Der Sport-Tag
21. Juli 2026
13:14 Uhr

Bestürzter Hrubesch erinnert an seinen Freund Kevin Keegan

Horst Hrubesch hat schwer bestürzt auf die Nachricht des Todes von Kevin Keegan reagiert. "Kevin wird unvergessen bleiben, das steht fest", sagte Hrubesch. "Er war ein toller Typ, nicht nur als Fußballer sondern auch als Mensch. Deswegen ist es schade, dass er nicht mehr bei uns ist."

"Kopfballungeheuer" Hrubesch und "Mighty Mouse" Keegan gehörten zur legendären Mannschaft, die 1979 unter Trainer Branko Zebec die deutsche Meisterschaft für den HSV gewann. Ein Jahr später standen sie zudem im Finale des Europapokals der Landesmeister, das knapp mit 0:1 gegen Nottingham Forest verloren ging. 

"Kevin und ich waren eigentlich gute Freunde", sagte Hrubesch nun nach der traurigen Nachricht vom Tod Keegans: "Wir haben über Jahre hinweg immer wieder Kontakt gehabt." Auch als Hrubesch beim Deutschen Fußball-Bund arbeitete und Keegan Englands Nationalmannschaft trainierte, sei die Verbindung eng geblieben. "Eins wird sicherlich nicht passieren: Wir werden ihn nicht vergessen", sagte Hrubesch noch einmal.

12:27 Uhr

Ursprung der umstrittenen Nacht-Kontrollen bei Tour geklärt

Die umstrittenen Dopingkontrollen in der Nacht von Titelverteidiger Tadej Pogacar und dem bereits ausgeschiedenen Mitfavoriten Jonas Vingegaard hat offenbar ein Gericht in Paris genehmigt. Wie die französische Sportzeitung "L'Equipe" berichtet, erhielt der Richter die Anfrage von der International Testing Agency (ITA). Es sei die erste Anwendung der 2015 in französisches Recht eingeführten Bestimmungen.

Dopingkontrollen finden in der Regel zwischen 6 Uhr und 23 Uhr statt. Nächtliche Dopingkontrollen sind seit 2016 zwar auch möglich, unterliegen aber strengeren Richtlinien. Demnach muss der Richter das Vorliegen "schwerwiegender und übereinstimmender Verdachtsmomente" prüfen, wonach der betreffende Radrennfahrer gegen Anti-Doping-Regeln verstoßen hat oder dies unmittelbar bevorsteht. Zudem muss der Richter feststellen, ob die "Gefahr eines Beweisverlusts" besteht.

Die Tests müssen dabei eine Verhältnismäßigkeit zwischen dem Eingriff in die Rechte des Athleten und den Zielen des Anti-Doping-Kampfes gewährleisten. Die ITA rechtfertigte indes ihr Vorgehen. Ihr sei bewusst, dass nächtliche Kontrollen die Ruhe und Erholung der Radrennfahrer beeinträchtigen können.

Für Diskussionsstoff sorgte bei Tour auch die Tatsache, dass im Gegensatz zu Pogacar und Vingegaard der französische Jungstar Paul Seixas - aktuell Vierter im Gesamtklassement - nicht nachts kontrolliert wurde.

11:40 Uhr

Argentinien-Stars rasten aus: Hamann fordert knallharte Strafen

Nach dem deutlich verlorenen WM-Finale gegen Spanien brannten Leandro Paredes und Nahuel Molina die Sicherungen durch. TV-Experte Dietmar Hamann fordert drastische Strafen für das Argentinien-Duo. "Die musst du sechs oder zwölf Monate aus dem Verkehr ziehen. Da gibt es für mich auch keine Diskussionen, ich würde die beiden ein Jahr sperren und dann sollen sie selbst überlegen, ob sie noch einmal zurückkommen. So etwas geht nicht", sprach Hamann bei "Sky" Klartext.

Insbesondere Paredes sorgte für reichlich Wirbel Zunächst schubste der 32-Jährige Eric Garcia. Anschließend ging Paredes auf Gavi los. Der argentinische Mittelfeldmann traf den spanischen Ersatzspieler mit der Hand im Gesicht und schubste ihn zu Boden. Molina schlug einen Spanier auf dem Weg zur Siegerehrung. Die FIFA hat aufgrund der Vorkommnisse nach dem Schlusspfiff eine Untersuchung gegen Argentinien eingeleitet. Paredes wurde in der Mitteilung, aus der internationale Medien zitierten, nicht namentlich genannt.

11:20 Uhr

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10:36 Uhr

Bei Mick Schumacher platzt endlich der Knoten

Mick Schumacher ist in der IndyCar Series erstmals in die Top 10 gefahren. Der frühere Formel-1-Pilot kam bei der wegen heftiger Regenschauer auf Montag verschobenen zwölften Station in Nashville auf Rang acht. Sein bestes Saisonergebnis war zuvor der 16. Platz vor rund anderthalb Monaten auf dem Oval in Madison gewesen. Das Rennen war ursprünglich für Sonntag geplant gewesen, mehrere Unwetterwarnungen und starke Schauer machten einen normalen Betrieb aber unmöglich.

