Hoher Besuch für Ralf Rangnick
Bundespräsident Alexander Van der Bellen hat die österreichische Fußball-Nationalmannschaft auf das "Endspiel" um das WM-Ticket eingeschworen. Der 81-Jährige besuchte Teamchef Ralf Rangnick und Co. beim Abschlusstraining in Wien vor dem Duell mit Bosnien-Herzegowina am morgigen Dienstag (20.45 Uhr/DAZN).
"Das ist sicher etwas Tolles und Schönes", sagte Routinier Marko Arnautovic und fügte an: "Was ich außergewöhnlich fand, ist, dass er gesagt hat, dass er stolz auf uns ist." Gelingt ein Sieg oder Remis gegen die Bosnier, würden die Österreicher zum ersten Mal seit 28 Jahren wieder an einer Weltmeisterschaft teilnehmen.
"Zum Abschluss habe ich gesagt: 'Gemma Burschen.' Aber eigentlich brauche ich das nicht. Ich habe mich gefreut, da zu sein und in die Kabine zu dürfen", sagte Van der Bellen. In Sachen Tor-Prognosen hielt er sich zurück: "Es ist mir im Prinzip egal, wer die Tore schießt - solange es Österreicher sind."
Ex-Bayern-Talent Tel steht offenbar vor nächstem Wechsel
Wie die "Gazzetta dello Sport" berichtet, könnte Mathys Tel Tottenham Hotspur bereits im Winter verlassen. Demnach streckt die AS Rom die Fühler nach dem früheren Stürmer des FC Bayern aus. Vertraglich ist Tel noch langfristig bis 2031 an die Spurs gebunden. Stammspieler ist der 20-Jährige in der Premier League aber nicht. Wunschkandidat der AS Rom sei eigentlich Joshua Zirkzee von Manchester United. Bei dem Niederländer droht allerdings große Konkurrenz.
Kane: Tuchel war "Hauptgrund" für Bayern-Wechsel
Wäre Thomas Tuchel im Sommer 2023 nicht Trainer des FC Bayern gewesen, wäre Harry Kane wohl nie in München gelandet. Das deutete der Stürmer nach dem letzten WM-Qualifikationsspiel der englischen Nationalmannschaft an. "Er war der Hauptgrund, warum ich zum FC Bayern gegangen bin", versicherte Kane. "Ich liebe seine Energie. Ich mochte, was er vorhatte und wie er spielen wollte", erinnerte sich der Top-Torjäger an die Gespräche mit Tuchel vor seinem Bayern-Wechsel zurück.
Vom ersten Moment an habe er ein Verhältnis zu Tuchel gepflegt, das ihn "auf den richtigen Weg gebracht hat", ergänzte der englische Superstar, der nur wenigen Monate ohne Tuchel auskommen musste. Nach dessen Aus in München wurde der Fußballlehrer englischer Nationaltrainer - und traf so erneut auf Kane. Auch in der Rolle als Coach der Three Lions weiß Tuchel Kane voll zu überzeugen. "Er hat Persönlichkeit, Charisma. Das ist typisch für einen England-Trainer. Und das ist auch wichtig, wenn man an einem großen Turnier teilnimmt", blickte Kane schon auf die WM voraus. Seine Engländer hatten sich bereits vorzeitig für die WM-Endrunde qualifiziert. Durch die Quali marschierten sie ohne Gegentor mit acht Siegen in acht Spielen.
Drama im Niedersachsen-Duell: Oldenburg im Top Four
Die EWE Baskets Oldenburg haben das niedersächsische Derby gewonnen und so das Ticket für das Top Four um den Pokal der Basketball Bundesliga (BBL) gelöst. Der Tabellenvorletzte siegte bei Rasta Vechta mit 72:69 (30:49), ein verwandelter Dreier von Christopher Clemons eine Sekunde vor Schluss sorgte für die Entscheidung. Gegner Vechta scheiterte damit im dritten Jahr in Folge im Viertelfinale des BBL-Pokals.
Vor 3400 Fans gingen die Hausherren mit einer Führung von neun Punkten in die Pause. Die Gäste mit BBL-Topscorer Clemons fanden im zweiten Durchgang aber die passende Antwort und kämpften sich zurück in die Begegnung. Kurz vor der Schlusssirene krönte dann der US-Amerikaner, mit 20 Punkten bester Werfer des Spiels, seine starke Leistung.
