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Horrorcheck gegen SundqvistSchweden wüten über "dreckige" Schweizer und "feige" Schiris

29.05.2026, 13:55 Uhr
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Oskar Sundqvist musste verletzt vom Eis und im Rollstuhl die Halle verlassen. (Foto: REUTERS)

Die "Nati" reüssiert bei der Eishockey-WM: Die Schweizer beweisen gegen den bisherigen Angstgegner Schweden, dass sie auch hart spielen können - auf dem Weg zum ersten WM-Titel. Der Rivale aus dem Norden ist indes ziemlich wütend.

Die 10.000 euphorisierten Schweizer Fans in der Züricher Arena feierten ihre weiter ungeschlagene "Nati" noch lange nach der Schlusssirene mit stimmungsvollen Gesängen, als die Schweden ihrem Ärger über das "dreckige" WM-Viertelfinale Luft machten. "Es war unglaublich hässlich", grantelte Jungstar Ivar Stenberg nach dem 1:3 des elfmaligen Weltmeisters gegen die Gastgeber und schimpfte über "feige Schiedsrichter".

Die Schweden fühlten sich von den finnischen Referees massiv benachteiligt - vor allem, weil diese einen klaren Kniecheck des NHL-Stürmers Timo Meier im zweiten Drittel nicht mit einer großen Strafe ahndeten. Der zweimalige Stanley-Cup-Sieger Oskar Sundqvist musste verletzt vom Eis und im Rollstuhl die Halle verlassen. "Er könnte sechs Monate ausfallen, vielleicht steht sogar seine gesamte Karriere auf dem Spiel", sagte TV-Experte Erik Granqvist: "Das war wahnsinnig dreckig." Und auch Schwedens Eishockeylegende Peter Forsberg meinte: "Mit dem Knie so reinzugehen, ist absolut gefährlich."

"Die Schmetterlinge können auch beißen"

Zuvor hatte das Schiedsrichterduo Riku Brander und Mikko Kaukokari das schwedische 2:0 durch Sundqvist (12.) nach Videobeweis zurückgenommen, weil er den Puck mit dem Schlittschuh über die Linie gekickt haben soll - eine knifflige, aber wohl richtige Entscheidung. Zudem verloren die Schweden ihren Kapitän Oliver Ekman-Larsson, der nach einem harten Check von Nino Niederreiter unglücklich mit dem Gesicht aufs Eis gefallen war.

Die Vorwürfe der übertriebenen Härte wiesen die Schweizer natürlich zurück, registrierten sie aber auch als Auszeichnung. "Es war das erste Mal, dass wir die Schweden physisch dominiert haben", sagte Stürmer Christoph Bertschy nach dem ersten WM-Sieg gegen den Angstgegner seit 13 Jahren. Und das Portal watson.ch schrieb von einer "bestandenen Meisterprüfung" und der wichtigsten Lehre: "Die Schmetterlinge können auch beißen."

Die Schweizer um ihren überragenden NHL-Kapitän Roman Josi, die in den sieben siegreichen Vorrundenspielen immer spielerische Lösungen gesucht und gefunden hatten, überwanden erstmals massive Widerstände mit Härte. Der erste Rückstand im Turnier durch Linus Karlsson (7.), die frühe Spieldauer-Disziplinarstrafe gegen Dean Kukan mit fünfminütiger Unterzahl - nichts hielt sie auf. Nach Josis Ausgleichstreffer (14.) schossen Denis Malgin (33.) und Calvin Thürkauf (37.) die Gastgeber ins Halbfinale, nicht die NHL-Stürmer.

Jetzt wartet das Überraschungsteam

"Die Mannschaft hat Charakter und ein unglaubliches Mindset", sagte Trainer Jan Cadieux, der zu Beginn der WM-Vorbereitung vorzeitig zum Nachfolger des Erfolgscoaches Patrick Fischer wegen des Skandals um dessen gefälschtes Corona-Impfzertifikat aufgerückt war: "Wir sind bereit für diese Momente."

Der Weg ins dritte WM-Finale in Folge scheint frei. Am Samstag (15.20 Uhr/ProSieben und MagentaTV) wartet im Halbfinale mit dem Überraschungsteam Norwegen ein krasser Außenseiter, der vor allem dank seines überragenden DEL-Torhüters Henrik Haukeland erstmals die Runde der letzten vier erreicht hat. Dann könnte es am Sonntag (20.20 Uhr) zum ultimativen Duell mit Superstar Sidney Crosby und Rekordweltmeister Kanada kommen, die tags zuvor (20.20 Uhr/beide ProSieben und MagentaTV) auf Finnland treffen.

Quelle: ntv.de, tno/sid

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