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Finnen jubeln bei Eishockey-WM Übermächtige Russen erleben bittere Pleite

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Marko Anttila schockt den Rekordweltmeister im Schlussdrittel, nun greifen die Finnen nach ihrem viertel WM-Titel.

(Foto: imago images / Bildbyran)

Die Eishockey-WM in der Slowakei erlebt im Halbfinale eine dicke Überraschung: Außenseiter Finnland, das in der Gruppenphase gegen die deutsche Mannschaft verliert, schlägt Rekordweltmeister Russland. Die Sbornaja hadert mit sich, die Finnen, nur mit zwei NHL-Profis angereist, zeigen mal wieder, dass sie Russland-Experten sind.

Die Gold-Mission der russischen  Eishockey-Superstars bei der WM in der Slowakei ist gescheitert. Die  "Rote Maschine" um den NHL-Torschützenkönig Alexander Owetschkin  verlor nach acht Siegen in acht Spielen überraschend im Halbfinale  mit 0:1 (0:0, 0:0, 0:1) gegen Finnland. Der Rekordweltmeister spielt  am Sonntag (15.45 Uhr/Sport1) nur um Bronze. Nach ihrem dritten WM-Titel greifen dagegen die Finnen, die in  der Vorrunde 2:4 gegen die deutsche Nationalmannschaft verloren  hatten, im Endspiel am Sonntagabend (20.15 Uhr) in  Bratislava. Kapitän Marko Anttila (51.) erzielte das Siegtor für die  Skandinavier, die nur mit zwei NHL-Profis antraten.

"Wir haben das ganze Turnier über an uns geglaubt. Ich weiß  nicht, ob sonst jemand", sagte Anttila: "So wie wir spielen, können  wir jeden schlagen. Ich denke, wir haben noch einen Sieg in uns."  Gutes Omen: Zum letzten Mal wurden die Finnen 2011 ebenfalls in  Bratislava Weltmeister - nach einem Halbfinalsieg gegen Russland  (3:0). Der Finalgegner wird am Samstagabend (19.15 Uhr)  zwischen Deutschland-Bezwinger Tschechien und dem 26-maligen Titelträger Kanada ermittelt.

Finnen schocken Russland zum dritten Mal

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"Wir konnten einfach keine Tore schießen", klagte Russlands  Verteidiger Michail Sergatschjow, "und dann haben wir auf der  anderen Seite auch noch ein dummes Tor zugelassen. Das war der  Unterschied. Aber man muss zugeben: Sie haben sehr gut gegen unsere  Stürmer verteidigt. Sie haben uns nichts geschenkt." Nach einem sehr hart und verbissen geführten ersten Drittel  öffneten beide Mannschaften das Spiel im zweiten Durchgang, die  Torchancen häuften sich auf beiden Seiten. Die Finnen, die im  Viertelfinale Titelverteidiger Schweden mit 5:4 nach Verlängerung  ausgeschaltet hatten, hatten Pech mit einem Pfostenschuss von  Verteidiger Niko Ojamäki (24.). Der Druck der Russen nahm zu, die  beste Möglichkeit hatte aber der Außenseiter durch Jani Hakanpää bei einem Konter (37.).

Auch zu Beginn des Schlussdrittels scheiterten Owetschkin und  Co. immer wieder am starken finnischen Torwart Kevin Lankinen.  Anttila nutzte auf der Gegenseite eine Unaufmerksamkeit in der  russischen Abwehr und schoss den Puck durch die Beine von  Startorwart Andrej Wassilewski. Auch bei ihren  Heimweltmeisterschaften 2007 und 2016 waren die Russen im Halbfinale an Finnland gescheitert.

Quelle: n-tv.de, ter/sid

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