In der Gesamtwertung verbesserte sich Schumacher, der sich im Honda des Teams Letterman Lanigan Racing (RLL) von Startplatz 16 vorarbeitete, geringfügig von Rang 25 auf 24. Der Sieg in Nashville ging an den spanischen Titelverteidiger und Spitzenreiter Alex Palou (Chip Ganassi Racing) vor dem Amerikaner Josef Newgarden (Penske). Weiter geht es am 9. August in Portland.

09:47 Uhr

Nun trifft's auch Red Bull: Teamchef kocht Tour-Ärger runter

Die umstrittenen nächtlichen Dopingkontrollen bei der Tour de France gehen weiter. In der Nacht auf Dienstag hat es nun auch den deutschen Rennstall Red Bull-Bora-hansgrohe erwischt. "Auch wir sind heute Nacht besucht worden. Die Rennfahrer haben zum Teil schon geschlafen und haben die Kontrollen mitgemacht", berichtete Team-Manager Ralph Denk im ZDF-Morgenmagazin.

"Es hindert natürlich schon die Regeneration", betonte Denk, signalisierte aber auch sein Verständnis für die Maßnahme: "Primär haben wir eine schwarze Vergangenheit im Radsport und deshalb ist es gut, dass hier kontrolliert wird", sagte der Vorgesetzte von Hoffnungsträger Florian Lipowitz und dem Gesamtzweiten Remco Evenepoel. "Dass tief in der Nacht kontrolliert wird, gibt das Reglement her. Es sorgt dafür, dass unser Sport sauber ist, dass er glaubhaft ist und deshalb gehört das auch dazu."

Der Zeitpunkt ist für das Team durchaus unglücklich. Am Dienstag steht das einzige Einzelzeitfahren der Rundfahrt an. Olympiasieger Evenepoel gilt als hoher Favorit auf den Tagessieg - er will seine Ambitionen im Kampf um das Podium in Paris untermauern.

09:01 Uhr

89.000 Dollar reicher: Teenager macht Fund seines Lebens

In den USA ist eine Trainingsjacke von Basketball-Legende Wilt Chamberlain für 89.000 Dollar verkauft worden. Das Kuriose: Vor Kurzem lag diese noch in einem Kleidercontainer eines Secondhandladens und wurde von einem Teenager für 3,07 Dollar erworben. Erst danach stellte sich heraus, dass der 1999 gestorbene NBA-Rekordspieler Chamberlain genau diese kurzärmelige Jacke in den Finalspielen 1972 getragen hatte.

"Besser geht es nicht", sagte der glückliche Finder Quinn Brown, der das Kleidungsstück über das Auktionshaus Sotheby's veräußerte, laut der Nachrichtenagentur AP. 89.000 Dollar sind umgerechnet knapp 78.000 Euro.

Quinn Brown erzählte, dass er in einem Wohltätigkeitsladen außerhalb der Stadt Oregon im Januar bemerkte, wie jemand die Lakers-Jacke mit dem Schriftzug von Chamberlain zurück auf einen Stapel warf. Der junge Mann verkauft gebrauchte Kleidung online weiter und griff sofort zu. Nachdem er zunächst selbst recherchiert hatte, dass die Jacke echt sei, wurde ihm das später von Sotheby's bestätigt. Das Auktionshaus schätzte den Wert auf 150.000 bis 250.000 Dollar - so viel sprang bis zum Auktionsende am Montag aber nicht heraus.

08:22 Uhr

Die sportlichen Schlagzeilen am Morgen

07:57 Uhr

Nach WM-Sieg: Cucurella singt erneut Lied über Haaland

Die kleine "Fehde" zwischen Marc Cucurella und Erling Haaland ist um ein Kapitel reicher. Der Spanier ließ es sich nicht nehmen, auch beim Empfang des neuen Fußball-Weltmeisters in Madrid sein kurzes Lied über den norwegischen Superstar zum Besten zu geben. "Haaland zittert", rief Cucurella auf der Bühne ins Mikrofon, und die Fans antworteten wie gewünscht: "Denn Cucurella kommt!"

Cucurella hatte das Lied in einer etwas längeren Version ("Cucurella isst Paella, Cucurella trinkt Estrella. Haaland zittert, weil Cucurella kommt") schon nach dem EM-Triumph 2024 auf der Bühne gesungen. Damals antwortete Manchester Citys Torjäger Haaland nur einen Monat später mit einem Treffer im ersten Aufeinandertreffen. "Cucurella ist ein lustiger Mann. In der vergangenen Saison hat er mich nach meinem Trikot gefragt und in diesem Sommer singt er ein Lied über mich. Mir ist das ziemlich egal", sagte Haaland anschließend.