Medien: FC Bayern macht bei Sturm-Überraschung ernst
Wie "Sky" berichtet, ist das Interesse des FC Bayern an einer Verpflichtung von Fisnik Asllani konkreter geworden. Demnach haben bereits Gespräche über einen möglichen Wechsel stattgefunden. Sportvorstand Max Eberl und Sportdirektor Christoph Freund seinen von der Entwicklung des kosovarischen Mittelstürmers beeindruckt. Schon im Oktober hatte der TV-Sender Asllani mit dem FC Bayern in Verbindung gebracht. Damals hieß es, der 23-Jährige könnte an der Säbener Straße die Backup-Rolle von Harry Kane einnehmen.
Asllani war erst im Sommer von einer einjährigen Leihe zur SV Elversberg nach Hoffenheim zurückgekehrt. Dort ist sein Vertrag noch langfristig bis 2029 datiert .Angeblich kann der Angreifer die TSG im kommenden Sommer dank einer Ausstiegsklausel verlassen. Wie hoch diese ist, wird allerdings nicht verraten. In der aktuellen Saison überzeugt Asllani mit sechs Toren und drei Vorlagen in zwölf Pflichtspielen.
Zuletzt wurde der gebürtige Berliner auch mit einem Wechsel zum FC Barcelona in Verbindung gebracht. Die Katalanen hatte er zuletzt in einem "Sport Bild"-Interview als seinen "Traumverein" bezeichnet und bekannt: "Da wollte ich schon immer gerne spielen." Asllani sagte zudem mit Blick auf seine Zukunft: "Ich möchte irgendwann in der Champions League spielen. Es ist wichtig, Träume zu haben und auf etwas hinzuarbeiten."
Nagelsmann schickt seine beste Mannschaft ins "Endspiel"
Bundestrainer Julian Nagelsmann kann im "Endspiel" um das direkte Ticket zur Fußball-WM auf Kapitän Joshua Kimmich und Abwehr-Säule Nico Schlotterbeck zurückgreifen. Das Duo steht im letzten Qualifikationsspiel in Leipzig gegen die Slowakei (20.45 Uhr/ZDF und im Liveticker bei ntv.de) wie erhofft in der Startelf.
Gegen Luxemburg (2:0) hatte Nagelsmann noch auf beide Spieler verzichten müssen. Jetzt ersetzt Kimmich auf der rechten Abwehrseite Ridle Baku, Schlotterbeck rückt anstelle von Waldemar Anton ins Abwehrzentrum neben Jonathan Tah. Wie Tah verbleiben Torwart Oliver Baumann und Linksverteidiger David Raum in der Anfangsformation.
Ansonsten ändert Nagelsmann nichts. Die Bayern-Profis Leon Goretzka und Aleksandar Pavlović bilden abermals die Schaltzentrale im Mittelfeld. In der Offensivreihe erhält Leroy Sané eine weitere Chance neben Serge Gnabry und Florian Wirtz. Nick Woltemade, in Luxemburg per Doppelpack der Matchwinner, soll als Sturmspitze erneut für Tore sorgen.
Die deutsche Aufstellung: Baumann – Kimmich, Tah, Schlotterbeck, Raum – Pavlovic, Goretzka – Sané, Gnabry, Wirtz – Woltemade
Wunderkindern des DFB winkt Premiere
U21-Trainer Antonio Di Salvo könnte zum Jahresabschluss von Beginn an auf das Duo Lennart Karl und Said El Mala setzen. "Der eine rechts, der andere links. Das ist durchaus vorstellbar. Lasst euch überraschen", sagte der 46-Jährige vor dem wichtigen Härtetest in der EM-Qualifikation am Dienstag (18 Uhr/Sat.1 und im Liveticker bei ntv.de) in Georgien über seine beiden jüngsten Spieler im Kader.
El Mala war am Sonntag von der A-Nationalmannschaft wieder zur DFB-Auswahl gestoßen - und gibt Di Salvo weitere Optionen in der bereits stark besetzten Offensive. "Ich werde das Training mal abwarten, bei Said schauen, wie er sich fühlt, wie er reinkommt, und dann morgen entscheiden", so Di Salvo. El Mala (19) vom 1. FC Köln und Karl (17) vom FC Bayern hatten zuletzt in ihren Vereinen für Furore gesorgt. Bundestrainer Julian Nagelsmann nannte die beiden zuletzt als Kandidaten für die WM im Sommer. Während Karl bei seinem U21-Debüt am Freitag gegen Malta (6:0) doppelt traf, saß El Mala beim 2:0 der A-Nationalmannschaft in Luxemburg 90 Minuten auf der Bank und soll nun Spielzeit sammeln.
