Sport

Olympiasieger und Weltrekordler Schwimm-Legende Roland Matthes ist tot

AP_760862977106.jpg

Roland Matthes gewann bei den Olympischen Sommerspielen 1968 und 1972 viermal Gold.

(Foto: AP)

Noch heute gilt Roland Matthes als bester Rückenschwimmer aller Zeiten. In seiner Karriere gewinnt er viermal Olympia-Gold und stellt fast 20 Weltrekorde auf. Nun bestätigt seine Familie, dass die DDR-Ikone im Alter von 69 Jahren verstorben ist.

Der viermalige Schwimm-Olympiasieger Roland Matthes ist tot. Seine Frau bestätigte der Deutschen Presse-Agentur, dass Matthes am Freitag im baden-württembergischen Wertheim nach kurzer, schwerer Krankheit im Alter von 69 Jahren gestorben sei.

AP_200400988393.jpg

Neben Medaillen und Rekorden sammelte Matthes auch sieben Auszeichnungen als DDR-Sportler des Jahres.

(Foto: AP)

Matthes hatte bei den Olympischen Sommerspielen 1968 und 1972 insgesamt vier Goldmedaillen für die DDR gewonnen, als er jeweils über 100 und 200 Meter Rücken triumphierte. Zudem holte er jeweils zweimal Silber und Bronze. Hinzu kommen unter anderem drei Goldmedaillen bei Weltmeisterschaften, fünf EM-Titel und insgesamt 19 Weltrekorde.

Der am 8. November 1950 im thüringischen Pößneck geborene Matthes gilt noch heute als bester Rückenschwimmer aller Zeiten. Zwischen April 1967 und August 1974 blieb er auf Rückenstrecken ungeschlagen.

Für Aufsehen sorgte 1978 die Heirat mit Kornelia Ender als dem zweiten großen sportlichen DDR-Schwimm-Aushängeschild der damaligen Zeit. Als die Ehe vier Jahre später geschieden wurde, fiel er bei der sportlichen und politischen Leitung in Ungnade. Kurz nach dem Mauerfall ging Matthes im Dezember 1989 in den Westen. Über Kaiserslautern kam er nach Tauberbischofsheim und zur Fechttrainer-Legende Emil Beck. Dort kümmerte sich der promovierte Orthopäde um die physiologische Trainingssteuerung.

Matthes wurde dank seiner Erfolge in der DDR siebenmal zum "Sportler des Jahres" gewählt. 1981 wurde er in die "International Swimming Hall of Fame" in Fort Lauderdale/Florida aufgenommen. 2004 zeichnete ihn die Stiftung Deutsche Sporthilfe mit der "Goldenen Sportpyramide" aus, 2006 wurde er in die Hall of Fame des deutschen Sports aufgenommen.

Quelle: ntv.de, cwo/dpa/sid