Mexiko bereitet sich auf mögliche Gewalt-Eskalation vor
Es wird ernst: In sechs Stunden wird der erste Anpfiff der Fußball-Weltmeisterschaft ertönen. Im legendären Aztekenstadion von Mexico-City stehen sich Gastgeber Mexiko und Südafrika gegenüber. Es wird ernst für alle Fußball-Fans, für die FIFA - aber auch für die Sicherheitskräfte. Tausende Polizisten sammeln sich bereits in der Nähe des Stadions, beobachtet Kollege Stephan Uersfeld vor Ort. Auf der Schnellstraße Urbana Sur fährt er minutenlang an Reihen von Polizisten vorbei. Auch Sprengstoffhunde sind zu sehen.

In Mexiko-Stadt gibt es Sorge vor Blockaden und Demonstrationen. Mexiko-Stadt werde einen Chaos-Tag erleben, prophezeite die Zeitung "El Financero". Nach tagelangen Protesten vor allem durch die radikale Lehrergewerkschaft CNTE herrscht eine angespannte und aufgeladene Stimmung in der Hauptstadt des WM-Mitgastgeberlandes. Tausende Polizeibeamte sollen das Auftaktspiel absichern. Die FIFA hat die Maßnahme "Letzte Meile" einberufen, nach der schrittweise Straßen gesperrt und Zugänge kontrolliert werden. Inzwischen sind Zufahrten bis rund 1,6 Kilometer vor dem Stadion gesperrt.
USA "wollen unsere Fans nicht": WM-Team ohne Unterstützung
Die strengen Visa-Bestimmungen in den USA haben nun offenbar auch den deutschen WM-Gruppengegner Elfenbeinküste getroffen. Nach Angaben der Fanvereinigung des afrikanischen Landes hat es keine Einreiseerlaubnis gegeben, die "Elefanten" müssen beim Fußballturnier wohl ohne Unterstützung aus der Heimat auskommen. "Die Fans haben die Reise abgesagt, weil die US-Regierung keine Anhänger aus bestimmten Ländern, darunter die Elfenbeinküste, auf ihrem Boden sehen will", sagte Julien Kouadio Adonis, Präsident des National Committee of Elephants Supporters (CNSE), der Nachrichtenagentur AFP. "Die USA haben uns gegenüber klar zum Ausdruck gebracht, dass sie unsere Fans nicht dort haben wollen."
Die Spitznamen aller Teams der Fußball-WM
Im März hatte Kouadio noch gehofft, dass 500 Fans aus Afrika anreisen würden. Aber nun habe nur eine Handvoll CNSE-Funktionäre die Genehmigung erhalten, um sich bei der WM "um die in den USA ansässigen ivorischen Fans zu kümmern". Die Elfenbeinküste bestreitet zwei ihrer drei Gruppenspiele in Philadelphia. Am Montag geht es dort gegen Ecuador und am 25. Juni gegen Curacao. Das Duell mit der deutschen Mannschaft am 20. Juni findet in Toronto statt.
Comeback von Serena Williams platzt früh
Das Comeback der Tennisikone Serena Williams hat in London frühzeitig ein Ende gefunden. Nach dem überzeugenden Auftakterfolg musste die 44 Jahre alte US-Amerikanerin ihre Teilnahme beim WTA-Turnier im Queen's Club aufgrund einer Verletzung ihrer Doppelpartnerin Victoria Mboko zurückziehen. Das gaben die Turnierveranstalter bekannt. Das Duo wäre am Donnerstagabend im Viertelfinale auf die Deutsche Laura Siegemund und die Kanadierin Leylah Fernandez getroffen, die nun kampflos in der Vorschlussrunde stehen.
Serena-Comeback: "Keine Lust mehr, zu Hause zu sitzen"

Die 19-jährige Mboko war am Mittwoch in ihrer Einzelpartie gegen Karolina Pliskova aus Tschechien hinter der Grundlinie weggerutscht. Das Match musste die Kanadierin aufgeben, im Anschluss wurde eine Verletzung des linken Knies als offizielle Diagnose angegeben. Am Tag zuvor hatten Williams und Mboko eine starke Leistung gezeigt. Die 23-malige Grand-Slam-Siegerin, die 1376 Tage nach ihrem bis dato letzten Spiel auf den Tenniscourt zurückgekehrt war, setzte sich an der Seite des Toptalents mit 7:6 (7:2), 6:2 gegen Nicole Melichar-Martinez aus den USA und Erin Routliffe aus Neuseeland durch. Mit wem Williams nun beim WTA-Turnier in Berlin (ab 15. Juni) an den Start gehen wird, ist offen.