Hoffenheim wirft Frauen-Trainer nach Zehn-Tore-Niederlage raus
Fußball-Bundesligist TSG Hoffenheim hat sich von seinem Frauen-Trainer Theodoros Dedes getrennt. Wie die Kraichgauer mitteilten, wurde der bis Sommer 2026 laufende Vertrag in "beiderseitigem Einvernehmen" vorzeitig aufgelöst. In den vergangenen Monaten habe sich gezeigt, "dass Verein und Trainer in einigen grundlegenden Fragen zur Ausrichtung sowie zur Herangehensweise im Mädchen- und Frauenfußball unterschiedliche Auffassungen verfolgen", hieß es als Begründung.
Die TSG war am Wochenende im Achtelfinale des DFB-Pokals durch ein 4:6 gegen Eintracht Frankfurt ausgeschieden, in der Liga liegt Hoffenheim auf Rang sechs. Interimsmäßig übernimmt nun der bisherige Co-Trainer Thomas Johrden das Cheftraineramt.
Dedes hatte die Mannschaft zur Saison 2024/25 übernommen. "Wir haben gemeinsam festgestellt, dass sich die erhoffte Entwicklung in dieser Hinrunde nicht in allen Bereichen wie gewünscht eingestellt hat", erklärte Zwanziger: "Dabei geht es nicht ausschließlich um sportliche Ergebnisse, sondern um die gesamte Ausrichtung und Zusammenarbeit."
Das sagt Harald Glööckler zum neuen DFB-Trikot
Der Modeschöpfer Harald Glööckler hält das neue Trikot der deutschen Fußball-Nationalmannschaft für ausgesprochen gelungen. "Der Trend in der Mode ist momentan eher auf Zurückhaltung und sogenannten Old Money Style - edel, klassisch, schlicht", sagte Glööckler der Deutschen Presse-Agentur. Deshalb könne er die Gestaltung sehr gut verstehen. Das in traditionellem Weiß gehaltene Jersey mit quer über die Brust laufenden Streifen in Schwarz, Rot und Gold erinnert stark an das Weltmeister-Trikot von 1990.
Glööckler wertet diese Anlehnung nicht als übertriebene Nostalgie oder viel Retro. "Für mich erfährt das Trikot dadurch eine Renaissance, verbunden mit dem damaligen WM-Titel. Das nährt automatisch die Hoffnung auf einen erneuten Sieg beim Turnier im nächsten Jahr in den USA." Modeschöpfer bedienten sich gerne und erfolgreich an Meisterwerken der Vergangenheit und setzten diese zeitgemäß neu um, erklärte Glööckler. "Wir können in der Mode sowieso nichts grundlegend Neues machen. Es ist ein bisschen wie in der Oper: Auch da werden immer wieder dieselben Arien gesungen. Die Kunst liegt in der persönlichen Interpretation", sagte der Designer.
Falls er ein Trikot entwerfen müsste, würde sein Hauptaugenmerk auf dem Wesentlichen liegen. "Das ist mit diesem Trikot eindeutig gelungen - ohne mein Zutun. Ich gratuliere."
Kylian Mbappé soll 180 Millionen Euro an PSG zahlen
Der französische Fußball-Meister Paris Saint-Germain fordert von seinem früheren Superstar Kylian Mbappé eine Entschädigung in Höhe von 180 Millionen Euro. Hintergrund im nächsten Kapitel des jahrelangen Rechtsstreits ist ein geplatzter Transfer des Weltmeisters von 2018 zum saudi-arabischen Klub Al-Hilal im Sommer 2023. Das gaben die Anwälte des Hauptstadtklubs am Montag vor dem Arbeitsgericht in Paris bekannt.
Demnach habe Al-Hilal im Juli 2023 ein Angebot über 300 Millionen Euro für den Stürmer unterbreitet, das Mbappé jedoch ablehnte. PSG sieht sich durch die gescheiterte Ablösezahlung finanziell geschädigt und fordert nun eine Kompensation. Die Forderung steht im direkten Zusammenhang mit einer vorherigen Klage des Spielers, der seinerseits 240 Millionen Euro vom Verein verlangt. Mbappé begründet dies unter anderem mit der angeblich unrechtmäßigen Umwandlung seines befristeten Vertrags in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis sowie der ihm nach Vertragsende zugefügten seelischen Belastung.
Die juristische Auseinandersetzung zwischen dem Klub und dem mittlerweile zu Real Madrid abgewanderten Offensivstar ist damit in eine neue Eskalationsstufe getreten. Mbappé hatte PSG im Sommer 2024 nach monatelangem Tauziehen verlassen.
Klitschko-Bezwinger prügelt sich mit Influencer
Wenige Tage vor Weihnachten kämpft der frühere Schwergewichtsweltmeister und einstige Klitschko-Bezwinger Anthony Joshua gegen Influencer Jake Paul. Das gab Promoter "Matchroom Boxing" bekannt. Das Duell des Briten Joshua gegen den US-Amerikaner wird am 19. Dezember in Miami ausgetragen.
