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Prägte eine ganze GenerationRennfahrer-Ikone "Hans im Glück" Herrmann ist tot

09.01.2026, 19:15 Uhr
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Hans Herrmann gewann 1954 im Porsche Spyder auf der Berliner AVUS die Deutsche Meisterschaft. (Foto: IMAGO/Schirner Sportfoto)

"Ich wollte das Schicksal nicht noch länger strapazieren": Nach dem Le-Mans-Sieg 1970 beendete Hans Herrmann seine Karriere. Jetzt ist der Ausnahmefahrer gestorben.

Die Rennfahrer-Ikone Hans Herrmann ist tot. Der frühere Le-Mans-Gesamtsieger starb im Alter von 97 Jahren, wie der Autobauer Porsche unter Berufung auf seine Familie mitteilte. Der Rennfahrer gehörte zu den erfolgreichsten deutschen Motorsportlern der Nachkriegszeit. Mit seinem Fahrstil und zahlreichen Podestplätzen prägte er eine ganze Generation deutscher Rennfahrer.

Herrmann war über viele Jahre bei verschiedensten Rennarten im internationalen Motorsport aktiv. Seinen größten Erfolg feierte er 1970 mit dem Gesamtsieg beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans. Danach beendete Herrmann seine Karriere. "Die Nachricht über den Tod von Hans Herrmann hat uns alle sehr getroffen", sagte Thomas Laudenbach, Leiter Porsche Motorsport. "Er war einer der erfolgreichsten Werksrennfahrer der Porsche AG." Mit dem Sieg in Le Mans habe er Geschichte geschrieben.

"Meine Frau hat darauf gedrungen, dass ich Schluss machen soll", erzählte die deutsche PS-Ikone einmal. Vor jedem Rennen steckte Madeleine den Monteuren von Porsche daher Zettel zu, die ihren Mann an ihren größten Wunsch erinnern sollten. "Sie hat mit allen Mitteln gearbeitet, mich von der Rennfahrerei wegzukriegen."

PS-Irrsinn und ruhmreicher Abschied

Am Gartentor versprach Herrmann dann seiner Frau, im Fall des Sieges in Le Mans 1970 aufzuhören. Und was für ein Karriereende es wurde! Herrmann teilte sich beim Klassiker den rot-weiß-roten 917 mit dem Engländer Richard Attwood. In den Morgenstunden des 14. Juni übernahm ihr Porsche zum ersten Mal die Führung. Das Rennen war im sintflutartigen Regen längst zum PS-Irrsinn geworden.

Am Nachmittag krönten sich Herrmann und Attwood zu den Gewinnern, für Porsche war es der erste Gesamtsieg. "Ich wollte das Schicksal nicht noch länger strapazieren", erinnerte sich Herrmann an seinen ruhmreichen Abschied. "Mir war bewusst, wie viel Glück ich gehabt hatte bei so vielen Freunden, die man über die Jahre verloren hat."

Weil er trotz mehrerer schwerer Unglücke meist mit dem Schrecken davonkam, erhielt er den Namen "Hans im Glück". Beim Großen Preis von Monaco 1955 etwa verunglückte er schwer.

Quelle: ntv.de, dbe/dpa

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