St. Pauli reicht's jetzt: Zögernder Trainer muss gehen
Der Neustart des FC St. Pauli in der 2. Bundesliga findet laut einem Medienbericht ohne Trainer Alexander Blessin statt. Nach Informationen der "Bild" konnten sich der Erstligaabsteiger und der 53 Jahre alte Coach nicht auf eine weitere Zusammenarbeit in der Zweiten Liga einigen. Blessin hatte bei den Hamburgern noch einen Vertrag bis zum Sommer 2027. Wer auf Blessin folgt, ist noch unklar.
Die Trennung hatte sich in den vergangenen Tagen bereits angedeutet. Blessin hatte sich nach dem Saisonende etwas Zeit zum Nachdenken erbeten. Die Tatsache, dass sich der Coach fast drei Wochen nach dem Abstieg immer noch nicht zu einem Bekenntnis zum FC St. Pauli durchringen konnte, ließ bei den Verantwortlichen offenbar die Zweifel wachsen.
Blessin war nach der Bundesliga-Rückkehr des Kiezclubs vor zwei Jahren als Nachfolger von Aufstiegstrainer Fabian Hürzeler vom belgischen Klub Union Saint-Gilloise zum FC St. Pauli gekommen. Nachdem im ersten Jahr der Klassenerhalt souverän gelungen war, stiegen die Kiezkicker im zweiten Jahr unter Blessin ab.
29-Jähriger wird wegen versuchten Mordes bei Zweitliga-Spiel angeklagt
Nach den Krawallen beim Fußball-Zweitligaspiel 1. FC Magdeburg gegen Dynamo Dresden Ende Januar hat die Staatsanwaltschaft nun Anklage wegen versuchten Mordes erhoben. So muss sich ein 29-jähriger Deutscher vor dem Landgericht Magdeburg verantworten. Der Angeschuldigte ist des versuchten Mordes hinreichend verdächtig, wobei ihm als Mordmerkmal niedrige Beweggründe zur Last gelegt werden, heißt es.
In diesem Zusammenhang werden ihm ferner besonders schwerer Landfriedensbruch, gefährliche Körperverletzung und Angriff auf Vollstreckungsbeamte in einem besonders schweren Fall vorgeworfen, teilte die Staatsanwaltschaft Magdeburg mit. Der Angeschuldigte wurde bereits am 28. Januar festgenommen und befindet sich weiterhin in Untersuchungshaft.
In der Anklageschrift wird dem 29-Jährigen vorgeworfen, sich am 24. Januar 2026 an den Ausschreitungen gegen Polizeibeamte beim Duell zwischen dem FCM und Dresden in der Avnet Arena beteiligt zu haben. So soll der Angeschuldigte im Verlauf der Ausschreitungen einen ca. 15 Kilogramm schweren Pflasterstein aus Nahdistanz mit voller Kraft auf die Einsatzbeamten in der Polizeikette geworfen haben. Dabei soll er den geschädigten Polizeibeamten am Kopf getroffen und verletzt haben. Aufgrund der Kraft des Aufpralls, der Schwere des Steins, der Wurfstärke und der geringen Entfernung soll der Angeschuldigte dabei zumindest billigend in Kauf genommen haben, dass der Wurf zu tödlichen Verletzungen hätte führen können.
FC Bayern arbeitet an Transfer-Doppelschlag
Der FC Bayern könnte in diesem Sommer offenbar gleich doppelt bei der PSV Eindhoven zuschlagen. Das Interesse an Offensivakteur Ismael Saibari ist seit Wochenbeginn bekannt. Die Münchner sollen in der Personalie inzwischen Tempo machen. Doch der FC Bayern hat wohl noch einen weiteren Spieler vom niederländischen Meister auf dem Zettel stehen.
