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Demontage im Finale der Darts-WM Van Gerwen krönt sich zum Weltmeister

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2014, 2017, 2019: Michael van Gerwen ist Darts-Weltmeister.

(Foto: picture alliance / John Walton/P)

Der Niederländer Michael van Gerwen geht als Favorit ins Finale der Darts-WM. Gegen Michael Smith führt er schnell mit 4:0. Dann findet sein Gegner aus England besser zu seinem Spiel und verkürzt. Doch das will van Gerwen nicht auf sich sitzen lassen. Nun ist er zum dritten Mal Weltmeister.

Michael van Gerwen hat seine Vormachtstellung im Darts-Sport untermauert und ist souverän zu seinem dritten WM-Titel gestürmt. Der 29 Jahre alte Niederländer schlug im Finale Michael Smith aus England mit 7:3 und ist damit der erst zweite Spieler nach Phil Taylor, der beim Weltverband PDC mindestens drei WM-Titel gewonnen hat. So ungefährdet wie van Gerwen hatte sich selten ein Spieler im Londoner Alexandra Palace den begehrtesten Titel geholt. Er verlor in sechs Partien gerade einmal acht Sets.

Der Darts-Dominator gewinnt neben der Sid-Waddel-Trophy auch ein Rekord-Preisgeld von 500.000 Pfund. Er besteigt damit nach 2014 und 2017 erneut den Thron und steht so unangefochten wie selten zuvor an der Spitze der Weltrangliste, die er seit exakt fünf Jahren ohne Pause anführt. "Ich stehe so oft in Finals, ich bin es gewohnt, wenn nur noch zwei Spieler übrig sind", hatte er vor seinem vierten WM-Endspiel angekündigt - und direkt im Anschluss an der Scheibe begonnen, die Träume von Finaldebütant Smith zu zerstören.

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Michael Smith verlor das Finale bereits zu Beginn, als Michael van Gerwen 4:0 nach Sätzen davonziehen konnte.

(Foto: picture alliance/dpa)

"Es gibt für mich nichts Größeres - meine Familie ausgenommen", sagte van Gerwen im Anschluss. "Michael Smith hat so viel Talent, er hat mich immer gefordert und irgendwann wird auch er den Titel gewinnen." Smiths Fazit: "Der Anfang war fatal. Ich habe zu viele Chancen vergeben."

Darts-Party im Ally Pally

Nach Siegen über die Ex-Weltmeister Adrian Lewis (4:1) und Gary Anderson (6:1) trumpfte van Gerwen auch gegen Smith auf. Im ersten Leg checkte der Niederländer 129 Punkte über das Bulls Eye aus, es war das erste Ausrufezeichen. Dabeu hatte der Mann im markant grellgrünen Shirt vor dem Endspiel erstaunlich viel Respekt vor seinem Gegner gezeigt: "Seine Scoring-Power ist sehr gut. Ich denke, dass ich die ganze Zeit Druck auf ihn ausüben muss." Das tat er auch und führte in kürzester Zeit mit 3:0-Sätzen.

Jeder Doppelwurf zum Satzgewinn glich einem emotionalen Ausbruch. Van Gerwen trotzte damit auch dem Publikum, das ihn schon bei seinem Einlauf im Ally Pally ausgepfiffen hatte. "Wen interessiert das, dass die Zuschauer gegen mich sind?", hatte er in weiser Voraussicht gefragt und sich im Anschluss kein Stück aus dem Konzept bringen lassen.

Zwischen den beiden starken Scorern lief es dann so, wie es meist läuft. Beide trafen immer wieder die 180 und schaukelten sich hoch, doch in den entscheidenden Momenten bewahrte van Gerwen die Nerven und setzte sich immer weiter ab. So war es meist auch bei den 31 Duellen davor, von denen der Primus 25 für sich entschied. Vor Fernsehkameras hatte van Gerwen sogar sieben von acht Aufeinandertreffen für sich entschieden, darunter auch das Premier-League-Finale im Mai vergangenen Jahres.

Smith, der am Samstag seine Verlobte heiratet und tagelang von einer Hochzeit als Weltmeister träumte, war die Aufregung im größten Spiel seiner Karriere deutlich anzumerken. Im vierten Satz verfehlte er mehrere Darts zum Anschluss und geriet so mit 0:4 ins Hintertreffen, was sich als aussichtsloses Unterfangen herausstellen sollte. Symptomatisch für einen gebrauchten Sonntagabend schoss sich Smith auch noch selbst Pfeile aus dem Board. Den übermächtigen van Gerwen konnte er in einem einseitigen Endspiel trotz einer kurzen starken Phase mit drei Finishes von mehr als 100 Punkten am Stück nicht mehr aufhalten.

Quelle: n-tv.de, bad/dpa

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