Zverev gesteht: "Ich habe mich selbst angelogen"
Alexander Zverev hat wenige Tage nach seinem Titelgewinn bei den French Open einen bemerkenswerten Einblick in seine Gemütsverfassung während des Grand-Slam-Turniers in Paris gegeben. Auf die Frage im Interview mit Sky Sport nach seinem Umgang mit dem Druck in den Tagen von Roland Garros sagte Zverev: "Ich habe das gefaked bis zum Gehtnichtmehr. Jetzt kann ich auch ehrlich sein. Ich habe mich selbst angelogen. Für meinen eigenen guten Zweck."
Grand-Slam-Sieger Zverev reagiert "seit drei Tagen" auf Glückwünsche

Der 29-Jährige führte aus: "Es war die stressigste Woche, die ich in meinem Leben je hatte, da bin ich ehrlich. Auf einmal bin ich haushoher Favorit bei diesem Turnier, was ich noch nie bei einem Grand Slam war. Ich wusste, dass wenn ich gutes Tennis zeigen kann, dass ich das Turnier wirklich gewinnen kann und gewinnen muss." Zverev meinte: "Ich habe das unglaublich gemanagt bis zum Finale." Dort sei er im Spiel gegen den Italiener Flavio Cobolli "sehr nervös" und "angespannt" gewesen. "Aber auch dort habe ich in den wichtigen Momenten dann mein bestes Tennis gezeigt", sagte Zverev, der das Match gegen den Italiener in fünf Sätzen (6:1, 4:6, 6:4, 6:7, 6:1) gewann.
Haaland heißt "Hoyland"? Trikot-Name ist kein Fehler
Vor der WM läuft Norwegens Superstar in einem Trikot rum, auf dem groß der Name "Hoyland" steht. Doch was zunächst nach einer amüsanten Panne und einem Fehldruck aussieht, ist in Wahrheit eine bewusste Aktion des norwegischen Verbands.
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Vogelwildes Top-Gerücht um DFB-Star Woltemade
Wie das spanische Portal "fichajes.net" berichtet, habe Atlético Madrid Nick Woltemade als ein "Top-Transferziel" für diesen Sommer auf dem Zettel. Grund dafür sollen die Gerüchte über einen möglichen Abschied von Alexander Sørloth und Julián Álvarez sein. Woltemade besitzt bei Newcastle United einen langfristigen Vertrag bis 2031. Ob Atlético beim deutschen WM-Fahrer eine Chance hat, ist somit fraglich.
20-Jähriger explodiert bei Weltrekord-Sensation
US-Hürdensprinter Ja'Kobe Tharp hat bei den nationalen Hochschul-Meisterschaften in Eugene den Weltrekord über 110-Meter-Hürden gebrochen. Der 20-Jährige lief schon im Halbfinale 12,75 Sekunden und unterbot die bisherige Bestmarke seines Landsmannes Aries Merritt aus dem Jahr 2012 um fünf Hundertstel. Die Zeit muss allerdings noch vom Weltverband World Athletics offiziell anerkannt werden.
"Ich habe keine Worte, ich bin sprachlos. Das war nicht einmal ein perfektes Rennen. 12,75? Ich habe noch mehr in meinen Beinen", sagte Tharp, der für die Auburn University antritt. Für den U20-Weltmeister bedeutet die Leistung bei der NCAA-Championship einen gewaltigen Leistungssprung: Zuvor war er noch nie unter 13 Sekunden geblieben. Der Finallauf findet am Freitag statt.
Im September 2025 hatte Tharp bei den Weltmeisterschaften in Tokio den sechsten Platz belegt. Im Winter stellte er mit 7,32 Sekunden die drittschnellste Zeit über 60 Meter Hürden (Hallendistanz) auf – nur knapp über dem Weltrekord von Grant Holloway (7,27 Sekunden).