Wie "Bild" berichtet, beschäftige sich der Fußball-Bundesligist ebenfalls mit Rechtsverteidiger Sergino Dest. Der 25-Jährige soll bereits 2020 ein konkretes Transfer-Thema an der Säbener Straße gewesen sein. Nun befasst sich der FC Bayern offenbar erneut mit dem US-Nationalspieler.
Mit Konrad Laimer und Josip Stanisic haben die Münchner bereits zwei Rechtsverteidiger im Kader stehen. Dest kann allerdings ebenfalls auf der linken Abwehrseite agieren. Hier lässt der FC Bayern Raphaël Guerreiro ablösefrei ziehen. Hiroki Ito soll nicht als unverkäuflich gelten. Alphonso Davies wird immer wieder vom Verletzungspech verfolgt. Bedarf wäre somit durchaus da. Der niederländische Journalist Rik Elfrink berichtet ebenfalls vom mutmaßlichen Interesse des FC Bayern. Dest besitzt bei der PSV Eindhoven einen Vertrag bis 2028.
Was das kryptische DFB-Wording über Manuel Neuer verrät
Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft hat ihr erstes Training nach der Ankunft in Chicago absolviert, doch Torhüter Manuel Neuer fehlte weiterhin. Der Rückkehrer befindet sich nach seiner Wadenverletzung nach DFB-Angaben weiter im Belastungsaufbau.
FC Bayern wird überzähligen Torwart los
Im Sommer 2023 wechselte Daniel Peretz von Maccabi Tel Aviv zum FC Bayern, wo der Keeper aber kaum zum Zug kam. Einen Ausweg sollte eine Leihe zum Hamburger SV darstellen, doch auch im Norden Deutschlands saß der 25-Jährige meist auf der Bank. Die Folge: Die Münchner brachen das Engagement im Januar 2026 ab und verliehen den israelischen Nationalspieler stattdessen an den FC Southampton. Eine Entscheidung, die in einem festen Transfer gipfeln könnte.
Der Klub soll sich in fortgeschrittenen Gesprächen" mit dem FC Bayern befinden. Das berichtet Alfie House vom "Daily Echo". Demnach kann sich der 25-jährige Schlussmann ein Engagement bei den Saints bestens vorstellen, obwohl ihm auch andernorts Türen offenstehen sollen. "Aktuell genieße ich es, jedes Spiel zu spielen. Dann sehen wir, was die Zukunft bringt", sagte Peretz im April mit der "Bild". Klar ist, dass beim Rekordmeister kein Bedarf existiert. Mit Manuel Neuer und Sven Ulreich verlängerten zwei Routiniers unlängst ihre Verträge um ein weiteres Jahr bis 2027, mit Jonas Urbig steht der designierte Neuer-Erbe ebenfalls bereits im Kader.
Nummer 1 der Welt "möchte am liebsten mit Tennis aufhören"
Nach dem dramatischen Aus des Weltranglistenersten Jannik Sinner liefert die Nummer 1 der Frauen die nächste Überraschung bei den French Open in Paris: Titelfavoritin Aryna Sabalenka scheitert im Viertelfinale. Im Anschluss an die Partie erklärt sie mit sehr deutlichen Worten ihren mentalen Zustand.
Nach 1860-Zwangsabstieg: Erster Klub greift nach der Lizenz
Der TSV Havelse würde nach dem Zwangsabstieg des TSV 1860 München im Falle einer Lizenzerteilung den freien Platz in der 3. Fußball-Liga einnehmen. Nach der bevorstehenden Lizenzverweigerung für die Münchner steht Havelse als Bestplatziertem der vier Drittliga-Absteiger der Platz der Löwen zu. Dafür wurden die Lizenzunterlagen eingereicht, wie der TSV in einem Statement in den sozialen Medien mitteilte. Sollte der Bescheid positiv ausfallen, würde der sportlich eigentlich abgestiegene TSV auch in der kommenden Saison im Profifußball bleiben.
