Nach erstem Spieltag: Deutscher Trainer ist seinen Job los
Alexander Zorniger ist nicht mehr Trainer des dänischen Fußball-Erstligisten Odense BK. Die Zusammenarbeit sei wegen unterschiedlicher Auffassungen über die weitere Ausrichtung beendet worden, teilte der Klub mit. "Der Zeitpunkt ist bei solchen Entscheidungen selten optimal, aber wir können und wollen keine Kompromisse hinsichtlich unserer Identität und des Kurses eingehen, den wir für den Verein festgelegt haben", wird Sportdirektor Troels Bech in einer Mitteilung zitiert. Zorniger war seit einem Jahr in Dänemark tätig, zuvor war er beim deutschen Zweitligisten SpVgg Greuther Fürth angestellt gewesen.
Odense hatte in der vergangenen Saison als Aufsteiger den achten Tabellenplatz belegt. Am ersten Spieltag der aktuellen Saison hatte es ein 0:1 bei Viborg FF gegeben. Nun erfolgte die schnelle Trennung. In Deutschland war Zorniger unter anderem auch beim VfB Stuttgart und bei RB Leipzig tätig.
Für Privatsphäre: Bundesliga-Profi veränderte nach WM sein Aussehen
Unerkannt dank verändertem Look: Eintracht Frankfurts Ritsu Doan hat nach der Fußball-Weltmeisterschaft sein Markenzeichen kurzzeitig abgelegt, um mit mehr Ruhe durch die Straßen seiner Heimat zu schlendern. "Nach der WM war es schwierig, deswegen änderte ich sogar meine Frisur", sagte der japanische Nationalspieler im Interview mit dem "Kicker". Seine blond gefärbten Haare gab er zwischenzeitlich auf.

Die Erklärung ist einfach: "Es gibt keine blonden Japaner." Die gefärbten Haare waren jahrelang Doans Erkennungsmerkmal. Aufgrund seines ungewöhnlichen Looks wurde er häufig angesprochen. Das sei zwar grundsätzlich in Ordnung, "aber nachdem in diesem Jahr meine Tochter zur Welt kam, wollte ich Zeit mit meiner Familie verbringen und die Privatsphäre genießen", sagte Doan: "Also färbte ich meine Haare wieder dunkel." Bilder aus dem Trainingslager der Eintracht zeigen Doan allerdings schon wieder blondiert, allerdings dezenter als noch während des Turniers.
"Einfach angerufen": Adeyemi gibt Einblick in Barcelona-Wechsel
Karim Adeyemi war bei Borussia Dortmund nicht mehr so gefragt, da wechselt er kurzerhand zum FC Barcelona. Ein Transfer zu einem Weltklub - vor allem auch dank seiner Bekanntschaft mit Ex-Bundestrainer Hansi Flick. Das erklärte Adeyemi nun bei "Mundo Deportivo": Der jetzige Barcelona-Trainer habe ihn "einfach angerufen und gefragt, ob ich kommen möchte. Ich habe ihm gesagt, dass ich das natürlich tun würde, denn es ist der größte Verein der Welt und solche Gelegenheiten bieten sich nur einmal im Leben. Er musste mich nicht überzeugen. Ich vertraue ihm schon seit Langem und habe großen Respekt vor ihm".
Der Wechsel, der Adeyemi zum Aufschwung und zur Rückkehr ins DFB-Team verhelfen soll, brachte dem BVB Berichten zufolge eine Sockelablöse von 22 Millionen Euro. Hinzu kommen Bonuszahlungen sowie eine Weiterverkaufsbeteiligung.
Nach Rekord: Müller fährt nächsten Triumph ein
Thomas Müller hat einen Tag nach seinem Triumph bei der Shooting-Challenge auch beim All-Star-Game der Major League Soccer (MLS) einen Erfolg gefeiert. Der deutsche Weltmeister von 2014 besiegte mit der MLS-Auswahl das Team aus der mexikanischen Liga MX in Charlotte mit 4:3 (3:1). Dabei kam der Offensivspieler der Vancouver Whitecaps als Joker in der 55. Minute ins Spiel und blieb ohne Scorerpunkt. Inter Miamis Superstar Lionel Messi fehlte noch nach seiner WM-Finalteilnahme mit Argentinien.
Zum Spieler des Spiels wurde stattdessen der frühere Bundesliga-Profi Heung-Min Son gewählt, der mit einem Doppelpack (20., 23.) vor der Pause die Weichen für die All-Stars der MLS stellte. "Ich bin sehr glücklich und möchte mich einfach bei allen bedanken", sagte der Südkoreaner. Außerdem trafen Philip Zinckernagel (42.) und Evander (58.) für das Team der Major League Soccer. Die Treffer für die Auswahl der mexikanischen Liga erzielten Luis Gabriel Rey (9.), Salomón Rondón (55.) und José Paradela (90.+1).
DFB-Star ist wertvollste Spielerin der Welt
Überraschendes Ranking im Fußball der Frauen: Den neuen Marktwerten des Portals Soccerdonna zufolge, ist Klara Bühl die wertvollste Spielerin der Welt. Der Offensivstar des FC Bayern und des DFB-Teams ist demnach 1,65 Millionen Euro wert. Ihr Marktwert stieg um mehr als eine halbe Million Euro an. Damit überholte sie auch die Weltfußballerin - die Spanierin Aitana Bonmatí ist dem Portal zufolge 1,6 Millionen Euro wert. Dahinter folgt die englische Europameisterin Alessia Russo vom FC Arsenal mit 1,3 Millionen Euro.
DFB-Kapitänin Giulia Gwinn wird auf 700.000 Euro taxiert, ihre Co-Kapitänin beim Nationalteam, Janina Minge, hat demnach einen Marktwert von 600.000 Euro.
WM-Finalist muss von Nachbarn gerettet werden
Erst die Niederlage im WM-Finale gegen Spanien und dann das: Argentiniens Nationaltorhüter Emiliano Martinez hat bei seinem Urlaub in der Heimat eine Panne mit seinem Geländewagen. Er kam von der Landstraße ab und blieb im Matsch stecken. Sein Glück: Er erreichte seine Nachbarn - und die kamen mit Abschleppseil und zogen ihn wieder ins Freie.
Zum Dank verschenkte Martinez ein Trikot und Poster, machte Selfies - und seine Retter damit ebenfalls sehr glücklich. Im lokalen TV sagte Leonardo Albarracin, einer der Retter: "Ich konnte mich nicht mehr zurückhalten. Mir kamen die Tränen. Es war ein unvergesslicher Moment." Martinez schenkte ihm seine Nationalmannschaftsjacke.
Dieses Trump-Familienmitglied will bei FIFA mitmischen
Joshua Kushner, der eine führende Rolle beim geplanten Deal um die Rechte an FIFA-Fußballturnieren spielen könnte, ist bisher vor allem als milliardenschwerer Investor und Ehemann von Supermodel Karlie Kloss bekannt. Zugleich gehört der 41-Jährige zur erweiterten Familie von Donald Trump: Er ist der Bruder von Jared Kushner, der mit Präsidententochter Ivanka Trump verheiratet ist. Politisch trat Joshua Kushner bisher aber kaum in Erscheinung. Seine Investmentfirma Thrive Capital gründete Kushner 2009 während eines Studiums an der Harvard Business School. Thrive beteiligt sich mit Geld von Investoren an potenziell aussichtsreichen Unternehmen, die frische Mittel für Wachstum benötigen.

