2027 wohl kürzere Rennen

Formel 1 dreht den Sprithahn auf und kappt dafür Runden

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In Sachen Rennrunden bleibt in der Formel 1 im Jahr 2027 wohl nur in Monaco alles beim Alten. (Foto: IMAGO/kolbert-press)
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04.09.2026 | 11:37 Uhr
Monza: 53 Runden. Interlagos: 71 Runden. Barcelona 66 Runden. Die Länge der Formel-1-Rennen hat sich tief ins Gedächtnis vieler Fans gebrannt. Doch nun will die Motorsport-Königsklasse die Distanzen verkürzen.

Die Formel-1-Fahrer kommen in der nächsten Saison wohl früher ans Ziel als in den vergangenen Jahren. Auf einstimmigen Beschluss der Teams sollen alle Rennen 2027 jeweils um einige Runden verkürzt werden. Grund dafür ist die neue Motorenformel und der dann erhöhte Benzinverbrauch der Autos. Weil die Rennställe gegen größere Tanks und den Umbau der Chassis votierten, bleibt nach Berichten mehrerer Fachportale nur die Verkürzung der Renndistanzen.

Nach dem geltenden Reglement müssen auf fast allen Rennstrecken derzeit immer mindestens 305 Kilometer beim Grand Prix am Sonntag absolviert werden. In der kommenden Saison sollen es nur noch 290 Kilometer sein. Je nach Strecke sind dies jeweils zwei oder drei Runden weniger. Nur beim Stadtrennen im Fürstentum Monaco wird es wohl bei der Distanz von 78 Runden und 260 Kilometern bleiben.

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Formel-1-Kommission und Weltrat müssen zustimmen

Nach heftigen Debatten um die für dieses Jahr eingeführte Motorenformel senkt die Formel 1 den Elektroanteil, der zurzeit die Hälfte des Antriebs liefert, wieder etwas ab. Im Jahr 2027 liefert der Verbrenner 58 Prozent (maximale Leistung dann 420 statt wie derzeit 400 kW), der Elektromotor 42 Prozent Leistung (dann 300 kW statt 350 kW). Damit spielt der Verbrennungsmotor wieder eine größere Rolle, die Fahrer sind weniger als Batteriemanager gefordert. Es wird aber auch mehr Kraftstoff benötigt. Der Kraftstoffdurchfluss wird um fünf Prozent erhöht.

Die Überlegung, nur die Distanzen der Rennen mit dem erwartbar höchsten Benzinverbrauch zu verkürzen, wurde von den Teams verworfen. Nun muss die Komplett-Reduzierung noch von der Formel-1-Kommission und vom Motorsport-Weltrat abgesegnet werden.

Verwendete Quellen: ntv.de, mar/dpa