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Nun muss er sich erklären: Chris Froome.
Nun muss er sich erklären: Chris Froome.(Foto: dpa)
Mittwoch, 13. Dezember 2017

Toursieger bestätigt Ergebnis: Radprofi Froome positiv auf Doping getestet

Der vierfache Toursieger Chris Froome steht unter Dopingverdacht. Wie der Radsport-Weltverband UCI mitteilt, ist bei einem Test während der Vuelta der Wert des Asthma-Mittels Salbutamol höher als erlaubt. Der Brite bestätigt die Probe - und verweist auf seine Erkrankung.

Der Radsport-Weltverband UCI hat einen auffälligen Befund bei einer Doping-Probe des viermaligen Tour-de-France-Siegers Chris Froome bestätigt. Beim Briten wurden bei einem Test während der Spanien-Rundfahrt Vuelta am 7. September zu hohe Werte des Asthma-Mittels Salbutamol festgestellt, teilte die UCI mit. Die B-Probe bestätigte das Ergebnis.

Froome wurde laut UCI den Regeln gemäß nicht vorläufig suspendiert. Der 32-Jährige muss aber erklären, warum der Grenzwert überschritten wurde. Wenn er das nicht kann, drohen ihm die Aberkennung des Vuelta-Sieges und eine Sperre. Die UCI wollte sich zum laufenden Verfahren nicht weiter äußern. In einem vergleichbaren Fall war der ehemalige italienische Sprintstar Alessandro Petacchi 2008 für ein Jahr gesperrt worden. Froome hatte im September die Vuelta gewonnen, nachdem er im Juli zum vierten Mal die Tour für sich entschieden hatte.

"Ich weiß genau, wie die Regeln lauten"

Der derzeit beste Rundfahrer und sein Rennstall Sky bestätigten die Probe - und verwiesen auf Froomes Asthma-Erkrankung. Laut Sky bedeute der Test nicht, dass Regeln gebrochen worden seien. "Es ist bekannt, dass ich Asthma habe und ich weiß genau, wie die Regeln lauten. Ich benutze einen Inhalator, um meine Symptome zu behandeln und ich weiß, dass ich jeden Tag getestet werde, wenn ich das Trikot des Führenden trage", wird Froome zitiert.

Sein Asthma sei bei der Vuelta schlimmer geworden, "also folgte ich dem Rat des Mannschaftsarztes, meine Salbutamol-Dosierung zu erhöhen", sagte Froome weiter. "Wie immer habe ich mit größter Sorgfalt darauf geachtet, dass ich nicht mehr als die zulässige Dosis verwendet habe." Die UCI habe völlig Recht, "wenn sie die Testergebnisse prüft, und ich werde zusammen mit dem Team alle Informationen, die sie benötigt, zur Verfügung stellen."

Teamchef Dave Brailsford erklärte, es gebe "komplexe medizinische und physiologische Probleme, die den Stoffwechsel und die Ausscheidung von Salbutamol beeinflussen". Der Rennstall habe sich verpflichtet, die Fakten zu ermitteln "und genau zu verstehen, was bei dieser Gelegenheit passiert ist". Laut Sky lag der Wert der Probe vom 7. September bei einer Konzentration von 2000 Nanogramm pro Milliliter, der Grenzwert der Welt-Anti-Doping-Agentur Wada ist bei 1000.

Quelle: n-tv.de