Der Kampf soll mehreren Medienberichten zufolge unter professionellen Bedingungen über acht Runden mit jeweils drei Minuten über die Bühne gehen. Netflix hat sich die Übertragungsrechte für das Duell gesichert.
Joshua, der in seiner Karriere 28 Siege feierte und vier Pleiten kassierte, hat seit seiner Niederlage im Kampf um den WM-Titel des Verbandes IBF gegen Landsmann Daniel Dubois im September 2024 kein Duell mehr bestritten. Das frühere Box-Idol Wladimir Klitschko hatte 2017 seinen letzten Kampf gegen den 14 Jahre jüngeren Joshua nach einem spektakulären Duell verloren und wenige Monate später seine Karriere beendet.
"Kimmich wird so eine Hälfte nicht durchgehen lassen"
Ein gutes halbes Jahr vor dem Start der WM-Endrunde in Nordamerika hat die DFB-Elf schon jetzt eine Art K.o.-Spiel. Im Rückspiel gegen die Slowakei geht es im direkten Duell um den Gruppensieg - und damit um die direkte Qualifikation. RTL-Sportexperte Wolff-Christoph Fuss blickt auf den Abend der Entscheidung.
Fraktur im Handgelenk? Superstar droht Pause
Footballstar Aaron Rodgers muss bei den Pittsburgh Steelers womöglich eine Auszeit einlegen. Nach ESPN-Informationen hat der Quarterback am Sonntag im NFL-Spiel gegen die Cincinnati Bengals (34:12) eine kleine Fraktur im linken Handgelenk erlitten, Rodgers wirft mit rechts. Der 41-Jährige zog sich die Verletzung zu, als er Ende des zweiten Viertels nach einem harten Tackle auf dem Boden landete. Mason Rudolph spielte nach der Pause für die Steelers. Wie schlimm es Rodgers erwischt hat, soll eine Untersuchung am Montag zeigen.
"Wir haben in der Umkleidekabine geredet, und er hat mir den Finger gezeigt. Nicht den bösen, sondern den Zeigefinger, er sagte: 'Du gehst rein'", so Rudolph. Der 30-Jährige brachte zwölf von 16 Pässen für 127 Yards an und warf einen Touchdown-Pass. Für Pittsburgh (6:4 Siege) geht es im Rennen um ein Play-off-Ticket am Sonntag (19.00 Uhr MEZ) bei den Chicago Bears (7:3) weiter.
Iren drehen nach Last-Second-Tor komplett frei
In der sechsten Minute der Nachspielzeit stellt Troy Parrott das WM-Quali-Spiel seiner Iren in Ungarn komplett auf den Kopf - und lässt sein Team, sein ganzes Land ausrasten.
Nagelsmann und Wurzenberger machen Kinder stark
"Ich glaube, das ist das einzige Mal, dass ich den Fußballnationaltrainer treffen werde", sagt Oskar strahlend, als er Julian Nagelsmann und Lena Wurzenberger in der Münchner Kletterhalle "Heaven's Gate" die Hand schüttelt. Der Fußballnationaltrainer und seine Freundin sind als Projektpaten der "Stiftung RTL – Wir helfen Kindern e. V." gekommen, um mit dem zehnjährigen Oskar und seiner kleinen Schwester Norah unvergessliche Kletterstunden zu verbringen.
Jeden Tag ist Oskar für Norah da, kümmert sich liebevoll um die Sechsjährige, hilft ihr beim Laufen, nimmt sie an die Hand, tröstet sie und passt auf, dass ihr nichts passiert. Norah ist seit ihrer Geburt durch einen seltenen Gendefekt, die Trisomie 12 Mosaik, körperlich eingeschränkt. Sie braucht Orthesen, ist auf einen Rollator oder Rollstuhl angewiesen. Die ersten Jahre ihres Lebens waren ein Kampf ums Überleben: Beatmung, Intensivstation, ungewisse Prognosen. Doch Norah hat nie aufgegeben und geht inzwischen sogar an der Hand ein paar Schritte. Heute versucht sie sich an der Kletterwand, Oskar hat sie genau im Blick.
Julian Nagelsmann: "Es ist so schön zu sehen, wie gerne Norah klettert. Das macht ihr richtig Freude, aber auch ihrem Bruder Oskar, der ihr im Alltag so viel hilft." Oskar muss als gesundes Geschwisterkind oft zurückstecken, da Norah mit ihren ganz besonderen Bedürfnissen im Mittelpunkt steht. "Solche Aktionen wie das Klettern sind deswegen so wichtig für die ganze Familie. Sie geben allen, auch den Eltern, Kraft."