FIFA führt zur WM neue Strafen ein: Wofür jetzt Rot droht
Rote Karten bei verdeckten Beleidigungen, strengere Regeln gegen Zeitspiel und mehr Befugnisse für den Videoschiedsrichter: Zur WM führt die FIFA mehrere Änderungen ein. Auch feste Trinkpausen gehören künftig zum Spiel.
WM-Trikot vor dem Mund? Jetzt droht Rot

Sebastian Kehl sagt Londoner Krisenklub ab
Der ehemalige BVB-Sportdirektor Sebastian Kehl wird laut Medienberichten nicht bei Tottenham Hotspur in der Premier League anheuern. Eine Einigung über eine Zusammenarbeit sei nicht zustande gekommen, hieß es beim TV-Sender Sky und der "Bild". Kehl habe nach konkreten Verhandlungen abgesagt, da offenbar keine Übereinstimmung über die künftige strategische Ausrichtung des Klubs erzielt werden konnte. Tottenham schwebte zuletzt lange Zeit in Abstiegsgefahr und rettete sich als Tabellen-17. am Ende nur knapp.
Bei Borussia Dortmund war Kehl nach 24 Jahren als Spieler und Funktionär Ende März zu diesem Zeitpunkt überraschend ausgeschieden. Danach hatte es auch Spekulationen über ein mögliches Engagement beim Hamburger SV gegeben. Derzeit soll sich der 46-Jährige angeblich in Gesprächen mit weiteren Klubs aus Europa befinden.
Wegen Kriegsszene: FIFA verbietet Haitis WM-Trikot
Trikottausch schon vor dem ersten Anpfiff: Haiti muss noch vor dem WM-Auftakt gegen Schottland am Sonntag sein Trikotdesign ändern. Der Weltverband FIFA verbot kurzfristig die Darstellung einer Kriegsszene auf dem blauen Shirt. Auf dem Trikot war die Illustration der Schlacht von Vertières aus dem Jahr 1803, die Haitis Unabhängigkeit sicherte, zu sehen. Das Dress hatte das Team schon in zwei Vorbereitungsspielen in Florida getragen, ehe die FIFA einschritt.

Der kolumbianische Hersteller Saeta teilte nun mit, dass er das Trikot überarbeitet habe, um den Bestimmungen zu entsprechen. Doch auch das ursprüngliche Shirt sei "nicht als politisches Statement" gedacht gewesen, sondern nur "als Hommage an die Männer und Frauen, die jeden Tag für Haitis Zukunft kämpfen", so das Unternehmen.
Haiti startet am Sonntag (3 Uhr) in Boston gegen Schottland in seine erste Weltmeisterschaft seit 52 Jahren.
England lässt es vor dem WM-Start krachen
Trotz einer witterungsbedingten Verspätung hat die englische Fußball-Nationalmannschaft ihre WM-Generalprobe bestanden. Die Mannschaft von Teammanager Thomas Tuchel gewann ihren letzten Test in Orlando gegen Costa Rica mit 3:0 (1:0). Declan Rice (9.), Anthony Gordon (68./Handelfmeter) und Ollie Watkins (87.) schossen die Three Lions zum Sieg.
Die Engländer waren das gesamte Spiel über drückend überlegen und hätten sogar noch höher gewinnen müssen, vergaben jedoch einige Großchancen. Kapitän Harry Kane von Bayern München stand wie gewohnt in der Startelf, blieb diesmal jedoch ohne Treffer und wurde in der 63. Minute ausgewechselt.
Das Spiel war mit einer Verzögerung von einer Stunde angepfiffen worden. Ein heftiges Gewitter mit Blitzeinschlägen in der Nähe des Stadions machte einen pünktlichen Anpfiff um 16 Uhr Ortszeit unmöglich.
Hass-Kommentare überschatten WM-Training
Eigentlich zeigt das Video von RTL/ntv-Reporter Jonas Gerdes nur lockere Szenen aus dem DFB-Training. Doch in den sozialen Medien folgen zahlreiche rassistische und fremdenfeindliche Kommentare. Der Fall zeigt, wie offen Hass und Hetze inzwischen verbreitet werden.