Cucurella hatte daraufhin erklärt, der Song sei auch eine Verneigung vor Haaland. "Wenn ein Song über jemanden gesungen wird, dann liegt das daran, dass derjenige ein Topspieler oder ein Weltstar ist. Der Name eines unbekannten Spielers würde nicht benutzt werden", sagte der damalige Chelsea-Profi.

07:22 Uhr

Tennisstars müssen jetzt zum Geschlechtertest

Die weltbesten Tennisspielerinnen müssen sich künftig einem einmaligen Gentest zur Bestimmung des Geschlechts unterziehen, um auch künftig auf der Tour der Women's Tennis Association (WTA) starten zu dürfen. "Die aktualisierte Richtlinie soll einen klaren Teilnahmestandard für die Teilnahme an WTA-Turnieren schaffen", heißt es in der Stellungnahme. Die Teilnahmeberechtigung an WTA-Turnieren werde "durch ein obligatorisches, einmaliges Screening auf das SRY-Gen bestätigt."

Ähnliche Tests sind im internationalen Spitzensport bereits unter anderem in der Leichtathletik und im Boxen eingeführt worden. Wird bei einer entsprechenden Untersuchung das SRY-Gen, das eine entscheidende Rolle bei der Entwicklung männlicher Geschlechtsmerkmale spielt, festgestellt, bedeutet dies mit hoher Wahrscheinlichkeit, dass die betreffende Person männlich ist. Die WTA sei sich "bewusst, dass es sich hierbei um ein sensibles und komplexes Thema handelt, und verpflichtet sich, alle Spielerinnen mit Würde zu behandeln und die Richtlinie auf respektvolle und umsichtige Weise umzusetzen", hieß es dem Statement weiter.

06:34 Uhr

Nach peinlicher WM-Aktion: Embolo bricht sein Schweigen

Bei der Fußball-WM war er nach seinem Platzverweis ein Häufchen Elend, nun hat sich der Schweizer Breel Embolo erstmals zu Wort gemeldet. "Es hat einige Zeit gedauert, bis ich diese Niederlage wirklich verarbeitet habe. Es gibt immer noch keine Worte, um die Enttäuschung zu beschreiben, die ich empfinde", schrieb der Stürmer am Montagabend auf Instagram. Embolo hatte im Viertelfinale gegen Argentinien beim Stand von 1:1 wegen einer Schwalbe seine zweite Gelbe Karte gesehen - und flog somit mit Gelb-Rot vom Platz (72.). Die Schweiz verlor in Unterzahl 1:3 nach Verlängerung.

Embolo schwieg anschließend, nun richtete er sich an die Fans. "Ich hoffe von ganzem Herzen, dass wir euch während dieser Weltmeisterschaft stolz gemacht haben", schrieb er. Der Ex-Gladbacher versicherte: "Wir haben alles für dieses Trikot, für unser Land und für euch alle gegeben."

Embolo bedankte sich auch für die Unterstützung aus der Schweiz. "Das hat uns mehr bedeutet, als ihr euch vorstellen könnt", schrieb er und richtete den Blick nach vorne: "Diese Niederlage tut weh, aber sie wird uns nicht definieren. Die Schweiz verdient große Momente, und wir werden weiter kämpfen, um sie euch zu bescheren." Embolo versprach: "Wir werden stärker zurückkommen. Die Schweiz wird stärker zurückkommen."

05:42 Uhr

Argentinien wird empfangen, Lionel Messi macht nicht mit

Ohne ihren Superstar Lionel Messi ist die argentinische Fußball-Nationalmannschaft am internationalen Flughafen von Buenos Aires angekommen. Wie lokale Medien übereinstimmend berichteten, flog Messi nach dem WM-Endspiel, das die Argentinier am Sonntag in New Jersey gegen Spanien verloren hatten (0:1), zunächst nach Miami. Anschließend plant Messi demnach, für einige Tage in seine argentinische Heimatstadt Rosario zu reisen.

Die argentinische Regierung bereitete der Mannschaft von Trainer Lionel Scaloni derweil einen "protokollarischen Empfang" am Flughafen mit rotem Teppich und Ehrenformation. Die Staatsführung schickte aber bewusst keine hochrangigen Vertreter. Präsident Javier Milei hatte im Vorfeld gesagt, dass sich die Politik das Fußballfest nicht aneignen dürfe.

Als die Mannschaft das Flugzeug verließ, stimmte die Kapelle eines Regiments das Lied "Muchachos, Ahora Nos Volvimos a Ilusionar" ("Leute, jetzt haben wir wieder Hoffnung") an. Der Ohrwurm hatte sich im Laufe der WM 2022 in Katar zur inoffiziellen Hymne der Albiceleste entwickelt. Anschließend ging es im Teambus weiter zum nahegelegenen Trainingsgelände des Fußballverbands AFA in Ezeiza. Am Straßenrand warteten zahlreiche Fans trotz Regens.