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Campregher korrigiert DiagnoseSkispringer nach Horror-Sturz deutlich schwerer verletzt als gedacht

25.03.2026, 13:50 Uhr
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Andrea Campregher arbeitet nur noch als Testspringer (Foto: IMAGO/Eibner)

Bei einem Testsprung vor dem Skifliegen im norwegischen Vikersund stürzt Skispringer Andrea Campregher schwer, scheint aber zunächst eine Menge Glück im Unglück gehabt zu haben. Inzwischen teilt der Italiener eine deutlich heftigere Diagnose mit.

Die Bilder von Andrea Campregher auf dem Monsterbakken in Vikersund verhießen nichts Gutes. Der italienische Ex-Profi, der seine Laufbahn im vergangenen Jahr beendet hatte und seitdem als Testspringer Anlagen und Material für die Stars testet, verlor nur Augenblicke nach dem Absprung mit rund 90 Kilometern pro Stunde die Kontrolle über seinen Flug, der linke Ski sackte in der Luft weg, Campregher überschlug sich in der Luft und schlug aus großer Höhe mit der linken Schulter voran auf dem Hang auf.

Zunächst hatte der 24-Jährige mitgeteilt, er habe sich lediglich eine Rippe gebrochen - eine Aussage, die womöglich auf einem Übersetzungsfehler basierte. Und die nun in einem Interview richtiggestellt wurde. "Ich habe einen Wirbelbruch und Schäden an den darüber- und darunterliegenden Wirbelfragmenten. Bei der Operation am Samstag wurden zwei Platten eingesetzt und mit sechs Schrauben befestigt. Mir geht es gut, ich kann jetzt sogar schon laufen. Ich darf meine Wirbelsäule sechs bis acht Monate lang nicht belasten, bis die Ärzte all das entfernt haben", sagte Campregher gegenüber "skijumping.pl".

Nach einem heftigen Aufprall rutschte er bis in den Auslaufbereich, wo er zunächst regungslos liegen blieb. TV-Experte Johan Remen Evensen war angesichts der Bilder entsetzt: "Das wirkt wirklich brutal. Das Schlimmste, was auf einer Skiflugschanze passieren kann." Bereits bei seinem ersten Testsprung hatte der Italiener nur mit großer Mühe die Kontrolle halten können.

In dem Interview erklärt er auch, wie es zu dem Sturz kommen konnte. "Ich habe ein elastisches Band in meinem Anzug angebracht, um sicherzugehen, dass ich die Schrittlängenkontrolle im Anzug bestehe. Nach dem ersten Sprung verlor der Anzug an Spannung. Das Band erwies sich als zu weich und zu lang. Ich hätte mich zurückziehen sollen, aber ich entschied mich, noch einen Sprung zu versuchen", erklärte Campregher, wie es aus seiner Sicht zu dem schlimmen Sturz kam.

Er zeige sich überrascht, dass er als Probespringer ebenfalls zur Materialkontrolle musste. FIS-Kontrolleur Mathias Hafele verwies in einem Statement gegenüber "skijumping.pl" auf ein "seit vielen Jahren etabliertes und wichtiges Verfahren", das dazu führe, dass die Testsprünge "professionell und fair" ablaufen ."Ohne solche Kontrollen könnten beliebige Anzüge verwendet werden, was gefährlich wäre und die Jury daran hindern würde, Schlussfolgerungen aus den Sprüngen zu ziehen. Dies ist einer der Gründe, warum die Jury solche Kontrollen verlangt", erklärte Hafele.

Quelle: ntv.de, tno/sport.de

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