Im Halbfinale von Monte CarloZverev schüttelt Youngster ab - doch jetzt droht der Angstgegner

Alexander Zverev lässt sich beim ATP Masters von Monte Carlo von einem Jungstar nicht aus dem Konzept bringen. Auf den deutschen Tennis-Star wartet jetzt aber wohl der absolute Angstgegner.
Alexander Zverev riss die Arme hoch und ließ einen Freudenschrei folgen. Nach 2:40 Stunden harter Tennisarbeit gegen den frechen Shootingstar Joao Fonseca war der deutsche Topspieler in seiner Wahlheimat Monte Carlo "super happy" mit dem Einzug in sein nächstes Masters-Halbfinale.
"Es wird hoffentlich eine gute Sandplatzsaison für mich, aber ich muss mich weiter verbessern", sagte Zverev, der den Belagwechsel vom Hartplatz auf die rote Asche trotz üblicher Anfangsschwierigkeiten erfolgreich meistert. Nach dem 7:5, 6:7 (3:7), 6:3 gegen Fonseca könnte nun das nächste Aufeinandertreffen mit dem Italiener Jannik Sinner folgen, gegen den Zverev zuletzt immer klar verloren hat.
"Manchmal stimmt mein Timing noch nicht ganz. Aber es ist die erste Woche für uns", sagte Zverev über seinen Auftritt, der unterschiedliche Phasen hatte. Letztlich sammelte Zverev aber weiteres Selbstbewusstsein. Der 28-Jährige hat nun bei sechs der vergangenen sieben Masters-Veranstaltungen die Vorschlussrunde erreicht. Auf einen Turniersieg wartet der Hamburger, der bei den French Open in Paris ab dem 24. Mai angreifen will, seit seinem Triumph in München im vergangenen Jahr.
Zverev zeigt die richtige Reaktion
Seine Konstanz ist durchaus beeindruckend. Zverev ist erst der vierte Spieler in der Geschichte der Mastersserie, der zehn Halbfinals bei 1000er-Events auf Sand erreicht hat. Vor dem Olympiasieger von Tokio stehen in der Bestenliste Rafael Nadal (37-mal), Novak Djokovic (28) und Roger Federer (19).
Das Duell mit dem Weltranglisten-40. Fonseca ging er mit Vorfreude an und zeigte schnell, dass er sich auf Sand wohlfühlt. Nach ungenutzten Breakchancen zu Beginn der Partie geduldete sich der Hamburger bis zum Ende des ersten Satzes - und schlug dann zu.
Doch dann zeigte auch Fonseca, der mit seiner krachenden Vorhand viele Tennisfans elektrisiert und schon einen Sandplatztitel aus Buenos Aires vorzuweisen hat, was in ihm steckt. Das Toptalent aus Rio de Janeiro drehte in einer schwächeren Phase von Zverev auf und schnappte sich den zweiten Durchgang.
Die Reaktion im dritten Satz passte dann aber wieder. "Das war mein bester Satz", sagte Zverev, der durchaus einen Blick auf das nachfolgenden Match von Sinner werfen wollte. Aber er hatte nach seinem Erfolg auch weitere Pläne: "Vielleicht spiele ich etwas Padel oder etwas Golf."
Offenbar war sein Akku nach der Herausforderung durch Fonseca noch lange nicht leer.