"Der TSV Havelse hat für die 3. Liga, die Regionalliga Nord sowie die U19-Nachwuchsliga alle erforderlichen Unterlagen fristgerecht und vollständig beim DFB bzw. NFV eingereicht und an den jeweiligen Lizenzierungs- und Zulassungsverfahren teilgenommen", hieß es in der vom scheidenden Geschäftsführer und Vorstand Florian Riedel unterzeichneten Erklärung. Jetzt müssen der Deutsche Fußball-Bund und der Niedersächsische Fußballverband die Unterlagen prüfen.
Zuletzt gab es Gerüchte, dass Havelse nicht in der 3. Liga bleiben wolle. So hatte der ebenfalls sportlich aus der 3. Liga abgestiegene FC Erzgebirge Aue noch Hoffnungen, die sich nun aber wohl zerschlagen haben.
Haaland, Rodri, Konate: Real versinkt in chaotischen Versprechungen
Amtsinhaber Florentino Perez lockt mit Ibrahima Konaté und José Mourinho, sein Konkurrent Enrique Riquelme verspricht gar die Verpflichtung von Erling Haaland und Rodri. Vor den Präsidentschaftswahlen von Real Madrid überbieten sich die beiden Kandidaten mit "Geschenken" für eine erfolgreiche Zukunft. Am Sonntag soll die Wahl stattfinden. Perez, der für die außerordentliche Wahl mit einer konfusen Pressekonferenz gesorgt hatte, wird offensichtlich den früheren Real-Coach Mourinho als Nachfolger von Álvaro Arbeloa zurückholen. Ein Video, das den 63-jährigen Mourinho in einem Real-Shirt zeigt, veröffentlichte Perez. Der Portugiese sagt dort schlicht "ja". Überdies möchte der Amtsinhaber den früheren Bundesligaprofi Konaté nach Madrid holen. Sofern er gewählt würde, käme der ablösefreie Innenverteidiger nach dem Abschied vom FC Liverpool zum spanischen Fußball-Rekordmeister.
Sein Herausforderer Riquelme gab sich mit ablösefreien Verpflichtungen nicht zufrieden. Von Manchester City wolle er Stürmerstar Haaland holen, denn dieser habe den Wunsch, zu Real zu kommen, sagte er bei Antena 3. Und Mittelfeldspieler Rodri "hat einen Vertrag bei Manchester City, den wir respektieren müssen. Wir würden aber bereits am Montag Gespräche aufnehmen." Rodri könne die Lücke im defensiven Mittelfeld stopfen und passe ins Profil. "Wenn ich Präsident werde, wird er für Real Madrid spielen", versprach Riquelme.
WM-Favoritentrainer äußert Respekt vor DFB-Team
Frankreichs Nationaltrainer Didier Deschamps geht mit viel Respekt vor der deutschen Nationalmannschaft um Kapitän Joshua Kimmich in die anstehende WM. "Auch wenn Deutschland nicht mehr die Ergebnisse erzielt wie in der Vergangenheit, bleibt es eine der besten Nationen Europas und der Welt. Man muss also weiterhin mit den Deutschen rechnen", sagte Deschamps, der mit der Équipe Tricolore im Achtelfinale auf das DFB-Team treffen könnte, im Interview mit dem "Kicker". "Momentan sind wir vom Achtelfinale aber noch weit entfernt. Die Besten sollen sich treffen, aber jeder wird seinen eigenen Weg gehen", sagte Deschamps: "Erfolg hängt von vielen Faktoren ab, doch ich bin überzeugt, dass Deutschland mit der individuellen Qualität seiner Spieler eine große Nation bleibt."
Frankreich ist angesichts der Masse an Weltklassespielern wie Kylian Mbappé, Ousmane Dembélé und Michael Olise vom FC Bayern bei zahlreichen Experten ein absoluter Topfavorit auf den Titel. Doch davon will Deschamps, der Frankreich 2018 zum Weltmeister machte, nichts wissen. "Auf dem Papier Favorit zu sein, ist die eine Sache, aber die einzige Wahrheit, die zählt, ist die auf dem Spielfeld", sagte er: "Auf höchstem Niveau gibt es kein Pardon. Meine Spieler sind jung, die meisten haben noch nicht viel Erfahrung. Für viele wird es der erste große Wettbewerb und die erste WM sein."
