Diabetes-Spritzen im Spiel

Plötzlich schickt sogar die WHO einen Dank an Alexander Zverev

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Alexander Zverev gewinnt die US Open und ist für den WHO-Chef ein Vorbild. (Foto: IMAGO/ABACAPRESS)
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14.09.2026 | 16:20 Uhr
Immer wieder setzt sich Alexander Zverev im US-Open-Finale eine Insulin-Spritze, anschließend dankt er seiner Mutter dafür, dass sie ihn trotz Diabetes seine Träume erfüllen ließ. Das inspiriert den Generaldirektor der Weltgesundheitsorganisation WHO für einen speziellen Aufruf.

Tedros Adhanom Ghebreyesus, Generaldirektor der Weltgesundheitsorganisation WHO, hat Tennisprofi Alexander Zverev zum Sieg bei den US Open gratuliert. "Vielen Dank, dass Du gezeigt hast, dass Diabetes die Träume nicht einschränken muss, und dafür, dass Du Deine Plattform nutzt, um andere zu inspirieren", schrieb der Äthiopier auf X.

Tedros nutzte die Gelegenheit, die Länder der Welt dazu aufzurufen, "in die Prävention, Früherkennung, Behandlung und Versorgung bei Diabetes zu investieren, damit jeder ein gesundes, erfülltes Leben führen und seinen Träumen nachgehen kann". Alleine in Deutschland sind mehr als acht Millionen Erwachsene von der Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) betroffen, in großer Mehrheit von Typ 2, häufig begünstigt durch Faktoren wie Übergewicht, Bewegungsmangel oder genetische Veranlagung.

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Zverevs emotionale Worte an Mutter

Bei Zverev war im Alter von vier Jahren Typ-1-Diabetes diagnostiziert worden, eine Stoffwechselkrankheit, bei der die Bauchspeicheldrüse kaum oder kein Insulin produzieren kann. Unbehandelt ist sie wie auch Typ 2 lebensbedrohlich. Zverev muss sich Insulin spritzen, das tat er auch bei seinem Finalsieg von New York gegen den US-Amerikaner Ben Shelton.

Nach dem Match bedankte sich Zverev in seiner emotionalen Siegesrede bei seiner Mutter Irina. "Denn wenn bei deinem vierjährigen Sohn Diabetes diagnostiziert wird und die Ärzte dir sagen, dass das Leben und die sportlichen Möglichkeiten dieses Kindes sehr stark eingeschränkt sein werden, dann braucht es eine unglaublich starke Mama." Sie habe gesagt: "Mach, was du machen willst. Diabetes wird uns nicht definieren."

Zverev geht erst seit einigen Jahren offen mit seiner Erkrankung um. Zu Beginn seiner Karriere habe er sie als Schwäche angesehen. 2022 gründete er die Alexander Zverev Foundation in Hamburg. "Ich will zeigen, dass man es mit dieser Krankheit ganz weit schaffen kann. Ich möchte ein Vorbild sein für bereits erkrankte Kinder, aber auch eine Stütze für die Menschen, die mit einem aktiven Leben und der richtigen Vorbeugung noch vermeiden können, Typ-2-Diabetes zu bekommen", schreibt er auf der Homepage der Stiftung.

Verwendete Quellen: ntv.de, dbe/sid