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Erstmals Parallel-Slalom Sturz verhindert deutsche WM-Medaille

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Alexander Schmid schaffte es nur auf Platz vier.

(Foto: imago images/Bildbyran)

Alexander Schmid verpasst bei der Ski-WM Bronze im Parallel-Event nur knapp. Kurz vor Schluss stürzt der Skifahrer im kleinen Finale und kann nicht für die vierte deutsche Medaille sorgen. Der Parallel-Slalom wird zum ersten Mal überhaupt bei einer WM ausgetragen - und gleich zum Flop.

Nach dreimal Silber sind die deutschen Skirennläufer bei der WM in Cortina d'Ampezzo nur haarscharf an einer weiteren Medaille vorbeigefahren. Alexander Schmid unterlag im erstmals ausgetragenen und sportlich fragwürdigen Parallel-Rennen Topfavorit Loic Meillard aus der Schweiz im Kampf um Bronze, weil er bei seiner gewagten Aufholjagd im zweiten Lauf stürzte.

"Das gehört dazu, es muss ein vierter Platz her", sagte Schmid in der ARD geknickt: "Eigentlich zählt nur Platz drei, der Vierte ist der erste Verlierer. Aber ich bin trotzdem zufrieden."

Den Einzug ins Finale hatte der Allgäuer zuvor gegen den ersten Weltmeister verpasst: Mathieu Faivre aus Frankreich setzte sich im Duell um Gold und Silber gegen Filip Zubcic aus Kroatien durch. Bei den Frauen holte Marta Bassino gegen Katharina Liensberger aus Österreich den ersten Titel für Gastgeber Italien, Bronze ging an Tessa Worley aus Frankreich.

Nach einer starken Qualifikation schieden Stefan Luitz (Bolsterlang) und Linus Straßer (München) bereits im Achtelfinale bzw. Viertelfinale aus. Bei den Frauen war die mitfavorisierte Petra Vlhova (Slowakei) durch einen Sturz schon in der Quali gescheitert. Topstars wie Mikaela Shiffrin (USA), Alexis Pinturault (Frankreich) oder Henrik Kristoffersen (Norwegen) waren gar nicht erst angetreten.

Parallel-Event wird zum Flop

Die Premiere geriet allerdings sportlich zum Flop. Der rote Kurs war klar schneller als der blaue. Zwar wurde nach dem ersten Lauf gewechselt, doch wer auf Rot vorlegen konnte, hatte erkennbar die besseren Chancen. Felix Neureuther brachte dies am ARD-Mikrofon auf die Palme. "Das ist keine gute Werbung für den Skisport. Eine Katastrophe. Ich will so ein Format nicht bei einer WM sehen", schimpfte er und nahm umgehend Kontakt zu Renndirektor Markus Waldner auf, um sich zu beschweren.

Straßer war in der Runde der letzten Acht ebenfalls an Meillard gescheitert, nachdem er am Morgen in seiner Qualifikationsgruppe Rang vier belegt hatte. "Es war auf jeden Fall ein guter Wettbewerb, um in die WM zu starten", sagte der Münchner. Am Mittwoch muss er womöglich schon wieder ran, dann wird ebenfalls im Parallel-Modus der Team-Event (12.15 Uhr/ZDF und Eurosport) gefahren. Er werde den Ersatzfahrer für Schmid und Luitz machen, berichtete Straßer.

Auch Luitz hatte sich in seinem ersten Einsatz nach einer Muskelverletzung Anfang Januar Hoffnungen machen dürfen - wie Schmid hatte er in seiner Qualifikationsgruppe Rang zwei belegt und als einer von je acht Zeitschnellsten die K.o.-Runde erreicht. Dort konnte er seinen Vorsprung aus dem ersten Lauf gegen Zubcic auf dem langsameren blauen Kurs aber nicht verteidigen. "Ich bin froh", sagte Luitz dennoch, "dass ich überhaupt hier stehen kann."

Auch Andrea Filser, die sich als einzige von drei gestarteten deutschen Frauen überraschend für die K.o.-Runde qualifiziert hatte, scheiterte schon im Achtelfinale: Sie verlor gegen Gesamtweltcupsiegerin Federica Brignone (Italien) mit einem Gesamtrückstand von 0,43 Sekunden. Zufrieden aber war sie dennoch: "Vor allem die Qualifikation war super", sagte die 27 Jahre alte WM-Debütantin - da hatte sie überraschend Rang vier in ihrer Gruppe belegt.

Quelle: ntv.de, dbe/sid

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