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Shiffrin kann es kaum aushaltenSki-Superstar Kilde feiert besonderes Comeback nach Zeit im Rollstuhl

27.11.2025, 22:14 Uhr
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Im Ziel mussten Aleksander Aamodt Kilde und Mikaela Shiffrin erstmal tief durchatmen. (Foto: IMAGN IMAGES via Reuters Connect)

Im Januar 2024 stürzt Aleksander Aamodt Kilde folgenschwer. Der Norweger sitzt im Rollstuhl, seine Schulter ist für immer geschädigt. Trotzdem kämpft er sich zurück in den Ski-Weltcup. Dort gelingt ihm eine Rückkehr der besonderen Art.

685 Tage nach seinem Horror-Sturz in Wengen hat der norwegische Ski-Star Aleksander Aamodt Kilde ein emotionales Weltcup-Comeback gegeben. Der 33-Jährige landete beim Sieg des Schweizer Alpin-Dominators Marco Odermatt im Super-G von Copper Mountain auf Rang 24. Die Platzierung war für den früheren Gesamtweltcupsieger nach 22 Monaten Zwangspause aber ohnehin nebensächlich. Das deutsche Trio Simon Jocher, Romed Baumann und Anton Grammel belegte die Ränge 20, 37 und 61.

Mit Startnummer 22 war Kilde im ersten Speed-Rennen der Saison auf die Piste im US-Bundesstaat Colorado gegangen. Seine Verlobte, die amerikanische Ausnahme-Skifahrerin Mikaela Shiffrin, wartete angespannt im Zielbereich. Als Kilde über die Linie fuhr und erleichtert ins Publikum winkte, schlug Shiffrin die Hände vor dem Gesicht zusammen. Hinter ihrer Sonnenbrille vergoss sie ein paar Tränen. Kurz darauf gab's eine innige Umarmung.

Kilde, Gesamtweltcupsieger von 2020 sowie jeweils zweifacher Olympia- und WM-Medaillengewinner, war im Januar 2024 auf der legendären Lauberhorn-Abfahrt im schweizerischen Wengen schwer gestürzt. Er hatte eine tiefe Schnittwunde am Unterschenkel und eine Schulterluxation erlitten. Es folgten mehrere Operationen, phasenweise saß Kilde im Rollstuhl. Eine Infektion in der Schulter erschwerte den Heilungsverlauf.

Die Bilder, die der Norweger aus dem Krankenhaus postete, seine Schilderungen in Interviews und in den sozialen Medien - sie waren dramatisch. Ein Karriereende stand im Raum. Probleme mit der Schulter werde er jetzt wohl sein ganzes Leben haben, hatte Kilde vor dem Comeback prophezeit.

Nach wie vor tut er sich schwer, seinen linken Arm bei der Abfahrtshocke in Position zu bringen. Trotzdem träumt der zweimalige Kitzbühelsieger schon wieder. Olympia 2026, sagte Kilde zuletzt, wäre "das i-Tüpfelchen". Auf dem "größten Sieg meines Lebens", den er bereits im April vergangenen Jahres errungen hatte, als ihm Weltcup-Rekordsiegerin Shiffrin die Ehe versprach.

Quelle: ntv.de, tsi/dpa/sid

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