Hass-Kommentare überschatten WM-Training

FIFA-Boss Infantino rechtfertigt sich wegen Trump
FIFA-Chef Gianni Infantino hat seine enge Beziehung zu Donald Trump kurz vor dem Start der Fußball-WM einmal mehr verteidigt. Ohne das Engagement und die Einbindung des US-Präsidenten "wäre es meiner Meinung nach schlicht unmöglich gewesen, eine WM in den Vereinigten Staaten zu organisieren", sagte Infantino einen Tag vor dem Eröffnungsspiel bei einer Pressekonferenz in Mexiko-Stadt.
Er sei "sehr froh" über sein "sehr gutes Verhältnis" zu Trump. Dieser habe sofort die Dimension der WM verstanden, ihre Wirkung und ihren Einfluss", führte Infantino aus: "Sich mit dem Präsidenten und seiner Administration über wichtige Themen austauschen zu können, ohne etwas zu verlangen, sondern einfach zu versuchen zu erklären – ich denke, das ist wahrscheinlich der Schlüssel zu einer positiven Beziehung."
Auf die Frage, ob er es angesichts der politischen Spannungen rund um das Turnier bereue, die WM an die USA als Co-Gastgeber vergeben zu haben, antwortete Infantino: "Ich bereue nichts." Später ergänzte er: "Wir sprechen hier über die größte Macht der Welt, daher gibt es natürlich bestimmte Dinge, die berücksichtigt werden müssen." Vor allem die verschärften Einreiseregeln unter Trump sowie der US-Krieg mit dem WM-Teilnehmer Iran belasten die Vorbereitungen auf das Turnier.
FC Bayern ist großem Wunschtransfer ganz nah
Der Wechsel von Nationalspieler Nathaniel Brown zum FC Bayern steht offenbar kurz vor dem Abschluss. Wie die "Bild" meldet, wird der 22 Jahre alte Außenverteidiger voraussichtlich für eine Summe knapp unter 65 Millionen Euro inklusive Boni von Eintracht Frankfurt zum FCB wechseln. Laut der "Bild" ist es bei den Verhandlungen Frankfurts Sportvorstand Markus Krösche und seinem Münchner Kollegen Max Eberl zum Durchbruch gekommen. Offen sei nur noch die Aufteilung von fester Zahlung und Boni.
Brown, der beim deutschen WM-Auftakt gegen Curacao am Sonntag in der Startelf erwartet wird, hatte zuletzt bezüglich seiner Zukunft gemauert. "Ich konzentriere mich voll und ganz auf die WM. Deswegen werde ich das nicht kommentieren", sagte er in einer Medienrunde am vergangenen Donnerstag. Frankfurt hatte den gebürtigen Oberpfälzer im Januar 2024 für drei Millionen Euro vom 1. FC Nürnberg verpflichtet, er spielte die laufende Saison bei den Franken aber damals noch zu Ende.
Bill Peters leidet an schwerer, seltener Krankheit
Die Augsburger Panther aus der Deutschen Eishockey Liga haben eine schwere Erkrankung ihres Trainers Bill Peters öffentlich gemacht. Der 61 Jahre alte Kanadier ist demnach am Guillain-Barré-Syndrom (GBS) erkrankt. Peters befindet sich laut Klub-Angaben deshalb bereits seit dem 15. Mai in stationärer Behandlung.
GBS ist nach Angaben des Bundesverbandes Deutsche GBS-Vereinigung e.V. eine seltene neurologische Erkrankung, bei der das Immunsystem die peripheren Nerven angreift. Dies führt den Angaben zufolge zu Symptomen wie Kribbeln, Muskelschwäche und in schweren Fällen zu Lähmungen, die auch die Atemmuskulatur betreffen können.
Ein schneller Therapiebeginn sei von großer Bedeutung, betonten die Augsburger Panther. Wie der DEL-Klub weiter mitteilte, sei die Erkrankung früh erkannt und Peters anschließend im Universitätsklinikum Augsburg erfolgreich erstbehandelt worden. Seit rund zwei Wochen befinde sich Peters in einem Therapiezentrum mit Schwerpunkt auf neurologischer Rehabilitation. Er mache dank der intensiven Behandlung täglich Fortschritte.

