"Kein Widerspruch"

49ers-Besitzer wegen Prostitutionsverdachts festgenommen

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Jed York ist seit 2008 der CEO der 49ers. (Foto: IMAGO/EPA)
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25.08.2026 | 07:38 Uhr
Der Besitzer der San Francisco 49ers muss sich vor Gericht verantworten - und plädiert in zwei Fällen auf "kein Widerspruch". Zuvor wurde er in Ohio unter dem Verdacht festgenommen, sexuelle Dienste in Anspruch genommen zu haben.

Der Besitzer der San Francisco 49ers, Jed York, wurde am Wochenende in Ohio festgenommen und plädierte bei den Vergehen des ordnungswidrigen Verhaltens sowie des Besitzes von Werkzeugen zur Begehung einer Straftat auf "No Contest" (kein Widerspruch). Wie aus Gerichtsdokumenten hervorgeht, aus denen ESPN zitiert, soll Jed York auf eine Undercover-Werbung einer bekannten Prostitutions-Website reagiert und "mit der Frau sexuelle Handlungen gegen eine Zahlung von 140 US-Dollar" vereinbart haben.

Laut den Unterlagen wurde York bei seiner Ankunft am Treffpunkt festgenommen. Bei sich hatte er das Mobiltelefon, mit dem das Treffen vereinbart worden war. Aus einem Bericht des Police Department von East Palestine geht hervor, dass York am Sonntag um 9:35 Uhr in der Wheat Hill Mobile Home Community festgenommen wurde. Die Polizei von East Palestine unterstützte dabei laut Bericht die Mahoning Valley Human Trafficking Task Force.

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Die Behörden erhoben zunächst gegen York die Vorwürfe der Inanspruchnahme von Prostitution sowie des Besitzes von Hilfsmitteln zur Begehung einer Straftat, beides Vergehen. Im Rahmen einer Vereinbarung zur Beendigung des Verfahrens wurde der erste Vorwurf laut Gerichtsunterlagen in ordnungswidriges Verhalten geändert.

NFL "über Angelegenheit informiert"

Während noch keine Reaktion von York oder seinem Anwalt bekannt wurde, ließen die 49ers in einem Statement wissen: "Da es sich um eine rechtliche Angelegenheit handelt, die abgeschlossen ist, werden wir uns dazu derzeit nicht weiter äußern." Ein Satz, der in sich widersprüchlich ist, da man eigentlich eher laufende Verfahren nicht kommentiert, abgeschlossene hingegen schon.

Die NFL wiederum gab per Statement bekannt, dass sie "über die Angelegenheit informiert ist und sie im Rahmen ihrer Richtlinie zum persönlichen Verhalten prüfen wird". Laut Gerichtsunterlagen reichte die örtliche Staatsanwaltschaft eine Vereinbarung im Zuge eines Schuldeingeständnisses ein. York plädierte auf "No Contest" und zahlte Geldstrafen in Höhe von insgesamt 1.150 US-Dollar - 150 Dollar wegen ordnungswidrigen Verhaltens und 1000 Dollar wegen des Besitzes von Hilfsmitteln zur Begehung einer Straftat. Zudem wurde York für jeden der beiden Anklagepunkte zu einem Tag Haft verurteilt; ein Tag galt durch die bereits verbüßte Zeit als abgegolten.

York ist seit 2024 der Mehrheitseigentümer der San Francisco 49ers und steht bereits seit 2008 als CEO als Spitze des Teams. Er stammt ursprünglich aus Youngstown/Ohio. Unter seiner Führung erreichten die Niners drei Super Bowls, verloren jedoch alle drei. Zudem war er maßgeblich am Bau des Levi's Stadium in Santa Clara/Kalifornien beteiligt, in dem zwei Super Bowls, Spiele der Fußball-WM sowie Meisterschaftsendspiele im College Football stattfanden.

Verwendete Quellen: ntv.de, mbl