Zidane glänzt, Moussa trifft: Traumtor schockt die Niederlande
Die Fußball-Nationalmannschaft der Niederlande hat vor der WM in den USA, Kanada und Mexiko einen herben Rückschlag kassiert. Das Team von Cheftrainer Ronald Koeman unterlag im Härtetest gegen Algerien in Rotterdam mit 0:1 (0:0). Den Treffer erzielte der bei Feyenoord spielende Anis Hadj Moussa mit einem Traumtor in der Schlussphase (86. Minute). Dabei begannen die Niederlande stark, Donyell Malen traf zu Beginn der Partie etwa nur den Pfosten. Danach glänzte wiederholt Algeriens Torhüter Luca Zidane, Sohn des französischen Weltmeisters Zinédine Zidane. Als sich beide Teams zunehmend neutralisierten, erzielte Hadj Moussa seinen ersten Länderspieltreffer.
Die Niederlande um Kapitän Virgil van Dijk hatten sich bei den letzten großen Turnieren stetig gesteigert und bei der EM 2024 in Deutschland das Halbfinale erreicht. In ihrer WM-Gruppe F treffen sie zum Auftakt am 14. Juni auf Japan. Algerien startet in Gruppe J am 17. Juni gegen Titelverteidiger Argentinien.
"Größer als jede Krise": Ismaik mit kryptischem Post zu 1860
Der umstrittene Investor Hasan Ismaik hat nach dem Absturz des TSV 1860 München in die Fußball-Regionalliga einen kryptischen Post in den sozialen Netzwerken abgesetzt. Darin teilte der Jordanier zunächst noch sachlich mit, dass die Münchner keine Drittliga-Lizenz erhalten. "Dennoch bin ich überzeugt, dass der TSV 1860 München eines Tages an den Platz zurückkehren wird, den er verdient. Dieser Verein ist größer als eine einzelne Saison und größer als jede Krise", schrieb Ismaik auf seinem Facebook-Account, dem knapp 250.000 Menschen folgen. 1860 stehe "auf einem stolzen Fundament aus Geschichte, Tradition und leidenschaftlichen Fans, die stets seine größte Stärke waren".
Dann fügte er an: "Ich danke allen Fans, die den Verein in diesen Jahren begleitet haben, sowie allen Menschen, die sich ehrlich für seine Interessen eingesetzt haben. Von Herzen hoffe ich, dass dieser schwierige Moment der Ausgangspunkt für eine ehrliche Bestandsaufnahme und eine bessere Zukunft sein wird." Zahlreiche Fans der Löwen verunglimpften den Investor in den Kommentarspalten.
"Kein Drama": Havertz beschwichtigt vor WM-Start
Kai Havertz betrachtet die große Offensiv-Auswahl von Bundestrainer Julian Nagelsmann als Luxusproblem. "Lieber mehr gute Spieler als zu wenige", sagte Havertz über den Konkurrenzkampf in der DFB-Auswahl und ergänzte: "Wir haben viele Optionen. Es ist gut, so ein Problem zu haben. Viele Spieler haben eine gute Saison gespielt. Diese Vielseitigkeit braucht man im Turnierverlauf."
Havertz wird bei der WM-Generalprobe gegen die USA am Samstag (20.30 Uhr MESZ/RTL und im ntv.de-Liveticker) in Chicago als Stoßstürmer beginnen, diesen Platz wollen auch der treffsichere Deniz Undav und Nick Woltemade. "Deniz hat einen Riecher in der Box. Nick hat das auch und ist technisch top und bringt Größe und Ausstrahlung mit", lobte Havertz die Konkurrenten und versicherte: "Da wird es kein Drama geben."