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"Daran besteht kein Zweifel"Trumps Grönland-Rausch nimmt Handballstars mit

20.01.2026, 08:31 Uhr
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Dänemarks Handballer wollen ihre Landsleute begeistern (Foto: picture alliance / Ritzau Scanpix)

Die Handball-Europameisterschaft geht in ihre heiße Phase, der Titel und die Medaillen werden in Dänemark verteilt. Der anscheinend übermächtige Gastgeber begeistert seine Landsleute - und freut sich darüber auch im Schatten der Grönland-Krise.

Dänemarks Handballer wollen mit den Auftritten bei ihrer Heim-EM inmitten der Grönland-Krise eine Abwechslung für ihre Landsleute darstellen. "Wir sind froh, dass wir ein Lichtblick sein können", sagte Nationaltrainer Nikolaj Jacobsen im Interview mit dem dänischen Fernsehsender TV2 und verwies auf die positive Energie seines Teams: "Deshalb freue ich mich auch über die Art und Weise, wie meine Spieler auftreten – mit Energie, Freude und einem Lächeln im Gesicht."

In einer Zeit des weltweiten Umbruchs und der Spaltung wolle man dazu beitragen, die Bevölkerung zu einen. "Wir werden uns dessen immer bewusster. Daran besteht kein Zweifel", sagte Jacobsen, der viele Jahre lang in der Bundesliga gespielt und gecoacht hatte. Die Dänen, aktuelle Weltmeister und Olympiasieger, haben sich mit zwei Siegen bereits vorzeitig für die EM-Hauptrunde qualifiziert. Im abschließenden Vorrundenspiel treffen sie am Abend (20.30 Uhr) in Herning auf Portugal.

Auch Flensburgs dänischer Rückraumspieler Simon Pytlick sieht die Europameisterschaft nicht nur als sportliches Highlight in einer "verrückten Zeit". "Es wäre schön, wenn wir der Bevölkerung eine positive Abwechslung bieten könnten. Wenn wir dazu beitragen können, den Menschen ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern", sagte Pytlick gegenüber TV2. Die Reaktion der dänischen Politik auf die Situation in Grönland habe ihn beeindruckt. "Ich finde, wir machen das als Land richtig gut, und ich finde, die Politiker sind superstark. Die Art und Weise, wie sie alles gehandhabt haben, was passiert ist, insbesondere auch in Bezug auf Grönland, war enorm inspirierend", sagte Pytlick.

"Welt sieht heute anders aus"

Die Veranstalter der EM sind sich sehr bewusst, dass das Turnier zur Bühne für Proteste werden könnte - und ist vorbereitet. "Wenn ich zu viel sage, schwächen wir uns selbst, aber wir haben selbstverständlich einige Vorkehrungen getroffen", sagte Kent Nicolajsen, Chef des Organisationskomitees. "Die Welt sieht heute anders aus – das haben wir ebenfalls gelernt."

Bereits im vergangenen Jahr hatte beim finalen Hauptrundenspiel der dänischen Mannschaft (28:22 gegen Tschechien) ein Klimaaktivist das Parkett gestürmt, dabei allerdings nur Konfetti auf dem Spielfeld verteilt. Weil keine Ordner kamen, führte Weltmeister-Trainer Jacobsen persönlich den Mann aus dem Innenraum.

Grönland gehört als autonomes Gebiet zu Dänemark. US-Präsident Donald Trump hatte in den vergangenen Wochen immer wieder einen Besitzanspruch auf Grönland erhoben und dies mit nationalen Sicherheitsinteressen der USA in der Arktis begründet.

Quelle: ntv.de, ter/sid

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