EM-Rennen finden statt

Öl-Sichtung: Wieder Wirbel um die Seine in Paris

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In der Seine wurden offenbar keine Grenzwerte überschritten. (Foto: Julien De Rosa/AFP/dpa)
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07.08.2026 | 08:23 Uhr
Das Thema Wasserqualität begleitet das Freiwasserschwimmen auch bei der EM. Ein Training fällt aus. Nun gibt es eine Entscheidung zum Rennen an diesem Freitag.

Trotz einer Öl- oder Kraftstoff-Sichtung in der Seine sollen die Freiwasser-Rennen bei der EM an diesem Freitag wie geplant stattfinden. Wie aus einem Dokument des europäischen Verbands European Aquatics hervorgeht, wurden bei der jüngsten Kontrolle keine Grenzwerte überschritten. Am Freitagmorgen soll aber nochmal eine Sichtkontrolle des Wassers folgen. Allerdings soll am Morgen um 6.45 Uhr noch einmal eine "finale visuelle Kontrolle" durchgeführt werden. Laut European Aquatics wurden keine Grenzwerte überschritten.

"Morgen früh gegen sieben Uhr wird von den Verantwortlichen nach Besichtigung der Strecke die endgültige Entscheidung getroffen", sagte Bundestrainer Bernd Berkhahn: "Bis dahin laufen unsere Vorbereitungen erst einmal wie geplant weiter, wir sind dann also auch schon länger wach."

Zuvor waren die Trainings im Freiwasser und auch die Einheiten der Klippenspringer, die ebenfalls in die Seine springen, abgesagt worden. European Aquatics hatte mitgeteilt, man habe Spuren von Kohlenwasserstoffen festgestellt, die unter anderem Bestandteil von Erdöl sind. Kohlenwasserstoffe gelangen vor allem durch Industrieabfälle und die Schifffahrt ins Wasser und bilden einen Film auf der Oberfläche.

Erneut Medaillenchancen für Deutschland

Um 9 Uhr sollen die Frauen, um 11.15 Uhr dann die Männer ihre Knockout Sprints starten (ZDF-Livestream). Das deutsche Team um Doppel-Europameister Florian Wellbrock hat gute Medaillenchancen. An den Start sollen zudem der Olympiazweite Oliver Klemet und der 800-Meter-Europarekordler Johannes Liebmann sowie Isabel Gose, die Olympiadritte über 1500 Meter Freistil, gehen. 

Bei den Olympischen Spielen vor zwei Jahren hatte die Wasserqualität im Fluss der französischen Hauptstadt für viel Wirbel gesorgt. Damals waren nach den Rennen mehrere Athletinnen und Athleten erkrankt. Unter anderem die deutsche Starterin Leonie Beck hatte über Erbrechen geklagt. Bei der EM finden die Wettbewerbe in einem anderen Abschnitt der Seine statt.

Verwendete Quelle: ntv.de