Tragisches Ende einer Traum-Tour für Torstein Träen: Nach zwei Etappen im Gelben Trikot und einem heftigen Sturz ist die Frankreich-Rundfahrt für den Überraschungsmann aus Norwegen vorbei. Wie sein Team Uno-X Mobility mitteilte, erlitt Träen bei seinem Crash auf der Tourmalet-Abfahrt eine Gehirnerschütterung sowie mehrere Rippenbrüche. Der 30-Jährige wird somit nicht beim siebten Teilstück am Start stehen.
Träen hatte sich am Hinterrad seines Teamkollegens Anders Johannessen aufgehängt und war schwer gestürzt. Anschließend wurde er von einem Arzt auf der Straße untersucht und fuhr die Etappe zu Ende. Seine Position in der Gesamtwertung verlor er im Ziel mit deutlichem Rückstand an Titelverteidiger Tadej Pogacar. Über 30 Minuten waren es am Ende für den schwer geschlagenen Überraschungsmann.
Pogacar erwähnte Traeen in den Siegerinterviews. «"Ich habe gehört, dass Torstein gestürzt ist. Ich hoffe, dass es ihm gut geht. Mir wäre es lieber gewesen, er hätte das Trikot behalten", sagte er.
"Historischen Moment beschert"
"Das ist wirklich nicht das Ende, das wir uns für dieses gelbe Abenteuer gewünscht haben", sagte Teamchef Thor Hushovd. "Torstein hat dem Team einen historischen Moment beschert, und auf das, was er und das gesamte Team in den vergangenen Tagen erreicht haben, werden wir immer stolz sein. Es ist natürlich enttäuschend, das Rennen auf diese Weise zu verlassen, aber jetzt ist das Wichtigste, dass Torstein die nötige Betreuung und Erholung bekommt."
Auf der vierten Etappe war Träen als Teil einer Spitzengruppe ins Gelbe Trikot gefahren. Auch vor dem Start des sechsten Teilstücks, das die Fahrer durch die Pyrenäen führte, hatte er sich ob seines ordentlichen Vorsprungs Hoffnungen gemacht, die Spitzenposition zu verteidigen.