Unter den Firmen, in die Kushners Fonds investierte, waren die Foto- und Videoplattform Instagram, das Filmstudio A24, der heutige Musikstreaming-Marktführer Spotify und später der ChatGPT-Entwickler OpenAI. Unter anderem dank dieser Investitionen baute Kushner ein Vermögen auf, das das Magazin "Forbes" aktuell auf 5,2 Milliarden Dollar (4,54 Milliarden Euro) schätzt. Der Fonds Thrive Eternal, über den bei einem neu zu gründenden Tochterunternehmen der FIFA investiert werden soll, wurde erst im April vorgestellt. Die erste Investition von Thrive Eternal war der Einstieg beim Baseball-Team San Francisco Giants.
Ein Verband ist offen für Infantinos WM-Verkauf
Afrikas Fußballverband steht den Investorenplänen der FIFA offen gegenüber. Die Confédération Africaine de Football (CAF) forderte ihre Mitgliedsverbände auf, den Vorschlag zu prüfen und sich am Konsultationsprozess zu beteiligen. CAF-Präsident Patrice Motsepe berief für die kommende Woche eine Sitzung des Exekutivkomitees ein. Die CAF sei "entschlossen, den Dialog und die Zusammenarbeit mit ihren Mitgliedsverbänden, der FIFA, anderen Fußballkonföderationen und Interessengruppen fortzusetzen, um die finanziellen und sonstigen Ressourcen für die Entwicklung und das Wachstum des Fußballs in Afrika und weltweit zu stärken", hieß es in der Mitteilung des Kontinentalverbands.

Infantino spielt WM-Plan herunter: "Nur ein Vorschlag"
Mit 54 Mitgliedsverbänden besitzt die CAF einen großen Stimmenblock innerhalb der FIFA. Nach der Kritik aus Nord- und Mittelamerika (CONCACAF), Europa (UEFA) sowie Asien (AFC) ist sie zudem die erste, die sich dem Vorhaben von FIFA-Präsident Gianni Infantino offen gegenüber zeigt. Motsepe hatte im Anschluss der Weltmeisterschaft öffentlich von Infantino geschwärmt und dessen "Schlüsselrolle" in der Entwicklung des afrikanischen Fußballs gepriesen.


