Skurrile Szene vor dem Start

Tour-Team schweigt zu Wasserwannen-Trick

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Was war denn da los? (Foto: x.com/@LeTour)
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05.07.2026 | 10:18 Uhr
Die Tour de France ist mit einem spektakulären Mannschaftszeitfahren gestartet. Mitfavorit Jonas Vingegaard schlüpft ins Gelbe Trikot. Doch die Schlagzeilen teilt sich der Däne mit dem Team Ineos.

Es war heiß in Barcelona. Um die 30 Grad am Nachmittag. Für die Radprofis der Tour de France eine ordentliche Belastung. Um sich auf das Mannschaftszeitfahren im neuen Modus (mehr lesen Sie hier) vorzubereiten und die aufgewärmten Körper nicht zu überhitzen, greifen die Teams auf verschiedene Maßnahmen zum Abkühlen zurück. Die Schwierigkeit dabei: Bloß nicht die gut aufgewärmten Beine wieder auskühlen lassen. Einige Teams setzten vor dem Start auf Eissocken (im Rennen verboten), Sprühnebelventilatoren oder sogar Slush-Eis-Getränke. Darüber berichtet das Fachportal cyclingnews.com.

Die Equipe Netcompany Ineos hatte sich etwas ganz Besonderes und Aufmerksamkeit Erregendes ausgedacht. Kurz bevor das Team von der Startrampe rollte, bauten Crewmitglieder Klapptische auf und stellten Wannen mit kaltem Wasser auf. Die Fahrer hielten ihre Unterarme komplett rein. Vereinzelt rieben sie sich auch den Nacken mit dem kalten Wasser ein. Laut cyclingnews.com soll die Temperatur in allen Behältern 8,8 Grad betragen haben - also sehr kalt. Mitglieder hatten die Temperatur mit einem Thermometer gemessen. Was er damit auf sich hat, das wollte niemand aus dem Team verraten. Einzig einer sagte: "Ihr werdet schon sehen." Auch die Fahrer sprachen nicht. Sie zeigten nahezu keine Regung, obwohl sie von einer Menschenmenge beobachtet wurden.

Über den Effekt kann man nur mutmaßen: Laut cyclingnews.com ist das Kühlen der Arme eine effiziente Methode, um Wärme abzuführen, ohne dabei die Beinmuskulatur – die zuvor aufgewärmt wurde – wieder abzukühlen. Für Filippo Ganna hat sich der Effekt jedenfalls ausgezahlt. Der starke Zeitfahrer wurde mit der zweitbesten Zeit des Tages gewertet. Er kam acht Sekunden hinter Tagessieger Jonas Vingegaard ins Ziel.

Verwendete Quellen: ntv.de, tno