Aus diesem Grund setzen sich Julian Nagelsmann und Lena Wurzenberger für das Projekt "Gemeinsam stark" der Sports360 Stiftung ein, das gezielt Familien mit Kindern mit Behinderungen durch individuell abgestimmte Freizeitangebote unterstützt.
Mit den Spenden aus dem RTL-Spendenmarathon werden Familien mit Kindern mit Behinderungen im Raum München unterstützt. Bitte spenden Sie hier: www.rtlwirhelfenkindern.de
McLaren holt 14-jährige Tochter von Formel-1-Legende
Der Formel-1-Weltmeisterrennstall McLaren setzt bei der Nachwuchsarbeit auf einen großen Namen. Ella Häkkinen (14), Tochter des zweimaligen Weltmeisters Mika Häkkinen, wird ab dem kommenden Jahr am Fahrerentwicklungsprogramm des Teams teilnehmen. McLaren setzt laut Mitteilung künftig ein zweites Auto in der Frauenserie F1 Academy ein.
"Ich hoffe, das signalisiert all den unglaublich talentierten Kartfahrerinnen, Rennfahrerinnen, Ingenieurinnen, Mechanikerinnen, Marketingexpertinnen und Buchhalterinnen da draußen, dass unser Sport für alle offen ist", sagte McLaren-CEO Zak Brown. Der Rennstall wolle beim Engagement im Frauenbereich "die unglaubliche Dynamik der letzten Jahre" beibehalten.
Ella Häkkinen, die einen tschechischen und finnischen Pass besitzt, soll 2026 Formelwagen testen, um sich auf die Saison 2027 vorzubereiten. Ihr Vater Mika hatte seine beiden Titel 1998 und 1999 jeweils im McLaren geholt. Ella ist aus der zweiten Ehe des Finnen mit der Tschechin Marketa Kromatova hervorgegangen. Der Teenager hat einige Erfolge im Kartsport erzielt, unter anderem gewann Ella Häkkinen im Vorjahr in Cremona/Italien ein Rennen der Serie Champions of the Future.
Sorge um Sicherheit: Formel 1 macht Teams Reifen-Ansage
Beim vorletzten Grand Prix der Formel 1 in diesem Jahr kommt es zu einem Rundenlimit für die Reifen. Sie dürfen am Rennwochenende in Katar maximal jeweils 25 Runden gefahren werden. Das teilte Hersteller Pirelli mit. Die Entscheidung sei zusammen mit der Formel 1 und dem Internationalen Automobilverband Fia getroffen worden, hieß es.
Beim Großen Preis von Katar mit dem Sprintrennen am 29. November und dem Grand Prix tags darauf kann bereits die Entscheidung im WM-Kampf fallen. "Diese Maßnahme wurde nach einer Analyse der 2024 verwendeten Reifen als notwendig erachtet", hieß es von Pirelli: "Im vergangenen Jahr hatten mehrere Reifen, insbesondere der linke Vorderreifen, den maximalen Verschleißgrad erreicht."
Die Strecke in Lusail beansprucht die Reifen sehr stark, auch bedingt durch die gewöhnlich hohen Temperaturen. Vor zwei Jahren war die Einsatzzeit der Reifen sogar auf 18 Runden begrenzt gewesen, was zu mindestens drei Boxenstopps während des Rennens geführt hatte, bei dem 57 Runden gefahren werden müssen. In diesem Jahr werden die Fahrer mindestens zweimal die Reifen wechseln müssen, was auch die taktischen Möglichkeiten im Rennen erhöht.
"Solange wir Auftritte liefern ...": Nagelsmann wünscht sich weniger Gemecker
Die DFB-Elf gewinnt zwar gegen Luxemburg, für den Auftritt aber hagelt es Kritik - mal wieder. Nationaltrainer Julian Nagelsmann versteht, woher die wiederkehrende Schelte kommt, nimmt dabei auch das Team selbst in die Pflicht. Dennoch wünscht er sich einen positiveren Umgang.
Biathlon-Team lässt langjährige Leistungsträger außen vor
Die deutschen Biathleten gehen ohne die langjährigen Leistungsträger Johannes Kühn und Roman Rees in die anstehende Weltcup-Saison. Wie der Deutsche Skiverband (DSV) bekannt gab, gehören beim Auftakt in Östersund neben den gesetzten Justus Strelow und Philipp Nawrath auch Lucas Fratzscher, Simon Kaiser, Philipp Horn und Danilo Riethmüller zum Aufgebot. Das Quartett setzte sich nach den finalen Ausscheidungsrennen im schwedischen Idre durch.
