Die Rennen der Formel 1 werden vom kommenden Jahr an kürzer. Bei einem Treffen der zuständigen Kommission wurde die Regeländerung beschlossen, sie hatte sich bereits angedeutet. Demnach werden die Grand Prix nicht mehr über rund 305 Kilometer führen, sondern über 290. Das entspricht einer Verkürzung um zwei bis drei Runden. Nur beim Stadtrennen im Fürstentum Monaco wird es wohl bei der Distanz von 78 Runden und 260 Kilometern bleiben.
Der Grund dafür sind die Modifikationen im Motorenbereich. Um wieder mehr Leistung durch den Verbrennungsmotor zu erzeugen im Vergleich zur Power-Unit, muss auch mehr Benzin durchfließen. Nachtanken ist in der aktuellen Formel 1 nicht erlaubt. Zuvor schon hatten die Rennställe gegen größere Tanks und den Umbau der Chassis votiert, sodass die Verkürzung der Rennen die logische Konsequenz war.
Abgeschafft wird 2027 derweil die aktuell noch gültige Regel, wonach das Rennen drei Stunden nach dem Start abgebrochen werden muss. Stattdessen soll eine Endzeit festgelegt werden. Die Begrenzung auf zwei Stunden Netto-Rennzeit (ohne Unterbrechungen) bleibt dagegen bestehen. "Diese Änderungen wurden eingeführt, um sicherzustellen, dass die Zuschauer auch bei Unterbrechungen die bestmögliche Chance haben, ein vollständiges Rennen zu genießen", erklärt die FIA.

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Mehr Flexibilität bei freien Trainings
"Es wurde außerdem vereinbart, dass bei Unterbrechungen der freien Trainings mehr Flexibilität bei deren Verlängerung besteht", sagte die FIA weiter. In der Praxis bedeutet dies, dass ein freies Training nicht mehr genau 60 Minuten dauert, sondern bei einer Unterbrechung durch eine rote Flagge eine anschließende Verlängerung der Session möglich ist.
Des Weiteren wurde beschlossen, den Teams und Entwicklern wieder mehr Spielraum bei der Getriebeentwicklung einzuräumen: "Nach Rücksprache mit der zuständigen Hersteller-Arbeitsgruppe und auf Empfehlung der sportlichen Beratergruppe wurde vereinbart, die Homologation der Getriebe für 2027 aufzuheben, um den Zulieferern Entwicklungsfreiheit zu gewähren", heißt es in einem Statement des Weltverbands.
