Rätselhafte Andeutung

Mourinho bricht sein Schweigen im Vinicius-Eklat

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José Mourinho sieht sein Team mal wieder ungerecht behandelt. (Foto: IMAGO/ZUMA Press)
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14.10.2026 | 10:25 Uhr
Nach dem Rot-Eklat um Real Madrids Superstar Vinicius Junior schwänzt José Mourinho die Pressekonferenz - um einer Sperre zu entgehen. Nun sitzt er auf dem Podium und macht eine rätselhafte Andeutung.

José Mourinho stand mal wieder im Mittelpunkt. Eigentlich sollte es bei der Pressekonferenz am Dienstag um die angehende Champions-League-Aufgabe der Königlichen bei seinem Ex-Klub AS Rom gehen. Aber die spanischen Journalisten wollten dem Portugiesen lieber eine Antwort zum vergangenen Spiel und dem Vini-Eklat gegen Villarreal entlocken. Es gelang nur teilweise.

"Dazu habe ich nichts zu sagen. Es ist ein Champions-League-Spiel", begann Mourinho, der dann doch noch eine kryptische Botschaft loswerden wollte. "Ich werde nur eines sagen: Ich lade euch ein, euch die erste Minute des Spiels gegen Villarreal anzusehen. Schaut es euch an, und dann reden wir am Samstag darüber."

Was er genau meinte, blieb zunächst unklar. Die "Marca" berichtet, dass sich der Star-Trainer offenbar auf eine abgepfiffene Abseitsposition von Stürmer Kylan Mbappé bezieht. Tenor: Der Schiedsrichter war sofort gegen uns. Alte Mourinho-Schule.

Vinicius Junior hatte in der Ligapartie den vermeintlichen 2:0-Treffer erzielt. Doch dann griff der VAR ein, nahm das Tor zurück, zudem kassierte der Brasilianer Rot - weil er seinem Gegenspieler an den Haaren gezogen hatte. Vinicius Junior und Mourinho tobten, der Trainer zog es vor, nicht zur PK zu gehen, um für möglicherweise Klartext-Aussagen nicht gesperrt zu werden. In der Liga geht es als Nächstes gegen Sevilla und den FC Barcelona.

Die Schiedsrichter hat Mourinho ohnehin auf dem Kieker. "Wenn du mich fragst, ob meine Spieler in der Liga gehemmt agieren, hat das seinen Grund", sagte er. "Ich vertraue vor dem Spiel allen Schiedsrichtern, sowohl in Europa als auch in der Liga. Was mir seltsam vorkommt, ist, dass, wenn die Schiedsrichter 24 Stunden vor dem Spiel bekannt gegeben werden, dies bereits drei Wochen im Voraus bekannt ist“, sagte er und meinte damit offenbar, dass bestimmte Personen schon vorher wüssten, wer pfeift. Dann warf er der Presse noch vor, angeblich offensichtliche Fehlentscheidungen nicht zu benennen.

In der Champions League wartet auf Real ein Duell mit Mourinhos Ex-Klub AS Roma. Ein besonderes Wiedersehen mit gemischten Gefühlen. "Roma und Inter sind die stärksten italienischen Vereine. Das sind gute Erinnerungen für mich. Ich habe beide gesehen und sie sind die Stärksten. Ich bin bereit für die Rückkehr. Roma und ich wollen gewinnen, die Liebe vergisst man", sagte Mourinho. "Es ist nur ein weiteres Spiel. Wenn es mir gelingt, zu vergessen, wo ich bin, und zu erzählen, was passiert ist, ist es nur ein weiteres Spiel. Das mache ich gerade."

Verwendete Quellen: ntv.de, msc