Fratzscher holte in der kombinierten Qualifikations-Rangliste aus deutscher Meisterschaft und den ersten Schnee-Wettkämpfen in Idre Rang eins, unter anderem gewann er dort gegen hochklassige internationale Konkurrenz den zweiten Sprint. Kaiser erhielt sein Ticket als Zweiter dieser Liste, Horn und Riethmüller wurden per Trainerentscheid nominiert. Gescheitert in den Ausscheidungsrennen sind neben Kühn und Rees auch David Zobel sowie Youngster Leonhard Pfund. Sie müssen sich nun wohl erstmal über den zweitklassigen IBU Cup empfehlen.
Voodoo-Vorwürfe: Nigeria scheitert dramatisch in WM-Quali
Nichts ist es mit der Teilnahme an der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 für Nigeria. Das Team um die Superstars Victor Osimhen (Galatasaray Istanbul) und Ademola Lookman (Atalanta Bergamo) scheiterte im Finale der afrikanischen Playoffs an der DR Kongo. Erst das Elfmeterschießen brachte die Entscheidung (3:4). Nigerias Trainer hatte nach Abpfiff eine Begründung: "Beim gesamten Elfmeterschießen hat ein Kongolese Voodoo praktiziert. Jedes Mal. Deshalb war ich ein wenig nervös wegen ihm", sagte Eric Chelle in der Mixed Zone und warf den Journalisten vor, darüber berichtet zu haben.
Einer der Betreuer habe Flüssigkeit aus einer Sprayflasche versprüht und dabei ein magisches Ritual vollzogen. Allerdings erntete Chelle dafür Kritik, er nutze diese Beschuldigung als "Ablenkungsmanöver". Statt Nigeria spielt nun also DR Kongo in den interkontinentalen Playoffs um die WM-Teilnahme.
Jetzt schon Geheimfavorit? Norwegen überrollt Italien
Im Gruppenfinale gegen Norwegen hat Italien eine schier unmögliche Mission: Um das Team um Erling Haaland für die direkte WM-Qualifikation zu überholen, muss ein 9:0-Sieg her. Die Italiener gehen sogar in Führung, dann aber kommt die beste Offensive Europas gewaltig ins Rollen.
Zverev hat "keine Lust mehr", aber Becker bleibt unnachgiebig
Tennis-Ikone Boris Becker hat sich erneut zum schwelenden Konflikt mit der deutschen Nummer eins Alexander Zverev geäußert. Dieser hatte zuletzt genervt auf Beckers Kritik reagiert und gesagt, er habe "keine Lust mehr auf seine Kommentare". Doch das lässt Becker kalt: "Ich habe einen Job, ich bin Tennis-Experte. Ich stehe für Glaubwürdigkeit, für ein offenes Wort." Er übe "keine destruktive Kritik, sondern Manöverkritik", sagt er im Podcast "Becker Petkovic".
Becker bezeichnete die Aussagen von Zverev, der nach der bitteren Niederlage mentale Probleme offenbart hatte, als "Aufschrei, dass man ihm helfen muss". Er sagte: "Da fühle ich einfach mit ihm mit." Danach sei es zwischen ihm und Zverev mehrfach zu einem Austausch gekommen, schilderte Becker. "Was wir gesagt haben, geht niemanden etwas an", fügte er hinzu. Er kenne Alexander Zverev seit über 20 Jahren, "was die Zverevs mit beiden Brüdern geschaffen haben, ist absolut Weltklasse und -spitze, Punkt", betonte Becker. "Ich spreche oft privat mit ihm. Er fragt mich, was er verbessern kann. Ich traue mich, offen zu sein, weil er manchmal hinhört."
Tierisch was los auf dem Kopf von Julian Ryerson
Wer nicht wagt, der nicht gewinnt - oder wie lässt sich die frische Frise von Julian Ryerson erklären? Der Norweger ist ganz animalisch geworden. Aber den Look kennen wir doch irgendwoher? Ach ja, bei der WM 2019 trug Shanice van de Sanden aus den Niederlanden diese Frisur bereits zur Schau.
"Jahrtausendtruppe" liefert mit und dank "Tormaschine" Haaland "surreal" ab
Superstar Erling Haaland spürte, dass dies "der Beginn von etwas Großem" sei, auf der Internetseite des Weltverbandes FIFA war schon von "Norwegens Jahrtausendtruppe" die Rede - doch Trainer Stale Solbakken wollte bei aller Euphorie noch nicht über die Chancen seiner "Goldenen Generation" bei der WM im kommenden Jahr sprechen. "Lassen Sie uns zuerst die Auslosung sehen, bevor wir auf diese Fragen eingehen. Ich habe noch nicht einmal darüber nachgedacht", sagte der Erfolgstrainer zurückhaltend.
