig von Fans umlagert. (Foto: imago/Gribaudi/ImagePhoto)
10.08.2017 | 14:04 Uhr
Eine tschechische Ministerin will dem neunfachen Motorrad-Weltmeister Valentino Rossi viel Glück für das Rennen wünschen. Anstatt sich bei der Politikerin zu bedanken, reagiert der italienische Rennfahrer doch etwas aggressiv - nicht zum ersten Mal.

Italiens Motorrad-Superstar Valentino Rossi hat sich am Rande des Großen Preises von Tschechien am vergangenen Sonntag einen weiteren Aussetzer erlaubt. Im Fahrerlager von Brünn trat die tschechische Ministerin für Regionalentwicklung, Karla Slechtova, nach eigener Aussage an den 38-Jährigen heran, um ihm viel Glück für das Rennen zu wünschen. Der "Dottore" habe Slechtova allerdings für einen aufdringlichen Fan gehalten und sie weggeschubst. Dies schrieb die 40-Jährige auf ihrer Facebook-Seite.

image
Rossi ist für auffälige Helmdesigns bekannt. (Foto: REUTERS)

Daraufhin hätten Mitglieder von Rossis Crew der Ministerin erklären wollen, dass Rossi vor dem Rennstart nicht gestört werden wolle, und hätten sie um Entschuldigung gebeten. Der Vorfall wurde allerdings gefilmt und machte im Internet die Runde.

"Was geschehen ist, ist traurig. Ich wollte Rossi nur vor dem Rennen viel Glück wünschen. Bei all diesem Lärm hörte man wenig. Wahrscheinlich dachte er, ich wäre ein lästiger Fan. Es war nicht so, aber ich verstehe das Missverständnis", schrieb die Ministerin.

"Es sind immer Fans da"

Valentino Rossi ist einer der beliebtesten Sportler Italiens und ein weltbekannter Medienstar. Er zählt mit neun Weltmeistertiteln zu den erfolgreichsten Motorradrennfahrern der Geschichte. Neben seinen sportlichen Erfolgen macht er auch mit seinem extrovertierten Verhalten sowie auffälligen Helm- und Motorrad-Designs auf sich aufmerksam.

Für seine Aussetzer ist der italienische Star ebenso bekannt. Beim Saisonfinale 2016 trat der neunmalige Weltmeister im Fahrerlager eine Zuschauerin, als er sich auf dem Roller seinen Weg durch die Menge bahnte. "Ich entschuldige mich bei der Dame", sagte der Yamaha-Pilot nach der Attacke: "Es sind immer Fans da, die ein Foto machen wollen. Es wäre schön, wenn es nicht so kompliziert wäre, zur Arbeit zu kommen."

Verwendete Quellen: uzh/sid