Solbakken und sein Team genossen nach dem beeindruckenden 4:1 in Italien zunächst einmal den Augenblick. Erstmals seit 28 Jahren ist Norwegen wieder für eine Fußball-Weltmeisterschaft qualifiziert. "Großartig" sei dies, betonte der 57 Jahre alte Coach, "einfach surreal". Toptorjäger Haaland war nach dem Erfolg in Mailand "sehr glücklich. Es gab zuletzt viel Druck." Und auch der Leipziger Antonio Nusa jubelte: "Es ist mehr, als ich mir jemals erträumt hatte." Mit acht Siegen in acht Spielen sind die Norweger perfekt durch die Qualifikation gerauscht. Vor allem City-Star Haaland zeigte mit insgesamt 16 Treffern seine Ausnahmestellung. Auch gegen die Italiener traf die 25 Jahre alte "Tormaschine" (Solbakken) zweimal.
Irre Serie der NFL-Stars droht zu reißen
Star-Quarterback Patrick Mahomes und die Kansas City Chiefs haben im Rennen um die Playoffs weiter an Boden verloren. Im Topspiel der AFC West unterlagen die Chiefs den in der Division führenden Denver Broncos mit 19:22 (6:6). Der viermalige Super-Bowl-Champion steht damit nach Woche elf bei einer 5:5-Bilanz - und die Gegner werden nicht leichter.
"Es wird schwierig werden, wieder in den Kampf um die Division einzusteigen", sagte Mahomes, der für einen Touchdown, aber auch für eine Interception sorgte: "Aber unser Ziel ist es, wieder in die Playoffs zu kommen und dort unser Bestes zu geben. Jetzt sollten wir uns nur auf die nächste Woche konzentrieren." Die Chiefs haben seit 2016 die Division immer für sich entscheiden können. Durch die Niederlage gegen die Broncos, die nun bei neun Siegen und zwei Niederlagen stehen und ihren achten Erfolg in Serie feierten, wird es für Kansas City jedoch zunehmend unwahrscheinlich, den Titel in der AFC West erneut zu verteidigen.
Krasser Fehlpass startet wilde 9:1-Underdog-Demontage
Zum allerersten Mal in seiner Nationalmannschaftskarriere sitzt Portugals Superstar Cristiano Ronaldo eine Rotsperre ab. Sein Team aber zeigt sich davon unbeeindruckt. Gegen den Außenseiter Armenien fällt zwar früh noch der Ausgleich - dann aber eskalieren die Iberer komplett. Schon zur Pause steht es 5:1.
DFB hat Endspiel-Druck: Slowakeis "Ziel muss sein, zu gewinnen"
Der langjährige Bundesliga-Profi Marek Mintal sieht die slowakische Nationalmannschaft vor dem Showdown in der WM-Qualifikation gegen Deutschland beinahe auf Augenhöhe. "Der Unterschied ist in meinen Augen nicht so groß. In Prozent ausgedrückt: vielleicht 55:45" mit leichten Vorteilen für die DFB-Elf, sagte der 46-malige Nationalspieler der Slowakei vor dem letzten Spiel der Gruppe A (20.45 Uhr/ZDF und im ntv.de-Liveticker).
"Wenn wir über die Bank sprechen, ist die Qualität Deutschlands höher", schränkte der 48-Jährige ein, der als Profi des 1. FC Nürnberg in der Bundesliga-Saison 2004/05 Torschützenkönig wurde. Mit Blick auf die Duelle in der Historie gehe Deutschland "natürlich als Favorit ins Spiel". Aus Sicht der Slowakei sei aber klar: "Das Ziel muss sein, zu gewinnen." Deutschland hat im direkten Duell die bessere Ausgangslage. Aufgrund des besseren Torverhältnisses würde der Elf von Bundestrainer Julian Nagelsmann bereits ein Remis genügen, um sich als Gruppenerster das direkte Ticket für die WM 2026 in den USA, Kanada und Mexiko zu sichern.
Glanzparade von DFB-Keeperin: Titeltraum lebt nach Krimi
Erst Drama, dann Jubel: Deutschlands Nationaltorhüterin Ann-Katrin Berger träumt mit ihrem Klub Gotham FC von der überraschenden Meisterschaft in der US-amerikanischen National Women's Soccer League (NWSL). Im Halbfinale der Playoffs schaltete das Team der 35-Jährigen den Titelverteidiger Orlando Pride dank eines späten Treffers mit 1:0 (0:0) aus und steht nun im Endspiel. Dort trifft Gotham in einer Woche (23. November, 2 Uhr) auf den Vorjahresfinalisten Washington Spirit.
In Orlando konzentrierte sich Gotham vor allem auf die Defensive. Auch dank einer starken Parade von Berger, die Bundestrainer Christian Wück bei den jüngsten Halbfinalspielen in der Nations League noch aufgrund einer Knieverletzung gefehlt hatte, steuerte die Partie torlos auf die Verlängerung zu. Doch Jaedyn Shaw sorgte für eine späte Entscheidung für Gotham (90.+7).
Franz Wagner glänzt, kassiert aber herben Rückschlag
Die Siegesserie der Orlando Magic in der NBA ist trotz 29 Punkten von Welt- und Europameister Franz Wagner vorbei. Das Team des deutschen Basketball-Nationalspielers verlor bei den Houston Rockets nach Verlängerung mit 113:117 (102:102, 55:46) und musste nach zuvor drei Erfolgen hintereinander die siebte Saison-Niederlage einstecken. Damit verpasste die Mannschaft aus Florida in der Eastern Conference den Sprung in Richtung der direkten Playoff-Ränge.
Orlando führte fast über die komplette reguläre Spielzeit, doch immer wieder kamen die Rockets heran. Orlando bekam Routinier Kevin Durant, der am Ende auf 35 Punkte kam, und den türkischen Nationalspieler Alperen Sengun (30 Zähler) nicht in den Griff. Das Duo erzielte über die Hälfte der Rockets-Punkte. Sengun sorgte zudem mit einem erfolgreichen Wurf zum 102:102 für die Verlängerung - 0,2 Sekunden vor der Schlusssirene. Dort scheiterte Orlando an den eigenen Nerven. Tristan da Silva kam für die Magic auf 13 Punkte.
"Respekt" fehlt? Nächster Ärger von Tuchel über Bellingham
Nach dem Durchmarsch zur WM sollte die Stimmung in England eigentlich prächtig sein, doch das Verhältnis zwischen Teammanager Thomas Tuchel und Jude Bellingham bleibt angespannt. Grund für das nächste Kapitel im Zwist ist die Unzufriedenheit des Fußballstars wegen seiner Auswechslung im letzten Qualifikationsspiel in Albanien (2:0). "Das ist die Entscheidung, und die Entscheidung muss er akzeptieren", sagte Tuchel, er wünscht sich ein Umdenken. "Sein Freund wartet am Spielfeldrand, also muss man das akzeptieren, respektieren und weitermachen." Er wolle zwar "nicht mehr draus machen", stehe aber zu seinem Wort. "Respekt gegenüber den Teamkollegen, die reinkommen, ist unerlässlich."
Bellingham war sechs Minuten vor Spielende von Morgan Rogers ersetzt worden und hatte seinem Unmut Ausdruck verliehen. "Ich habe gesehen, dass er nicht zufrieden war", so Tuchel, aber er werde seine Entscheidungen nicht ändern, "nur weil jemand mit den Armen fuchtelt".
"Inakzeptabel": Demütigung frustet, Horror-Hattrick bedroht Italien
Nach der Demütigung im Mailänder San Siro bat Italiens Nationaltrainer Gennaro Gattuso um Vergebung. "Wir müssen uns bei unseren Fans entschuldigen. Es ist inakzeptabel, diese Qualifikation mit einer so hohen Niederlage zu beenden", sagte der 47-Jährige nach dem bitteren 1:4 (1:0) gegen Norwegen und dem damit verpassten direkten Ticket für die WM in Kanada, Mexiko und den USA. Über den ungeliebten Gang in die Playoffs muss die Squadra Azzurra im Frühjahr um ihre erste WM-Teilnahme seit 2014 kämpfen. Der Horror-Hattrick droht. Bereits die vergangenen beiden WM-Endrunden in Katar 2022 und Russland 2018 hatte der viermalige Weltmeister verpasst. Auch damals musste Italien in die Playoffs - und scheiterte jeweils krachend.
Die Auslosung für die Playoffs findet am Donnerstag in Zürich statt. Bei den Spielen im März 2026 kämpfen 16 Teams in vier Miniturnieren mit Halbfinale und Finale um die verbliebenen vier Tickets. Als mögliche Gegner kommen für Italien im Halbfinale Rumänien, Schweden und Nordirland infrage. Der vierte mögliche Gegner wird je nach Ausgang der Gruppe J Nordmazedonien oder Wales sein.